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Rezo fordert bei Böhmermann Entschuldigung von lügenden Kritikern

Alle anderen Einladungen hatte Youtuber und "CDU-Zerstörer" Rezo ausgeschlagen. Die großen Talker, die die deutsche Fernsehlandschaft mit Millionen-Einschaltquoten dominieren, hatten das Nachsehen. Anne Will, Markus Lanz, Sandra Maischberger: Zu ihnen wollte Rezo nicht. Nein, seinen bisher einzigen TV-Auftritt gab er am Donnerstagabend bei Jan Böhmermann. Der begrüßte seinen Star-Gast mit den Worten: "Herzlich Willkommen, du alter Zerstörer" – eine Anspielung auf CDU-Jungstar Philipp Amthor. Der sein Replik-Video, das nie veröffentlicht wurde, so begonnen hatte, wie er Markus Lanz gegenüber gestand.

Und dann fragte Böhmermann allerhand: "Warum hast du das Video gemacht? Hast du mit dieser Aufmerksamkeit gerechnet? Was hältst du von der CDU-Reaktion? Wirst du bezahlt für deine Videos?"

Die Antworten von Rezo blieben meist simpel: "Ich hatte einfach einmal Bock darauf, mich mit ein paar Themen näher auseinanderzusetzen", sagt er, oder: "Ich hätte nie gedacht, dass ein Einstunden-Video über eine Partei jemals so viele Klicks bekommt." Und dann fügt er noch mit einem ironischen Zögern hinzu: "Nein, die Grünen bezahlen mich nicht."

Was hält Rezo von der Reaktion der CDU?

Verwundert habe ihn, dass die CDU sich nach einer ersten Überreaktion auf sein Video bis heute nicht mehr eingekriegt habe. Rezo kritisiert ein andauerndes Hin und Her bei den Christdemokraten und nennt beispielhaft deren Politiker Paul Ziemiak und Heribert Hirte. Erst hätten diese ihm Populismus vorgeworfen, Hirte hatte sogar behauptet, Rezo sei bezahlt worden. Dann plötzlich hätten sie den Dialog gesucht. Bei all dem ginge es vielen Politikern noch immer nur um Selbstinszenierung, glaubt Rezo.

Im Gegenteil, deutet Rezo an, verdient habe er an dem Video nicht, sondern einiges an Geld verloren. "Ich hatte einen Deal, der im Prinzip safe war, und ich ahnte schon, dass ich den nicht mehr haben würde, wenn ich das Video poste. Ja, und den habe ich jetzt nicht mehr." Böhmermann wollte sich vergewissern, dass es dabei doch nicht um "viel Geld" gegangen sei. "Doch, doch", nickte Rezo.

In Richtung von Partei-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, die "Regeln" für das Verbreiten von politischen Botschaften im Internet gefordert hatte, fügte er hinzu: "Das war nicht smart von ihr."

Der Youtuber sagte:

"Es ist krass, dass Leute sich nicht vorstellen können, dass ich das aus freien Stücken mache."

Rezo fordert bei Böhmermann Entschuldigung

Von Kritikern, die Verschwörungstheorien gegen ihn verbreiteten, forderte Rezo eine öffentliche Entschuldigung.

Namentlich nannte er bei Böhmermann den Chef der "FAZ"-Innenpolitik, Jasper von Altenbockum. "Von dem kam immer noch keine Entschuldigung", sagte der Youtuber. Dabei sei sowas "das Menschliche".

Ein positives Beispiel sei dagegen der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter, der sich vor einigen Tagen für die Verbreitung eines absurden Anti-Rezo-Videos öffentlich entschuldigt hatte. "Der hat rund 10.000 Likes dafür bekommen. Das finde ich schön", sagte Rezo.

Rezo denkt an die Lügen vieler seiner Kritiker:

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Generell schlug Rezo bei Böhmermann ansonsten versöhnliche Töne an. So sagte er: "Es tut mir Leid für die guten Leute bei CDU und SPD." Die hätten nicht verdient, so unter den Verfehlungen ihrer Kollegen leiden zu müssen.

Dieser Rest müsse aber lernen, "erst einmal weniger Scheiß" zu reden und klarer in der Sprache zu werden. "Wenn Steffen Seibert mal wieder labert, dann kann das eine Zeitung natürlich nicht so schreiben, aber ein Mensch merkt direkt: Der verarscht mich gerade." So komme es dann, dass Politiker nicht mehr die Sprache von normalen Bürgern verständen.

Aber will Rezo selbst auf die politische Bühne Berlins wechseln, um das zu ändern? Er winkt ab. Zu stressig seien die letzten Wochen gewesen. "Ich werde schon eingeladen, aber ich habe halt keinen Bock, nach Berlin zu fahren. Wenn die mal in Aachen sind, können die gerne vorbei kommen", sagte der CDU-Zerstörer.

(mbi)

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