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Schock bei Tchibo: Kaffeeröster muss einschneidende Änderungen vornehmen

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Beim beliebten Kaffeekonzern Tchibo kommt es über den Sommer zu drastischen Veränderungen. Bild: imago images / Michael Gstettenbauer
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Schock bei Tchibo: Kaffeeröster streicht 300 Stellen

08.06.2023, 09:17
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Das Geschäft begann mit dem Kaffee der namensgebenden Tchilling-Bohne in den 1950er Jahren. Zwanzig Jahre später brachte das Tchibo-Unternehmen dann seine ersten Konsumgüter in die Filialen, die noch heute in ganz Deutschland existieren.

Sogar während der coronabedingten Geschäftsschließungen konnten Kund:innen die Tchibo-Produkte in bestimmten Supermärkten kaufen. Doch der Kaffeeröster steckt in der Krise und muss seiner wirtschaftlichen Lage mit drastischen Schritten begegnen.

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Bereits in der vergangenen Woche wurde den Tchibo-Mitarbeitenden mitgeteilt, dass es in diesem Jahr keine sonst übliche Gehaltserhöhung geben wird. Zudem teilte der Konzern mit, dass bis zum Jahresende etwa 300 Arbeitsplätze wegfallen werden.

Tchibo muss Stellen auf Vor-Corona-Niveau senken

Größtenteils soll dies durch die Streichung unbesetzter Stellen und das Auslaufen von Zeitverträgen geschehen. Auch betriebsbedingte Kündigungen "können aber nicht ausgeschlossen werden", erklärte ein Sprecher des Tchibo-Konzerns.

"Nach einem deutlichen Personalaufwuchs während der Pandemie werden wir damit die Strukturen wieder auf das Vor-Corona-Niveau zurückführen", hieß es. Die betroffenen Mitarbeitenden werden laut Unternehmen bis Mitte Juli benachrichtigt, die Pläne waren der Belegschaft bereits im April mitgeteilt worden.

Besonders von den Veränderungen betroffen sollen offenbar die gut 2000 Mitarbeitenden in der Unternehmenszentrale in Hamburg sein. Insgesamt hat Tchibo nach eigenen Angaben mehr als 7000 Angestellte, zusätzlich sind gut 4000 Menschen im Ausland für das Unternehmen tätig.

Für den Traditionskonzern ist es der erste große Stellenabbau seit der Jahrtausendwende. Berichten der "Welt" zufolge waren die Mitarbeitenden in einem Schreiben informiert worden, dass 2022 "das finanziell gesehen schlechteste Jahr in der fast 75-jährigen Firmengeschichte" gewesen sei.

Tchibo spürt zunehmend die harte Konkurrenz

So schließen auch in deutschen Innenstädten immer mehr Tchibo-Filialen. Ein Problem für den Konzern ist offenbar der Non-Food-Bereich. Auch in den Filialen der deutschen Supermärkte könne man hier immer schwerer punkten, da die Alltagsprodukte auch von deren Eigenmarken zu günstigen Preisen angeboten würden.

Zusätzlich steht Tchibo dem Bericht der "Welt" zufolge beim Kaffeepreis unter Druck. Discounter wie Aldi und Norma hatten diesen zuletzt um zwanzig Prozent gesenkt. Beim Hamburger Kaffeekonzern setzte man in der Vergangenheit eher auf Qualität als auf niedrige Preise.

"Tchibo leidet unter der gestiegenen Preissensibilität der Kunden. Das Unternehmen muss sich neu erfinden, muss preisaggressiver werden, unter Umständen auch auf Kosten der Qualität", erklärt Wirtschaftswissenschafter Thomas Roeb in der "Welt". Auch das Unternehmen selbst habe etwa unter den gestiegenen Energiepreisen gelitten und die Einbußen zuletzt nicht mehr auffangen können.

Der Umsatz von Tchibo ist gleichmäßig auf Kaffeeprodukte und den Non-Food-Bereich aufgeteilt. Der zur Maxingvest gehörende Konzern erwirtschaftete im vergangenen Jahr etwa 3,3 Milliarden Euro. Wie hoch die Einbußen im Jahresumsatz von 2022 tatsächlich waren, soll im August bekannt gegeben werden.

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