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Close-up of woman using antibacterial hand gel at home.

Desinfektionsmittel ist für die Hände. Nicht für den Durst. Bild: iStockphoto / Drazen Zigic

Desinfektionsmittel zum Trinken? Smoothie verwirrt Kunden

Der Smoothie-Hersteller True Fruits fällt immer wieder mit ungewöhnlichen Werbeaktionen und gezielten Provokationen auf.

Jetzt brachte das Unternehmen ein neues Getränk ins Kühlregal, das für Verwirrung sorgte.

Der Clou: Der Smoothie sah dem Desinfektionsmittel Sagrotan gefährlich ähnlich. Die Flasche im Sagrotan-Look enthält keine giftigen Chemikalien, sondern einen Smoothie mit Orangengeschmack. Der Instagram-Channel "Neu im Laden" präsentierte das skurrile Getränk am Wochenende.

Smoothie mit "Hä?!"-Erlebnis

"Hä?! Hat hier jemand das Desinfektionsmittel in die Kühlung gestellt?", hieß es in der Beschreibung. Die Sonderedition, die nicht zufällig gerade jetzt in der Corona-Krise erscheinen dürfte, sorgte nicht bei allen Nutzern für Begeisterung. Unter dem Post reichen die Reaktionen von Verwirrung über Belustigung bis Sorge.

"Sehr umstrittene Marke mit sehr umstrittenem Marketing", kommentierte eine Nutzerin. "Könnte für Kinder gefährlich werden. Sieht ja wirklich fast identisch aus", warnte eine weitere Nutzerin.

"Die Ideen von denen sind immer mega", schrieb eine andere. "Marketing at it's best", lautete ein weiterer Kommentar.

True Fruits selbst bewirbt das Produkt bisher nicht, weder auf der eigenen Webseite, noch auf den Social-Media-Plattformen. Gegenüber watson bestätigte das Unternehmen allerdings, dass das Produkt von True Fruits sei. Weitere Fragen wollte das Unternehmen aber nicht beantworten.

Kampagnen von True Fruits polarisieren – und sorgen für Kritik

Immer wieder versucht True Fruits mit kontroversen Kampagnen für Aufmerksamkeit zu sorgen. Im vergangenen Jahr hatte der Werberat eine Kampagne des Unternehmens gerügt, weil es einen Smoothie im Sonnencreme-Look bewarb. Das Werbemotiv bildete einen mit Sonnencreme auf einen Frauenrücken gemalten ejakulierenden Penis ab.

Nach der Veröffentlichung in den sozialen Medien kam es zu massiver Kritik und Sexismus-Vorwürfen, woraufhin das Unternehmen die Bilder offline nahm.

(lau)

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