Leben
Geld & Shopping

Phishing: Sparkasse warnt vor Betrug mit Festgeldkonto

24.01.2023, Niedersachsen, Laatzen: Ein Schriftzug der Sparkasse leuchtet an einer Filiale in der Region Hannover. Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt erneut
Die Sparkasse und ihre Kund:innen geraten immer wieder ins Visier von Betrüger:innen.Bild: dpa / Julian Stratenschulte
Geld & Shopping

Phishing: Sparkasse warnt vor Betrug mit Festgeldkonto

12.04.2024, 18:18
Mehr «Leben»

Phishing-Mails sind ein altbekanntes Übel, mit dem sich Verbraucher:innen immer wieder herumschlagen müssen. Fallen sie darauf herein, kann es teuer werden. Die Kriminellen versuchen mit teils perfiden Maschen, den Betroffenen Kontodaten, Passwörter oder andere sensible Daten zu entlocken und können damit einen hohen finanziellen Schaden anrichten.

Derzeit müssen Kund:innen der Sparkasse besonders aufpassen. Kriminelle haben sie erneut ins Visier genommen und verschicken fleißig betrügerische Mails. Die Sparkasse selbst hat den Betrugsversuch erkannt und warnt eindringlich.

Watson ist jetzt auf Whatsapp
Jetzt auf Whatsapp und Instagram: dein watson-Update! Wir versorgen dich hier auf Whatsapp mit den watson-Highlights des Tages. Nur einmal pro Tag – kein Spam, kein Blabla, nur sieben Links. Versprochen! Du möchtest lieber auf Instagram informiert werden? Hier findest du unseren Broadcast-Channel.

Betrüger bereiten Sparkassen-Kunden falsches Tagesgeld-Angebot

Die Kriminellen bieten darin vermeintlich ein Sparkassen-Festgeld an. In der betrügerischen Mail, die die Sparkasse unter ihren Sicherheitswarnungen veröffentlicht hat, heißt es: "Wie telefonisch besprochen, senden wir Ihnen das Produktinformationsblatt zum Festgeld als Anhang." Dazu gibt es eine Tabelle mit einer Zinsstaffel.

"Sofern Sie solche Angebote erhalten, sollten Sie stets misstrauisch sein und sorgfältig prüfen, ob das Angebot wirklich von der Sparkasse kommt."
Sparkasse

Die Betroffenen werden dann dazu aufgefordert, ein Festgeldkonto zu eröffnen. Nach 14 Tagen soll das Angebot verfallen, heißt es in der Mail. Auf dieses Konto soll dann Geld zum Anlegen überwiesen werden, schreibt die Sparkasse und mahnt zur Vorsicht. Denn tatsächlich handelt es sich hier nicht um ein Angebot der Sparkasse, sondern um einen Betrugsversuch.

"Sofern Sie solche Angebote erhalten, sollten Sie stets misstrauisch sein und sorgfältig prüfen, ob das Angebot wirklich von der Sparkasse kommt", betont die Sparkasse. Sie rät auch dazu, den persönlichen Berater anzusprechen und so ein mögliches Angebot zu verifizieren.

Phishing-Versuch nicht erkannt? Kunden sollen Sparkasse informieren

Sollten Kund:innen einen Betrugsversuch nicht erkannt haben und zum Beispiel bereits verdächtige Zahlungen geleistet oder persönliche Daten offengelegt haben, sollen sie "umgehend" ihre Sparkasse informieren, heißt es.

Unternehmen und Banken beobachten selbst genau, ob Betrüger:innen in ihrem Namen falsche Mails versenden. Die Sparkasse informiert darüber etwa in ihren Sicherheitswarnungen.

Auch bei den Verbraucherzentralen können sich Verbraucher:innen über aktuelle Betrugsversuche informieren. In ihrem Phishing-Radar gibt es regelmäßig, nahezu täglich, ein neues Update – Phishing-Mails sind mittlerweile an der Tagesordnung. Ein beliebtes Ziel von Kriminellen sind Banken. Aber auch der Bezahldienstleister Paypal und Nutzer:innen von Streaming-Anbietern wie Netflix oder Paketdienstleistern wie DHL sind immer wieder betroffen.

Die Verbraucherzentrale warnt davor, auf Links und Buttons in betrügerischen Mails zu klicken. Phishing-Mails sollen Verbraucher:innen ignorieren. Stattdessen gehören sie immer unbeantwortet in den Spam-Ordner. Das Mailprogramm kann so zukünftig ähnliche Phishing-Mails selbst erkennen und herausfiltern, bevor sie in den Posteingang gespült werden.

Klarna-Kunden aufgepasst: gefährliche Phishing-Methode im Umlauf

Eines der wertvollsten Güter sind für Kriminelle die sensiblen Daten anderer. Daher werden die Methoden, auf illegale Weise an diese zu gelangen, immer kreativer und ausgefeilter. Waren betrügerische E-Mails früher noch leicht zu erkennen, wirken sie heute teils täuschend echt: Häufig ist die Ansprache korrekt oder die Nachricht stammt oftmals scheinbar von der eigenen Bank oder dem Online-Shop zu sein, bei dem kürzlich noch eine neue Jeans bestellt wurde.

Zur Story