Symbolfoto: Das Logo des Streaming Dienstes Netflix ist auf einem Fernseher zu sehen. Berlin, 05.01.2022 Berlin Deutschland *** Symbol photo The logo of the streaming service Netflix can be seen on a  ...
Netflix-Nutzer:innen haben nun einen noch besseren Überblick.Bild: www.imago-images.de / Thomas Trutschel/photothek.de
Digital

Netflix: Neues Update soll endlich altbekanntes Problem lösen

20.11.2022, 09:01

Es gibt wohl kaum einen Netflix-Account, den nicht mehrere User:innen gleichzeitig nutzen. Schließlich dürfen je nach Abo entweder ein, zwei oder vier Geräte gleichzeitig auf den Zugang zugreifen. Schnell ist da das Passwort an Eltern, Partner:innen, Geschwister, Freunde oder Mitbewohner:innen weitergereicht.

Eigentlich ist das sogenannte Account-Sharing außerhalb des eigenen Haushalts laut Nutzungsbedingungen nicht erlaubt. In der Realität sieht es jedoch ganz anders aus: Laut US-Marktforschungsinstitut Magid geben 33 Prozent aller Netflix-Nutzer:innen an, ihre Zugangsdaten an mindestens eine Person weiterzuleiten.

fernsehen,freunde,wg,fernseh gucken,befreundet,freund,freundschaft *** watching tv,friends,flat share,television,tv,friend,flat shares mmq-yku ,model released, Symbolfoto
Die Netflix-Zugangsdaten sind schnell weitergegeben.Bild: imago images/Shotshop

Doch was, wenn aus der Freundin die Ex wird, der Mitbewohner auszieht oder sich Freundesfreunde und deren entfernte Verwandte in den Account einloggen? Bislang konnten Netflix-User:innen dem nur etwas entgegensetzen, indem sie in den Einstellungen den Menüpunkt "aus allen Geräten ausloggen" wählten – und sich so zwangsläufig kurzfristig selbst aussperrten.

Die Ex oder den ehemaligen Mitbewohner gezielt rausschmeißen

Mit dem neuen Netflix-Update sollen sich unliebsame Mitgucker jetzt einfacher und gezielter rausschmeißen lassen. Mit dem Feature, das Netflix nun vorgestellt hat, können Nutzer:innen nun einzelne Geräte auswählen und entfernen.

Praktisch: Netflix-Abonnent:innen können sich damit etwa aus dem Smart-TV im Hotel nachträglich ausloggen, falls sie die Abmeldung vor der Abreise vergessen haben. Auch Leute, mit denen die Zugangsdaten einst freiwillig geteilt wurden, lassen sich so rauswerfen. Ohne, sich direkt aus allen Geräten ausloggen zu müssen.

Nun lassen sich ganz einfach unerwünschte Nutzer:innen aus dem Netflix-Account rausschmeißen.
Nun lassen sich ganz einfach unerwünschte Nutzer:innen aus dem Netflix-Account rausschmeißen.Bild: Screenshot: Netflix/App

Feature verspricht mehr Account-Sicherheit

Das neue Feature soll Kund:innen nicht nur weniger Stress, sondern auch mehr Sicherheit für den Account bieten. So ist auf der Seite auch sichtbar, ob jemand ohne Erlaubnis heimlich Serien und Filme streamt. Aufgelistet ist dort etwa, welches Gerät wann zuletzt und mit welchem Profil etwas geschaut hat. Auch der Ort, an dem sich das Gerät während der Nutzung befand, ist sichtbar.

Kann man diese Informationen nicht zuordnen, lässt sich das Gerät mit einem Klick rausschmeißen. Auf der Seite ist auch die Änderung des Passworts unkompliziert möglich. Das neue Feature ist im Web und auf iOS- und Android-Geräten verfügbar.

Dienst rüstet auf: "Netflixen" bei der Arbeit, mit Freunden und mit Werbung

Übrigens ist die neue Funktion nicht die einzige Neuerung, die der Streaming-Dienst eingeführt hat. Daneben gibt es noch einige versteckte Features, die das Filme- und Serienerlebnis verbessern sollen. So lassen sich via Plugin etwa Profi-Bewertungen von IMDB anzeigen.

Und: Sogar für echte Netflix-Suchtis gibt es eine Funktion. Dabei handelt es sich um ein Programm, mit dem Netflix verspricht, heimlich bei der Arbeit Inhalte anschauen zu können. Fake-Videokonferenz bei Erscheinen unliebsamer Beobachter inklusive.

Netflix 25 Jahre Netflix, Das Netflix Logo auf einem Smartphone, Tablet, oder Fernseher, Remscheid Nordrhein-Westfalen Deutschland *** Netflix 25 years Netflix, The Netflix logo on a smartphone, table ...
Es gibt rund 223 Millionen zahlende Netflix-Abonnent:innen.Bild: www.imago-images.de / imago images

Die größte Neuerung beim Streaming-Dienst ist aber wohl das neue Abo-Modell. Damit können Kunden eine Menge Geld sparen, bezahlen dafür nur 4,99 Euro im Monat. Der Nachteil: Hier gibt es hin und wieder Werbung angezeigt. Durchschnittlich etwa fünf Minuten Werbung pro Stunde.

Supermarkt: Edeka bringt beliebtes Produkt zurück in die Regale

Kaum eine Branche ist von der Inflation und den Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine so stark betroffen wie der Lebensmittelhandel. Nicht nur die Preise für Getreide sind explodiert, auch andere Grundnahrungsmittel wie Butter oder Speiseöl haben sich in historischem Ausmaß verteuert.

Zur Story