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10 Tipps, wie du beschäftigt aussiehst, obwohl du am Arbeitsplatz faulenzt

Jodok Meier

Dass du am Arbeitsplatz nicht immer die "topmotivierte", "begeisterungsfähige", "teamorientierte" Personifizierung der Selbstdisziplin bist, die du beim Bewerbungsgespräch warst, ist voll okay. Darum hier 10 Tipps, wie diese Diskrepanz unentdeckt bleibt.

Viele Bildschirme

Dein Beschäftigungsgrad-Indikator steigt exponentiell mit jedem zusätzlichen Bildschirm, der deinen Arbeitsplatz schmückt. Hast du beispielsweise nur zwei Tabs offen, ist dies nicht zwingend das Zeichen voller Auslastung. Hast du diese jedoch auf jeweils verschiedenen Bildschirmen, drehen Leute ob deiner proaktiven Aura komplett durch. Meistens.

Ich habe so viele Monitore vor mir, kannst du nicht sehen, wie busy ich bin?!?

I have headache. Employee demonstrating weariness while having job on computer in apartment. He is looking at graphics on monitor with concentration

Bild: iStockphoto/Getty Images

Mehr als eine gebrauchte Kaffeetasse am Arbeitsplatz

Stelle sicher, dass sich die Ordnung an deinem Arbeitsplatz stets an der Grenze zum Chaos befindet. Dabei sind halbvolle und leere Kaffeetassen ein absolutes Muss (gerne auch mit Kaffeeringen auf dem Tisch). Denn wer arbeitet, wie dein Pseudo-Ich, braucht Treibstoff. Das soll dein Umfeld sehen. Und riechen. Übertreibe es einfach nicht.

Aber aufpassen!

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Post-its, viele Post-its!

Hau diese gelben Fahnentäger der Organisation auf deinen Arbeitsplatz, dass es nur so knallt. Bestenfalls in knapp leserlicher Schrift und einfach überall, sodass es piepegal ist, was eigentlich drauf steht. Das Post-it ist Beweis genug für deine Tüchtigkeit. Die Krönung: Ab und an ein Post-it theatralisch wegreißen und leidenschaftlich zerknüllen.

Viel beschäftigt oder nur super vergesslich?

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Ab und an auf die Armbanduhr schauen

Der Blick aufs Handgelenk (Uhr brauchst du eigentlich nicht mal zu tragen) alleine reicht hier nicht aus. Diese subtile Geste unternehmerischen Esprits entfaltet erst durch einen gestressten Seufzer ihre volle Wirkung. Optimiert wird der Effekt durch hektisches Eindreschen auf die Tastatur im direkten Anschluss.

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Pausen tarnen

Auch wenn du fortan nur noch als seriöses Arbeitstier giltst, darfst du dir dennoch Pausen gönnen. Allerdings nur unter gewissen Umständen. Diese musst du eigenhändig kreieren. Wir präsentieren folgende Szenarien zur freien Interpretation und Ausführung:

Benutze bestimmte Formulierungen

Gewisse Codewörter versprühen schlicht den Hauch des Fleißigseins. Von Arbeitnehmern wird ja immer wieder gerne das holde Mitdenken verlangt, was für Engagement, Integrität und Eigeninitiative steht. Signalisiere dies locker-flockig anhand des Gebrauchs einiger flotten Formulierungen.

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Reagiere nicht, wenn jemand deinen Namen ruft

Dein Umfeld soll spüren, dass du einfach zu wichtig, zu involviert, zu engagiert bist. Busy halt. Das spüren sie am deutlichsten, wenn du sie steinhart ignorierst. Du bist so tief in der Materie, dass alles andere an dir abprallt.

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Fluchen

Wo gehobelt wird, fallen Späne. Du willst aber nur die Späne. Nicht das Hobeln. Tue einfach so, als stündest du knöcheltief in Spänen. Bewunderung wird dich berieseln.

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Laut telefonieren

Nicht oft, dafür laut. Dies soll fortan deine Handlungsmaxime in Bezug auf Telekommunikation sein. Telefoniere so, als würdest du mutwillig ins Knochenmark deiner Arbeitskollegen eindringen wollen. Ein Telefon pro Tag genügt und jeder um dich herum weiß, dass du telefonierst. Und wie gemeinhin bekannt ist: Ich telefoniere, also arbeite ich. Ka-Ching!

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Nie mit leeren Händen umherlaufen

Die Beine vertreten? Zeit totschlagen? Kaffee Nummer 8 holen? Auf dem Weg zu Power-Nap Nummer 3 im Sitzungszimmer? Flucht vor Verantwortlichkeiten am Arbeitsplatz? Alles voll okay! Solange du währenddessen etwas in der Hand hast. Vorzugsweise Dokumente, Fact-Sheets, einen Laptop, Ordner oder sonstwas, das irgendwie mit deiner Arbeit zu tun haben könnte.

Chef, sehen Sie nicht, dass ich zu tun habe?

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