Leben
Urlaub & Freizeit

Urlaub 2023: Hamburger Start-up bietet kuriose Versicherung an

A woman in a blue raincoat holding a black umbrella struggles with the umbrella due to stormy, windy weather on a beach
Bei Regen fällt es manchmal schwer, den Urlaub zu genießen. Bild: iStockphoto / chameleonseye
Urlaub & Freizeit

Urlaub 2023: Hamburger Start-up bietet kuriose Versicherung an

19.06.2023, 07:2419.06.2023, 15:26
Mehr «Leben»

Ein norddeutsches Sprichwort besagt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Ausgerechnet ein Hamburger Versicherungsmakler bietet seinen Kund:innen nun jedoch an, sich gegen schlechtes Wetter, genauer gesagt Regen, im Urlaub zu versichern. Das Start-up Wetterheld will Reisende entschädigen, deren Urlaubsaktivitäten buchstäblich ins Wasser gefallen sind. Dabei variieren die Kosten je nach Region und Jahreszeit.

Für viele Urlauber:innen ist es besonders ärgerlich, wenn gerade in der Zeit, die die schönste im Jahr sein sollte, das Wetter nicht mitspielt. Abgesehen von hartgesottenen Nordseeurlaub-Liebhaber:innen stören sich wahrscheinlich die meisten irgendwann am Regen.

Ob beim Städtetrip, bei dem man von einem Café ins nächste huschen und einen Verlegenheitskaffee trinken muss oder beim Strandurlaub, in dem der Sonnenschirm immer wieder auch als Regenschirm herhalten muss – ohne Regen wär's doch irgendwie einfacher. An dieser Stelle kommt Wetterheld ins Spiel.

Neu: dein Watson-Update
Jetzt nur auf Instagram: dein watson-Update! Hier findest du unseren Broadcast-Channel, in dem wir dich mit den watson-Highlights versorgen. Und zwar nur einmal pro Tag – kein Spam und kein Blabla, versprochen! Probiert es jetzt aus. Und folgt uns natürlich gerne hier auch auf Instagram.

So funktioniert das Konzept der Regenversicherung

Wetterheld zahlt seinen Kund:innen pro Regentag einen bestimmten Geldbetrag aus. Das soll die entgangene Urlaubsfreude wenigstens finanziell entschädigen. Zwischen 50 und 100 Euro pro Tag verspricht Wetterheld den Urlauber:innen, die die Regenversicherung abschließen.

Die Regenversicherung ist schon ab drei Euro pro Tag zu haben, variiert jedoch – wie das Wetter selbst – je nach Urlaubsort und Zeitraum. Wetterheld erfasst seine Daten über einen Wetterdaten-Dienstleister und informiert seine Kund:innen nach Ende des Urlaubs automatisch über den Anspruch an Regen-Entschädigung.

Wer eine Woche im Juli in Berlin verbringen möchte, zahlt dafür 43,95 Euro, also rund 6,27 Euro pro Tag. Im Fall von einem Regentag bekommt man noch kein Geld, ab dem zweiten Regentag bekommt man 100 Euro und regnet es an allen sieben Tagen, bekommt der oder die Urlauber:in 600 Euro von der Versicherung zurück. Eine Woche Rom kostet beispielsweise 39,76 Euro.

Happy Man and woman in raincoats are walking in the rain
Regen in Italien – dabei sah man sich selbst schon mit Gelato im Sonnenschein. Bild: iStockphoto / LuckyBusiness

Wetterheld versichert nicht nur Urlauber:innen, sondern auch Landwirt:innen, Gastronomie und Events gegen verschiedene Wetterereignisse.

Verbraucherschützer:innen warnen

Das Europäische Verbraucherschutzzentrum warnt vor den Einschränkungen der Versicherungspolice. So kann die Versicherung nur bis zwei Wochen vor der Abreise abgeschlossen werden – bevor man also selbst die Wettervorhersage checken kann. Zudem ist die minimale Regenstärke angegeben. Als "versicherte Regenmenge" gelten dann am Beispiel Berlin 2,4 Millimeter zwischen 10 und 18 Uhr. Diese sollen angeblich nach 90 Minuten leichtem Regen oder acht bis 14 Minuten Starkregen bereits erfüllt sein.

An manchen Orten, die ohnehin regenreicher sind, greift die Versicherung auch erst ab dem dritten Regentag. Urlauber:innen sollte sich also in jedem Fall die Bedingungen genau durchlesen, bevor sie eine Regenversicherung abschließen.

Gefährliche Tierart breitet sich auf Mallorca aus: Behörden alarmiert

In Deutschland gibt es bis auf ein paar Quallen- und Schlangenarten kaum giftige Tiere. Entsprechend verängstigt blicken manche bei der Wahl ihres Urlaubsziels auf dortige Tierarten. Einen Flug nach Australien würden einige allein wegen der dortigen Schlangen und Spinnen gar nicht erst wagen.

Zur Story