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Ein Demonstrant mit dem Moto der Protestbewegung auf dem Shirt: "Que se rinda tu madre!" (Wörtlich: "Lass deine Mutter sich ergeben") bedeutet hier jedoch eher soviel wie "F*** dich!" und ist wohl an den Präsidenten gerichtet. Bild: reuters

Mit Granatwerfern gegen Ortega – wie die Lage auf Nicaraguas Straßen eskaliert

13.07.18, 09:08

Nicaragua kommt nicht zur Ruhe. Erst am Donnerstag sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 5 Menschen bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gestorben. Unter den Todesopfern in der Stadt Morrito im Südosten des zentralamerikanischen Landes seien auch vier Polizisten, erklärte die Menschenrechtsorganisation Cenidh.

Nach Angaben von Aktivisten war der Protestzug an einer Polizeiwache vorbeigezogen und von regierungstreuen Paramilitärs attackiert worden. Daraufhin hätten einige der Demonstranten geschossen.

Demonstranten trauern um Angehörige:

Bild: reuters

Landesweit gab es am Donnerstag wieder viele Proteste: Tausende Menschen gingen mit der weiß-blauen Nationalflagge Nicaragus auf die Straße. Für Freitag war zudem ein Generalstreik geplant.

Das fordern die Demonstranten:

Notfalls machen sie mit selbstgebauten Granatwerfern Druck:

Demonstranten und Sicherheitskräfte stehen sich unversöhnlich gegenüber Bild: reuters

Das sind die Konsequenzen:

Die Proteste dauern schon fast drei Monate. Nach Angaben der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte wurden bereits mehr als 260 Menschen getötet.

Das sind die Hintergründe:

Die Unruhen in Nicaragua hatten Mitte April begonnen, als Sicherheitskräfte Demonstrationen gegen Rentenkürzungen gewaltsam niederschlugen. Seither weiteten sich die Proteste auf das ganze Land aus. Sie richten sich inzwischen gegen den autoritären Regierungsstil von Präsident Ortega und seiner Ehefrau, Vizepräsidentin Rosario Murillo.

Ortega schließt einen Rücktritt jedoch aus. Der ehemalige Guerillakämpfer regierte Nicaragua von 1979 bis 1990 und erneut seit elf Jahren, sein derzeitiges Mandat endet im Januar 2022.

Präsident Ortega mit seiner Ehefrau, die er zur Vizepräsidentin gemacht hat:

Bild: reuters

(pbl/afp)

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