In Aachen gingen in der Nacht zu Montag mehr als 300 Notrufe ein.
In Aachen gingen in der Nacht zu Montag mehr als 300 Notrufe ein.Bild: Ralf Roeger/dpa

Schwere Unwetter im Westen – und das steht dir in den nächsten Tagen bevor

30.04.2018, 07:4330.04.2018, 07:56

Ein schweres Unwetter hat in der Nacht zum Montag in der Eifel und am Niederrhein zu Hunderten Notrufen und zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. 

  • In Aachen wurden Einsatzkräfte zu überschwemmten Straßen, vollgelaufenen Kellern und von Hagel und Wind beschädigten Dächern gerufen, wie ein Polizeisprecher sagte.
  • Über 300 Notrufe seien in gut einer Stunde alleine in der Leitstelle der Aachener Polizei eingegangen. In Stolberg bei Aachen musste der Europa-Tunnel gesperrt werden.

Am späten Sonntagabend hatte es auch Feuerwehreinsätze in und nahe der Südeifel gegeben. Ein Polizeisprecher in Trier sagte, das Unwetter ziehe "einmal quer über die Eifel".

In Aachen bildete sich Hochwasser.
In Aachen bildete sich Hochwasser.Bild: Ralf Roeger/dpa

Auf die Bundesstraße 418 seien bei Wintersdorf Bäume umgestürzt. Die Straße wurde gesperrt und sollte frühestens am Morgen wieder freigegeben werden. In Zemmer sei der Strom ausgefallen, weil ein Blitz in die Hochspannungsleitung eingeschlagen habe.

Wetterexperten hatten gewarnt
Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor schweren Gewittern in Rheinland-Pfalz, Saarland und Teilen Nordrhein-Westfalens gewarnt. Das Unwetter war wie ein Sommergewitter aus Südfrankreich, Luxemburg und Belgien hergezogen.

Im Saarland sei man "glimpflich" davongekommen, sagte ein Polizeisprecher am frühen Montagmorgen. Bis dahin sei der größte gemeldete Schaden ein umgestürzter Baum im Kreis Merzig-Wadern gewesen.

Auch über Niedersachsen gab es örtlich Unwetter. In Haren und Aurich rückte die Feuerwehr wegen Bränden nach Blitzeinschlägen aus. Besonders der Westen Niedersachsens war von starkem Regen und Hagel betroffen, die Sturmböen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 75 Kilometern pro Stunde.

Wie wird das Wetter zum Tanz in den Mai?

Der Mai beginnt, wie der April geht: mit Schauern, Gewittern und Wind. Im Norden warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach für diesen Montag vor Starkregen.

  • Der frische Wind lässt zudem die Temperaturen am letzten April-Tag sinken. Besser wird es auch am 1. Mai vielerorts nicht. An der Oder können am Montag noch einmal sommerliche 25 Grad erreicht werden.
  • In der feuchten Luft dort bilden sich die ersten Gewitter. Sie ziehen dann im Laufe des Tages über das Land hinweg.
  • Im Süden beginnt der Montag bereits merklich kühler. Die Werte gehen der Vorhersage auf bis zu 13 Grad zurück. Nachts bewegen sich die Tiefstwerte zwischen 3 und 9 Grad.

Unter einem meist klaren Himmel dürfte der Tanz in den Mai eine ziemliche kühle Angelegenheit werden. Ein dicke, winddichte Jacke solltest du auf jeden Fall griffbereit haben.

(pb/dpa)

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