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Wird man im Wasser schneller braun? 3 Fragen zum Sonnenbaden

Gutefrage.net fragt – wir antworten

team watson

 Sommer, Sonne, Sonnenschein! Davon bekommen wir in den kommenden Tagen mehr als genug. Die vielleicht heißesten Tage des Jahres stehen an. Beim Internet-Allwisser Gutefrage.net haben User jede Menge Fragen rund um die wärmste Jahreszeit. Wir haben die meistgestellten Sommer-Fragen herausgesucht und geben Antworten.

Ein User möchte wissen:

Ich habe einen leichten Sonnenbrand auf den Wangen, der Nase und auf dem Arm, habe aber kein Après Sun, nur Sonnencreme. Hilft das auch?

Geht so. Sonnencreme hätte vorher geholfen, hinterher kann sie gegen die Hautschäden leider nichts bewirken.

Allerdings hilft bei Sonnenbrand alles, was die Haut kühlt und ihr Feuchtigkeit zuführt. Insofern tut jede feuchtigkeitsspendende Creme oder Lotion, so auch Sonnencreme, der Haut gut. Die Haut heilen oder Zellschäden reparieren kann sie allerdings nicht.

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Wer keine Après-Sun-Produkte zur Hand hat, kann aber besser im Kühlschrank nachgucken, ob er helfende Hausmittel zur Hand hat. Man kann zum Beispiel aus Quark einen kühlenden Umschlag machen: Einfach ein wenig Quark sachte auf die Haut schmieren und ein Tuch, zum Beispiel ein Küchentuch, darüberlegen. Auch gut kühlt Aloe Vera.

Als Hausmitteltipp aus der Redaktion: Die Salbe Fenistil kennen viele nur als Mittel gegen Insektenstiche – das Produkt hilft aber auch gut bei Sonnenbrand, da es ebenfalls kühlt und Juckreiz und Brennen lindert.

Ansonsten gilt: Nicht so schnell wieder in die Sonne gehen, unter der Dusche abkühlen und viel trinken. Das unterstützt den Kreislauf, hilft bei der Abkühlung des Körpers und kann ein weiteres Austrocknen der Haut vorbeugen, erklärt die "Deutsche Apotheker-Zeitung."

Und noch eine Frage zur Sonne! Pia98 will wissen:

Wird man im Wasser schneller braun?

Nein, schneller wird man nicht braun. Aber Wasser schützt auch nicht vor UV-Strahlung. Die UVA-Strahlung hat auf ca. einem Meter noch 75 Prozent und die UVB-Strahlung noch 50 Prozent ihrer Stärke.

Uwe Reinhold vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) weist auf die damit zusammenhängende Gefahr hin: 

"Nicht selten sehen wir in der Praxis auch Patienten, die sich beispielsweise beim Schnorcheln Verbrennungen zugezogen haben, weil sie nicht wussten, dass ein Teil der Sonnenstrahlen auch durch die Wasseroberfläche dringt."

Also: Auch beim Schwimmen oder Schnorcheln sollte man sich vor der Sonne schützen!

Und als letzte Frage in unserem Sonnen-Special:

Darf man bei einem starken Sonnenbrand, wo sich die Haut schon abpellt, die auch abziehen, oder ist das nicht so gut?

Das kennen wir vermutlich alle. Man hat sich einen Sonnenbrand eingefangen und nach ein paar Tagen pellt sich die Haut ab. Und es fällt schwer, der Versuchung nicht nachzugeben, die sich pellende Haut abzuziehen.

Der Dermatologe Afschin Fatemi erklärt, dass es tatsächlich besser ist, von der pellenden Haut die Finger zu lassen:

"Die obersten geschädigten Hautzellen werden abgestoßen. Hier heißt es abwarten und die Haut regelmäßig mit Feuchtigkeitslotion eincremen. Reißen Sie die Haut nicht ab. Entfernen Sie nur die Hautreste, die schon locker sind."

Afschin Fatemi

Ein paar kleine Fetzen darf man also entfernen, nicht aber aktiv die kaputte Haut abziehen. Lieber eincremen und vor allem: Beim nächsten Mal Sonnencreme benutzen. und zwar vorher.

Happy Sonnenbaden! 🌞

Das gute Wetter macht Deutschland übrigens teilweise richtig zu schaffen:

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