Die Applikation App Tinder ist auf dem Display eines iPhone SE zu sehen.
Tinder will mithilfe seiner App auch die LGBTQIA+-Community stärken. Bild: dpa / Silas Stein
Digital

Tinder: Dating-App wandelt sich – diese Funktion hat nichts mit Sex zu tun

21.10.2022, 17:32

Tinder will schon seit einer Weile weg vom Image der reinen Dating-App und sich breiter aufstellen. Denn nicht alle wollen online die große Liebe, Sex oder Dates finden. Auch wenn das sicher auf viele zutrifft, gibt es doch einige, die über Tinder einfach nur neue Bekanntschaften knüpfen wollen.

Dafür sprechen auch aktuelle Umfrageergebnisse, wie Tinder jetzt verlauten lässt: Demnach sind 39 Prozent der 18- bis 25-jährigen Nutzer:innen auf ihrer Plattform einfach auf der Suche "nach einer guten Zeit". Zugegeben, diese Angabe kann natürlich auch anders gemeint sein, doch für die Entwickler:innen bei Tinder scheint die Botschaft klar: Nicht alle wollen immer nur das Eine.

Deshalb haben sie in ihre App ein paar Features eingebaut, die den User:innen, die tatsächlich einfach nur neue Leute kennenlernen wollen, das Leben leichter machen sollen. So können sich über den Festival-Modus zum Beispiel Menschen connecten, die auf das selbe Festival gehen.

Immer mehr Menschen suchen Freunde über Tinder

Für diejenigen, die sich ohne romantische Hintergedanken im Alltag kennenlernen wollen, gibt es zudem die Profil-Beschreibung "Looking for Friends". Die wurde laut Tinder zuletzt immer beliebter. Von Februar bis September 2022 soll die Zahl an Menschen, die diese Beschreibung verwenden, um 36 Prozent gestiegen sein.

Doch das Freunde-Finden bei Tinder geht noch leichter und übersichtlicher. Im Explore-Bereich, den man unten im Menü über das Kästchen-und-Lupe-Symbol findet, gibt es nämlich die Kategorie "Freunde? Freunde!". Wer über diesen Menüpunkt zu swipen beginnt, bekommt nur die User:innen angezeigt, die auch die Freunde-finden-Kategorie ausgewählt haben.

Laut Tinder soll das Feature auch der LGBTQIA+-Community dabei helfen, sich besser zu finden und zu vernetzen. Der queere Influencer trans.parenz bewirbt die Funktion bei Instagram.

Andere Apps haben sich schon lange der Freundesuche verschrieben

Denkbar, dass sich Tinder für die Freunde-Finden-Funktion durch andere Apps inspirieren lassen hat. Bumble BBF oder Meetup arbeiten schon seit Jahren mit diesem Prinzip. Jetzt scheint auch Marktführer Tinder – mit mehr als 530 Millionen Downloads die mit Abstand beliebteste unter den Kennenlern-Apps – dieses Modell mehr und mehr für sich zu entdecken.

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