Das Weihnachtsgeschäft ist in vollem Gange: Die Post und Paketdienste haben noch mehr als sonst auszuliefern, die Geschäfte voller Menschen und der Online-Handel boomt. Wer das Thema Geschenke während der vergangenen Wochen gekonnt vor sich her geschoben hat, sollte sich vielleicht doch langsam kümmern.
Im letzten Moment einfach in den nächstbesten Laden zu stürmen oder wahllos online zu bestellen, ist anscheinend keine gute Option. Denn unkreative, gedankenlose Geschenke kommen meist nicht gut an. Eine neue Umfrage zeigt nun: Besonders Männer reagieren hier offenbar schnell beleidigt.
Die Umfrage des Portals Kleinanzeigen, früher eBay-Kleinanzeigen, könnte bei der Geschenke-Suche zudem zumindest eine grobe Orientierung liefern. Statt nach den Favoriten unterm Weihnachtsbaum zu fragen, wurden unter 2041 Teilnehmenden die unbeliebtesten Präsente erörtert.
Beim negativen Geschenke-Ranking war besonders eine Kategorie ganz vorne mit dabei: Demnach freuten sich sowohl Frauen als auch Männer am wenigstens über essbare Aufmerksamkeiten. Süßigkeiten, Feinkost-Artikel und Essen im Allgemeinen staubten nur wenige Beliebtheitspunkte ab.
29 Prozent der Befragten gaben an, dass 2022 ihr unliebsames Geschenk Lebensmittel waren. Liebe geht in Sachen Weihnachtsgeschenke wohl doch nicht durch den Magen.
Männer und Frauen gehen mit der Enttäuschung offenbar unterschiedlich um, wie die Umfrage aufzeigt. Dabei sind vor allem die jüngeren Beschenkten unzufrieden mit der Weihnachts-Ausbeute. Besonders die 18- bis 25-Jährigen könnten ihren Geschenken häufig nichts abgewinnen.
Schlecht kamen außerdem auch Pflegeprodukte, Klamotten und – wenig überraschend – Gutscheine an. Doch was genau missfiel den Befragten an den unpassenden Geschenken?
Die Frauen störten sich am meisten an der fehlenden Praktikabilität der Dinge. Sie gaben häufiger an, keine sinnvolle Verwendung dafür zu finden als die männlichen Studienteilnehmer.
Die männlichen Befragten interpretierten deutlich mehr in die misslungenen Geschenke hinein. Sie störte wohl vor allem daran, dass die Schenkenden sich vermutlich zu wenig Gedanken gemacht hatten.
Wenn sich Familienmitglieder oder Freund:innen zu wenig Mühe geben, fühlen sie sich demnach vor den Kopf gestoßen. Männer wollen scheinbar auch an den Feiertagen ganz besonders viel Aufmerksamkeit.
Immerhin bei der Weiterverwendung der unbrauchbaren Geschenke unterscheiden Frauen und Männer sich kaum. Laut der Umfrage versuchen die meisten, den Präsenten doch eine Chance zu geben. Andere verkaufen die unliebsamen Produkte gleich weiter. Diese zu spenden oder zu verschenken ist zudem ebenfalls eine beliebte Option.