International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
A demonstrator wearing a traditional mask takes part in a march called

Ein Demonstrant mit dem Moto der Protestbewegung auf dem Shirt: "Que se rinda tu madre!" (Wörtlich: "Lass deine Mutter sich ergeben") bedeutet hier jedoch eher soviel wie "F*** dich!" und ist wohl an den Präsidenten gerichtet. Bild: reuters

Mit Granatwerfern gegen Ortega – wie die Lage auf Nicaraguas Straßen eskaliert

Nicaragua kommt nicht zur Ruhe. Erst am Donnerstag sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 5 Menschen bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gestorben. Unter den Todesopfern in der Stadt Morrito im Südosten des zentralamerikanischen Landes seien auch vier Polizisten, erklärte die Menschenrechtsorganisation Cenidh.

Nach Angaben von Aktivisten war der Protestzug an einer Polizeiwache vorbeigezogen und von regierungstreuen Paramilitärs attackiert worden. Daraufhin hätten einige der Demonstranten geschossen.

Demonstranten trauern um Angehörige:

Demonstrators embrace near a memorial for university student Jonathan Morales during a march called

Bild: reuters

Landesweit gab es am Donnerstag wieder viele Proteste: Tausende Menschen gingen mit der weiß-blauen Nationalflagge Nicaragus auf die Straße. Für Freitag war zudem ein Generalstreik geplant.

Das fordern die Demonstranten:

Notfalls machen sie mit selbstgebauten Granatwerfern Druck:

A demonstrator holds a homemade mortar during a march called

Demonstranten und Sicherheitskräfte stehen sich unversöhnlich gegenüber Bild: reuters

Das sind die Konsequenzen:

Die Proteste dauern schon fast drei Monate. Nach Angaben der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte wurden bereits mehr als 260 Menschen getötet.

Das sind die Hintergründe:

Die Unruhen in Nicaragua hatten Mitte April begonnen, als Sicherheitskräfte Demonstrationen gegen Rentenkürzungen gewaltsam niederschlugen. Seither weiteten sich die Proteste auf das ganze Land aus. Sie richten sich inzwischen gegen den autoritären Regierungsstil von Präsident Ortega und seiner Ehefrau, Vizepräsidentin Rosario Murillo.

Ortega schließt einen Rücktritt jedoch aus. Der ehemalige Guerillakämpfer regierte Nicaragua von 1979 bis 1990 und erneut seit elf Jahren, sein derzeitiges Mandat endet im Januar 2022.

Präsident Ortega mit seiner Ehefrau, die er zur Vizepräsidentin gemacht hat:

Nicaragua's President Daniel Ortega and Vice-President Rosario Murillo wave to supporters during celebrations to mark the 39th anniversary of the

Bild: reuters

(pbl/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Kein Hartz IV für Unter-50-Jährige? Das sagt ein Wirtschaftsprofessor dazu

Link to Article

Nach dem WM-Aus drohen Gastronomen und Werbern Millionenverluste 

Link to Article

Du könntest bald Geld für ein Haus bekommen – der watson-Guide zum Baukindergeld

Link to Article

Harley-Davidson ist nur der Anfang: Wie Trump sich im Handelskrieg verfahren hat

Link to Article

Dieser "Airbag" soll dein Handy vor teuren Display-Schäden schützen 

Link to Article

4 Fakten zum Kükenschreddern und warum es bald ein Ende haben könnte 

Link to Article

Den watson-Kryptos geht's besser – die Branche bleibt leider unseriös (Pornos sind Schuld)

Link to Article

11 Dinge, die du dich nicht mehr traust, zu Bitcoin zu fragen

Link to Article

Zocke ich meinen Bäcker ab, wenn ich mit Karte zahle?

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

AfD-Chef darf keine Rede in Brüssel halten – und verschweigt die wahren Gründe 

Am Dienstag war ganz schön viel los im EU-Parlament: Zunächst hatte Angela Merkel in einer Rede für Aufregung gesorgt, weil sie eine europäische Armee auf den Weg bringen möchte. Dann verhinderte Martin Sonneborn (Die "PARTEI") mit seinem Auftritt eine Rede des NPD-Abgeordneten Udo Voigt. 

Und dann war da noch Jörg Meuthen (AfD). Meuthen, der neben dem Parteivorsitz der AfD auch eine Mitgliedschaft im Europäischen Parlament inne hat, behauptete am Dienstag nach der Versammlung, dass …

Artikel lesen
Link to Article