Wissen

4 Fakten zum Kükenschreddern und warum es bald ein Ende haben könnte 

Sie sind flauschig, süß und sterben im Akkord: 50 Millionen männliche Küken werden jedes Jahr, unmittelbar nach dem Schlüpfen, in Deutschland getötet. Nun könnten Wissenschaftler eine Methode entwickelt haben, um das zu verhindern.

Der Grund für das Gemetzel: Die Aufzucht von männlichen Küken ist unwirtschaftlich. Sie legen keine Eier und setzen nur schlecht Fleisch an, weshalb sie sich nicht als Masthähnchen eignen. Töten ist für die Lebensmittelindustrie wirtschaftlicher als eine Aufzucht. 

So sieht das aus: 

abspielen

Vier Fakten zum Kükenschreddern: 

Warum wird das nicht einfach verboten?

Auch ansonsten sind wir Menschen nicht gerade nett zu Tieren: 

Das sagt die Politik dazu:

Warum wird trotzdem immer weiter geschreddert?

Tierschützer und Politiker scheinen sich einig zu sein. Das Problem: Solange es keine Technologie gibt, die das Schreddern überflüssig macht, greifen die Verbote nicht. Die Länder versuchen, die Wirtschaftlichkeit ihrer Betriebe zu erhalten und tolerieren die Praxis weiter.

Nötig ist eine Technologie, die das Geschlecht des Kükens weit vor dem Schlüpfen bestimmt. Dann könnten die Eier wenige Tage nach der Befruchtung aussortiert und anderweitig verarbeitet werden.

Wie könnte so eine Technologie aussehen?

Weltweit forschen Teams an Methoden zur Früherkennung des Geschlechts von Küken, die das Schreddern sowieso überflüssig machen könnte. Auf zwei Methoden aus Deutschland wurde bereits Patente angemeldet: 

Bei beiden Methoden bleibt die Eierschale unbeschädigt. So können keine Keime ins Ei eintreten und den empfindlichen Embryo schädigen.

Durch die Tests zur Bestimmung des Geschlechts könnten dein Ei etwas teurer werden. Das Landwirtschaftsministerium geht allerdings davon aus, dass das lediglich ein bis zwei Cent pro Ei ausmachen würde.  

(mit Material von dpa) 

Saskia kann unsere Klimaignoranz nicht leiden:

Video: watson/Saskia Gerhard, Lia Haubner

1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1

Rührendes Bild: So will ein Orang-Utan seinem Beschützer helfen

Es ist ein Bild der besonderen Art. Nicht oft kommt es vor, dass sich ein wilder Orang-Utan auf diese Weise einem Menschen nähert.

Das Foto ist entstanden, als der Mann nach Giftschlangen im Wasser jagte, einem der natürlichen Feinde des Orang-Utans, die vom Aussterben bedroht sind. Einer der sonst so scheuen Menschenaffen scheint ihm dabei zur Hand gehen zu wollen – wortwörtlich.

Der Hobbyfotograf Anil Prabhakar nahm auf der Insel Borneo in Indonesien das atemberaubende Foto auf. Es zeigt einen …

Artikel lesen
Link zum Artikel