Leben
Amberg, Germany - February 18, 2018: ALDI store in Amberg, Bavaria, Germany, Europe. ALDI is a german discount market chain with headquarter in Mühlheim an der Ruhr, Germany. Logo of ALDI SÜD on the facade. Sunday morning - no people in the store.

Bei Aldi Süd ist etwas anders auf dem Kassenbon (Symbolbild). Bild: iStock/Getty Images/picture alliance / Sven Simon/watson-montage

Aufgefallen? Warum sich der Kassenbon von Aldi Süd von der Konkurrenz unterscheidet

Das kennt jeder Kunde: An der Kasse wird es beim Discounter immer stressiger: Das ist auch bei Aldi Süd so. Die Kassierer jagen die Produkte über den Scanner. Wir Kunden hetzen hinterher, den Einkauf ordentlich einzupacken.

Aldi Süd hat vor Jahren einen Weg gefunden, das Abkassieren noch weiter zu beschleunigen. Eine Folge davon: Der Kassenbon sieht bei dem Discounter anders aus als die Belege der Konkurrenz. Bei Aldi Süd fehlt, wie viel Rückgeld der Kunde eigentlich bekommt.

Ist euch dieses Detail schon mal aufgefallen?

So funktioniert das Aldi-System an der Kasse

Auf der Webseite von Aldi Süd selbst findet sich schon die Antwort des Rätsels:

"Um einen schnellen und reibungslosen Einkauf zu garantieren, berechnen unsere Mitarbeiter den Wechselbetrag im Kopf. Wir verzichten daher auch darauf, den entsprechenden Betrag noch einmal in das Kassensystem einzugeben und auf dem Kassenbon auszuweisen."

quelle: faq.aldi-sued.de

Die Kassierin oder der Kassierer muss das Rückgeld also selbst berechnen. Dazu sagte eine Aldi-Sprecherin den "Badischen Neusten Nachrichten": "Hierbei wird nicht wirklich gerechnet, sondern auf den nächsthöheren, möglichen Betrag, mit dem der Kunde bezahlen könnte, hochgezählt und dabei die Differenz an den Kunden ausgezahlt."

Bedeutet: Kommt ein Einkauf auf 15,93 Euro, holt die Kassiererin oder der Kassierer schon mal 7 Cent hervor, um auf 16 Euro zu kommen. Und dann noch einmal 4 Euro, um auf 20 Euro zu kommen. Sollte der Kunde oder die Kundin mit einen 20-Euro-Schein zahlen, liegt das passende Rückgeld schon parat.

Dieses System sorgt aber für Ärger bei einigen

Denn: Es gibt Menschen, die wollen kontrollieren, ob sie auch das passende Rückgeld bekommen haben. Für die bedeutet das Aldi-System Kopfschmerzen. Sie müssen ihr Rückgeld selbst nachrechnen.

Die "Süddeutsche Zeitung" hat sich dem Mysterium der fehlenden Rückgeld-Angabe ebenfalls angenommen.

Raymund Haller aus Karlsruhe ging den fehlenden Angaben laut eigenen Aussagen selbst in den Aldi-Filialen auf den Grund und stieß damit die Berichte über die Kassenbons an. Gegenüber der "SZ" spricht er von "unnötigem Stress, Ärger und Wut". Weiter schimpft er:

"Gerade bei älteren und gebrechlichen Menschen, die beim Bezahlen denken, sie müssten sich beeilen, bedeutet dieser Druck, unbedingt Kopfrechnen zu müssen, und das auch noch möglichst schnell, eine zusätzliche Qual."

Die Aldi-Sprecherin sieht gegenüber den "Badischen Neusten Nachrichten" aber keine "zusätzliche Qual". Sie sagt: "Durch dieses Prinzip entstehen Fehler nur sehr selten und liegen wenn überhaupt bei minimalen Cent-Beträgen." Der Discounter bezeichnet das System als "gängige und bewährte Praxis".

Was sagt ihr? Rechnet ihr das Rückgeld auch nach? Oder habt ihr Vertrauen, das es schon stimmen wird?

(ll)

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