Enissa Amani möchte nicht Komikerin genannt werden.
Enissa Amani möchte nicht Komikerin genannt werden. Bild: imago stock&people

Journalistin macht sich über Enissa Amani lustig – deren Fans starten eine Insta-Hetzjagd

24.04.2019, 16:14

Komikerin.

Diese Berufsbezeichnung mag die Komikerin Enissa Amani gar nicht gerne über sich lesen. Stattdessen würde Amani vielleicht lieber in den Medien als"Comedienne" oder "Standup-Künstlerin" bezeichnet werden. Diesen Gefallen wollte die Journalistin Anja Rützel der Komikerin Amani in ihrer TV-Kritik über die "About You Awards" aber offensichtlich nicht tun.

"Jurymitglied Enisa Amani hält einen sehr langen, extrem sonderbaren Vortrag darüber, dass sie sich als Stand-upperin diskriminiert fühlt, wenn man sie "Komikerin" nennt (und dass sie sich "Nutten" für ihre Bühnenshow wünscht). Ja, sie kündigt gar an, nach Nicaragua auswandern zu wollen, um dort fürderhin Papayas zu züchten, sollte sie von der Presse noch einmal als "Komikerin" bezeichnet werden, sofort wolle sie ihre Bühnenkarriere beenden, müsste sie den unsachgemäßen Begriff "Komikerin" noch einmal über sich lesen, "ich schwöre, ich schmeiß alles hin", weshalb man sie wirklich auf keinen Fall mehr "Komikerin" nennen sollte, denn spätestens nach dieser Rede kann einfach keiner wollen, dass wir diese Komikerin an die Fruchtproduktionsbranche verlieren. (Nur nochmal zur Sicherheit: Komikerin.)"
Die Sendung war am Donnerstag auf ProSieben zu sehen.spon.de

Rützel, die für ihre scharf-formulierten TV-Kolumnen bekannt ist, nahm in ihrem Text "Und wie lit ist dein Avocadotoast?" neben Amani auch weitere Influencer aufs Korn.

Doch niemanden schien das mehr zu verärgern als die Komikerin Amani, die seit April 2018 ein eigenes Comedy-Special auf Netflix hat.

In ihrer Instagram-Story begann Amani am Freitag wiederholt gegen Rützel zu schießen – und ihre Fans machten munter mit. Wie Rützel auf Twitter berichtet, habe sie ihren Instagram-Account privat stellen müssen, da sie von aufgebrachten Amani-Fans als "AfD-Nutte" und "Quasi-Nazi" beschimpft worden sei.

Grund für die Empörung der Amani-Fans scheint auch der Umstand zu sein, dass der AfD-Politiker Andreas Winhart, mit dem Amani in einem Rechtsstreit wegen Beleidigung steckt, Rützels kritische Kolumne ebenfalls teilte. Die Fans der Komikerin stellten die SPON-Kolumnistin als AfD-Sympathisantin dar.

Dass Rützel sich selbst von der rechtspopulistischen Partei distanziert, und auch nicht kontrollieren kann, wer ihre Artikel auf Social Media veröffentlicht, scheint Enissa Amani und ihre Fans nicht zu interessieren. Amani will weiterhin, dass Rützel sich bei ihr entschuldigt.

Bei Kritik an sich selbst scheint die Komikerin Enissa Amani keinen Spaß zu verstehen.

(pb)

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