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Es gibt viele Menschen, die dafür sorgen, dass wir besinnliche Weihnachten feiern können. (Symbolbild) Bild: Getty Images

6 Menschen, die zur Weihnachtszeit Gutes tun

watson redaktion

Weihnachten bedeutet für viele Menschen nicht nur das Fest der Liebe: Für einige ist es die Zeit, in der sie besonders unter Einsamkeit, Armut oder Kälte leiden. Dagegen setzen sich viele Helfer ein.

Diese Helfer sind natürlich nicht nur in der Weihnachtszeit aktiv. Wir wollen die besinnliche Jahreszeit allerdings nutzen, um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen: Die letzten Tage vor Weihnachten, inklusive Heiligabend selbst, hat watson deswegen jeden Tag einen Menschen oder eine Organisation vorgestellt, die sich zur Weihnachtszeit für andere einsetzen.

Hier sind ihre Geschichten – zum Nachlesen, Nachdenken und Inspirieren lassen.

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Bild: Getty Images / watson Montage

Tafel-Mitarbeiter: "Über Weihnachten Freiwillige zu bekommen, ist nicht einfach"

Gerade zu Weihnachten zeigt Armut oft ihr hässlichstes Gesicht: Während die einen sich mit den Verwandten darin messen, wer die meisten und teuersten Geschenke für seine Liebsten kauft, können die anderen sich nicht einmal ein gescheites Weihnachtsessen leisten.

Dafür gibt es die Tafel. Im Interview mit watson spricht Harald Prokosch von der Hamburger Tafel e.V. über seine Arbeit und welche Herausforderungen der Verein zur Weihnachtszeit meistern muss:

"Über die Weihnachtstage Freiwillige zu bekommen, ist nicht so einfach. Weihnachten ist schließlich ein Familienfest, das auch die Mitarbeiter der Tafel mit ihren Angehörigen verbringen möchten. (...) Generell ist die Tafel an Tagen wie Weihnachten aber ganz anderen Herausforderungen ausgesetzt, als einem Mangel von freiwilligen Helfern."

Harald Prokosch

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Kältebus-Helfer: "Wenige Minuten können über Leben und Tod entscheiden"

Als 1994 ein Obdachloser auf den Straßen Berlins erfror, riefen Ulrich Neugebauer, Gunnar Fiedler und Karen Holzinger den Kältebus ins Leben. Ihre ersten Fahrten machten sie in einem privaten Auto. Kurz darauf sammelten sie Spenden für bessere Fahrzeuge. Heute, 25 Jahre später, besitzt das Kältebus-Team drei Fahrzeuge. Zwei Minibusse und ein Ambulanzfahrzeug. Das steuert Matthias Spreemann.

Watson hat Spreemann bei einer Fahrt im Kältebus begleitet – Diese Geschichte hat unser Autor erlebt:

"Der nächste Fahrgast soll laut Anrufer im Rollstuhl sitzen. Spreemann überlegt. In Berlin kommen nur drei Unterkünfte für Rollstuhlfahrer infrage. Insgesamt 15 Betten stehen zur Verfügung. 'Zu wenig', sagt Spreemann. Sein Kollege nickt. Jeden Abend melden sich viele Rollstuhlfahrer bei ihnen. Es kommt vor, dass sie jemanden nicht mitnehmen können."

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Wunschfahrten für Sterbenskranke: "Er wollte noch ein letztes Mal seine Eltern sehen"

Doris Wessels hilft sterbenskranken Menschen, ihre letzten Wünsche zu verwirklichen. Dafür engagiert sie sich ehrenamtlich beim Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes. Ihre erste Fahrt hatte die Krankenschwester am Nikolaustag. Bei watson berichtet sie von ihren Erfahrungen:

"Als ich unseren Fahrgast zum ersten Mal sah, konnte ich deutlich erkennen, wie krank und erschöpft er war. Sein Gesicht war eingefallen, seine Haut blass. In Hemd und Hose saß er auf seinem Pflegebett und schaute erwartungsvoll zu uns rüber."

Doris Wessels

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Hotline für Senioren: "Zur Weihnachtszeit wird die Einsamkeit unerträglich"

Eveline Harder ist 78 Jahre alt und nimmt kein Blatt vor den Mund. Deswegen spricht offen über ein Tabu-Thema, das die meisten verstummen lässt: Einsamkeit im Alter. Das Gefühl, allein zu sein, kennt sie selbst – und engagiert sich aus diesem Grund bei Silbernetz, einer kostenlosen Gesprächs-Hotline für Berliner Senioren.

Watson hat Eveline Harder und Silbernetz-Gründerin Elke Schilling im Silbernetz-Büro besucht.

"Zu Weihnachten wird die Einsamkeit unerträglich. Einige der Senioren gehen aus Einsamkeit früh ins Bett, wachen mitten in der Nacht auf und wissen nicht, was sie tun sollen."

Eveline Harder

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Welche Rolle Weihnachten für geflüchtete Jugendliche spielt

Vielen Menschen hierzulande ist es nicht möglich, Weihnachten so zu feiern, wie es die Mehrheitsgesellschaft vorlebt. Vielleicht, weil sie keine Familie haben oder die Familie weit entfernt lebt und der Weg dorthin versperrt ist, weil Krieg und Gewalt eine Rückkehr unmöglich machen.

Watson hat in der Vorweihnachtszeit eine Einrichtung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete besucht und wollte wissen, welche Rolle Weihnachten in einer Umgebung spielt, in der die Familie das gesamte Jahr über fehlt.

"Was den Jugendlichen auffalle, sei die Konsumorientierung von Weihnachten. 'Wir haben in der Einrichtung nur ein kleines Budget für Geschenke', sagt Betreuerin Sandra. 'Aber natürlich wollen auch unsere Jugendlichen etwa mit Markenklamotten gut ankommen – das können wir nur sehr begrenzt ermöglichen.'"

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Seine Idee war beliebter als Helene Fischer: So bringt Christian Tausende Fremde zusammen

Bei einer Umfrage gaben drei Prozent der Menschen an, Weihnachten alleine zu verbringen. Das versucht Christian Fein seit Jahren zu ändern.

Der 34-Jährige kam 2016 selbst in die Situation: Er hatte sich von seiner Frau getrennt und saß kurz vor Heiligabend allein zu Hause. Also brachte er Menschen in ähnlichen Situationen über das Hashtag #KeinerTwittertAllein auf Twitter zusammen, damit sie sich an Heiligabend austauschen konnten. Der Hashtag ließ in den Twitter-Trends sogar Helene Fischer und ihre Weihnachtsshow hinter sich.

"Das Weihnachtsfest beinhaltet einen großen Druck, weil sich jeder wünscht mit seinen Liebsten an einem gemeinsamen Tisch zu sitzen und man das Gefühl hat, dass alle anderen Menschen nicht allein sind, sondern man nur selbst. Das stimmt natürlich nicht."

Christian Fein

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Danke an alle, die zu Weihnachten helfen

Den Helfern, die wir hier vorgestellt haben – und auch allen anderen, mit denen wir nicht gesprochen haben und die Gutes tun: ein großes Danke! Nicht nur dafür, dass ihr an Weihnachten anderen Menschen helft – sondern das ganze Jahr lang.

Watson wünscht frohe Weihnachten!

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