ATLANTA, GA - JUNE 14: Police watch the streets after a day of marches on June 14, 2020 in Atlanta, Georgia. A memorial is found at the ste of the Wendy's restaurant which was set ablaze overnight. Rayshard Brooks, 27, was shot and killed by police in a struggle following a field sobriety test on June 12th. (Photo by Dustin Chambers/Getty Images)

Nach dem gewaltvollen Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks kam es am vergangenen Wochenende zu Ausschreitungen in Atlanta. Bild: Getty Images North America / Dustin Chambers

Obduktion bestätigt: Afroamerikaner Rayshard Brooks durch Schüsse getötet

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks am Freitagabend kam es in Atlanta am vergangenen Wochenende zu gewaltsamen Ausschreitungen. Nach der Obduktion der Leiche wird der Vorfall nun auch offiziell als Tötungsdelikt geführt.

Brooks war in der Autoschlange vor einem Schnellrestaurant eingeschlafen und daher von der Polizei kontrolliert worden. Bei der anschließenden Festnahme leistete er Widerstand und stahl den Taser von einem der Beamten, woraufhin er von einem der beiden weißen Polizisten niedergeschossen wurde. Er starb im Krankenhaus nach einer Notoperation.

Stimmung in USA durch Rassismus aufgeheizt

Der Polizist, der Brooks erschossen hatte, wurde anschließend suspendiert, sein Kollege strafversetzt. Die Polizeichefin von Atlanta trat nach dem Vorfall als Konsequenz zurück. Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd und den darauffolgenden Protesten gegen rassistische Polizeigewalt in den letzten Wochen ist die Stimmung in den USA aufgeheizt.

Nun ergab die Obduktion am Sonntag, dass Brooks tatsächlich aufgrund von zwei Schussverletzungen im Rücken gestorben war. Der TV-Sender CNN berichtet, dass der 27-Jährige aufgrund von Organschäden und Blutverlust, welche durch die Einschusswunden entstanden, verstorben war.

(lw/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Deine Fragen - unsere Antworten

Darum geht es beim Prozess um den Tod von George Floyd

"I can't breathe", auf Deutsch: "Ich kann nicht atmen". Diese Worte gingen im vergangenen Frühsommer um die Welt und lösten eine Protestbewegung aus, die auch hier in Deutschland zehntausende Menschen auf die Straßen brachte. Es waren die letzten Worte eines Mannes, der acht Minuten und 15 Sekunden lang um sein Leben bettelte – vergeblich. Der Polizist Derek Chauvin blieb in der US-amerikanischen Großstadt Minneapolis auf dem Nacken von George Floyd knien, allen Bitten und Mahnungen der …

Artikel lesen
Link zum Artikel