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Defendant Beate Zschaepe waits for the continuation of her NSU trial at a courtroom in Munich, southern Germany, on July 3, 2018.   Christof Stache/Pool via Reuters

Die Angeklagte im Münchner Gerichtssaal. Bild: pool/reuters

Zschäpe distanziert sich im NSU-Prozess von rechter Szene – Urteilstermin angesetzt

03.07.18, 10:43 03.07.18, 11:24

Im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München hat sich die Hauptangeklagte am Dienstag selbst geäußert. 

Bei einer Abschlusserklärung distanzierte sich Zschäpe Prozessbeobachtern von der rechten Szene "Ich habe mit diesem Kapitel unwiderruflich abgeschlossen."

 Rechtes Gedankengut habe für sie "gar keine Bedeutung" mehr, sagte Zschäpe.

Nach 5 Jahren steht der NSU-Prozess vor dem Abschluss

Nach mehr als fünf Jahren steht der NSU-Prozess vor dem Abschluss. Am 11. Juli will das Gericht das Urteil gegen Zschäpe und vier mitangeklagte mutmaßliche Helfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" sprechen, wie der Vorsitzende Richter Manfred Götzl bekanntgab.

Der Prozess endet nächste Woche, die Aufklärung ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen.

Worum ging es in dem Prozess?

Den Ermittlungen zufolge hatten Mundlos und Böhnhardt während der fast 14 Jahre, in denen das Trio im Untergrund lebte, zehn Menschen erschossen und zwei Sprengstoffanschläge verübt. Das Motiv war in fast allen Fällen Fremdenhass. Ein Mordopfer war eine Polizistin in Heilbronn.

Der NSU-Prozess soll klären, welche Schuld Zschäpe und die Mitangeklagten dabei haben. Mundlos und Böhnhardt hatten sich das Leben genommen.

Zschäpe hat eine Mitverantwortung an den zehn Morden und zwei Bombenanschlägen des NSU, die die Bundesanwaltschaft ihr vorwirft, bisher bestritten.

Was Zschäpe vorgeworfen wird:

Die Bundesanwaltschaft sieht Zschäpe als Mittäterin und hat lebenslange Haft mit Sicherungsverwahrung gegen sie beantragt. Zschäpes zwei Verteidigerteams halten sie für die Morde und Anschläge für unschuldig. Unterschiedlich sehen die Verteidiger Zschäpes Schuld an den anderen Straftaten: Ihre drei ursprünglichen Pflichtverteidiger halten lediglich eine Strafe für einfache Brandstiftung für angebracht, ihre beiden Wunschverteidiger höchstens zehn Jahre Gefängnis wegen Beihilfe bei zahlreichen Überfällen.

(pb/dpa)

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