Digital

Facebook ließ Mitarbeiter Sprachaufnahmen von Nutzern abhören

Der nächste Datenskandal erfasst Facebook: Das Unternehmen hat Mitarbeiter ausgewählte Aufnahmen von Nutzern aus seinem Chatdienst Messenger anhören und abtippen lassen.

In den vergangenen Wochen waren auch Amazon, Apple und Google in die Kritik geraten, weil sie Mitschnitte von Sprachassistenz-Software von Mitarbeitern auswerten ließen, ohne dass es den Nutzern bekannt war.

Für Facebook ist die Situation noch etwas brisanter:

Seit Jahren geht das Gerücht um, Apps des Online-Netzwerks hörten den Nutzern zu, um die Werbung zu personalisieren. Als Beleg werden Fälle genannt, in denen Anzeigen zu einer vorherigen Unterhaltung passen. Facebook wies den Vorwurf stets zurück, auch Gründer und Chef Mark Zuckerberg verneinte dies im Frühjahr ausdrücklich bei einer Anhörung im US-Kongress und sprach von einer "Verschwörungstheorie".

Facebook hatte damals auch erklärt, das Online-Netzwerk verarbeite Audio-Daten nur, wenn ein Nutzer die Erlaubnis dazu erteilt habe. Während klar ist, dass für eine Transkriptions-Funktion Aufnahmen verarbeitet werden müssen, dürfte den Nutzern – ähnlich wie bei den anderen Tech-Konzernen – nicht bewusst sein, dass in einigen Fällen auch Menschen sie zu hören bekamen.

(pb/dpa)

Menschen, die an der modernen Technik scheitern

Warum ich Spieleabende hasse

Facebook als Kuppler? 11 wichtige Fragen zur neuen Dating-Funktion

Mark Zuckerberg: Multimilliardär, Datensammler und jetzt auch noch digitaler Amor!

Der Facebook-Gründer kündigte am Mittwoch bei der F8-Entwicklerkonferenz in San José (Kalifornien) mehrere Neuerungen für sein soziales Netzwerk an – unter anderem eine Dating-Funktion!

Datenschutzprobleme schienen sofort vergessen. Im Publikum herrschte Aufregung: Löst Facebook jetzt Tinder ab?

Was wir bislang über das Dating-Tool wissen und welche Fragen sich trotzdem stellen, haben wir in 11 Punkten erklärt.

Laut …

Artikel lesen
Link zum Artikel