Lidl-Filiale in Deutz gesehen von der Stra
Der Händler Lidl muss aktuell gleich zwei seiner Produkte aus den Regalen nehmen.Bild: www.imago-images.de / Christoph Hardt
Supermarkt

Supermarkt: Reis-Rückruf von Lidl wird auf nächsten Discounter ausgeweitet

17.11.2022, 09:29
Helen Kleinschmidt
Helen Kleinschmidt
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Ob in Supermarkt oder Discounter, immer wieder sind Produkte von großen Rückrufen betroffen. Erst war es nur Händler Lidl, der gleich zwei seiner Produkte aus den Regalen nehmen muss – aufgrund krebserregender Schimmelpilzgifte. Nun wurde der Rückruf auf einen weiteren Discounter ausgeweitet.

Lidl: Zwei Reissorten von Rückruf betroffen

Betroffen sind die ein Kilogramm schweren Packungen des "Golden Sun Basmati Reis" und des "Golden Sun Langkorn Spitzenreis" vom niederländischen Hersteller Van Sillevoldt Rijst B.V.

Während bei dem Basmatireis nur die Mindesthaltbarkeitsdaten 07.01.2023, 08.01.2023, und 18.01.2023 bis 20.01.2023 betroffen sind, sind bei dem Langkorn Spitzenreis fast doppelt so viele Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen. Hier können alle Produkte mit den Daten 10.05.2023 bis 12.05.2023, 17.05.2023 bis 21.05.2023, 25.05.2023, 26.05.2023, 07.06.2023 und 08.06.2023 zurückgegeben werden.

In jeder Lidl-Filiale können die beiden Reissorten nun ohne eine Vorlage des Kassenbons abgegeben werden, woraufhin der Kaufpreis erstattet wird. Grund für den Rückruf ist der bei einer Untersuchung nachgewiesene erhöhte Aflatoxingehalt, wie das Portal "Produktwarnung" berichtete. Aflatoxine zählen zu Schimmelpilzgiften und können auch schon bei geringer Konzentration eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Penny: Weitere Reissorte betroffen

Der niederländische Hersteller ruft nun auch sein Produkt "Taste of Asia – Basmati Reis" wegen Schimmelpilzgiften zurück. Dieser Artikel wird in Deutschland beim Discounter Penny verkauft. Betroffen sind Produkte mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 11.01.2023 bis einschließlich 14.01.2023. Auch hier wird der Reis ohne Vorlage des Kassenbons bei Rückgabe im Markt erstattet.

Moldy corn background, Aflatoxin - Aspergillus flavus and Aspergillus parasiticus
Von Aflatoxin befallener Mais.Bild: imago images/dusan964

Klimawandel befördert das Gift in den Supermarkt

Wie die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA auf ihrer Website aufzeigt, wirken Aflatoxine nachweislich zellschädigend und krebserregend. Dadurch entsteht ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen. Zudem gilt das Gift als schädigend für Leber, Nieren und Immunsystem. Aflatoxin B1 ist dabei sowohl die am häufigsten in Lebensmitteln vorkommende als auch die toxischste Art der mindestens zwanzig Aflatoxinsorten.

Bisher traten die Schimmelpilzgifte besonders in Regionen mit feuchtwarmem Klima auf. Durch den Klimawandel soll nun davon ausgegangen werden, dass die Schimmelpilzgifte auch in Europa immer häufiger in Lebensmittel gelangen werden. Der Pilzbefall findet zudem meist vor oder nach der Ernte statt, teilte die Behörde mit. Besonders bei Erdnüssen, Baumnüssen, Mais, Reis, getrockneten Früchten, Gewürzen, rohen pflanzlichen Ölen und Kakaobohnen soll der Befall vorkommen. Da immer wieder auch Tierfutter von dem Pilzgift befallen ist, gelangt es zudem auch in Kuhmilch.

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