Der Einrichtungskonzern probiert neue Konzepte aus
Der Einrichtungskonzern probiert neue Konzepte aus
Bild: dpa / Patrick Pleul

Ikea testet völlig neues Store-Konzept: Was sich in den Läden bald ändern könnte

19.08.2021, 18:07

Der schwedische Möbelkonzern Ikea plant ein neues Ladenkonzept. Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, soll – zunächst versuchsweise an nur einem Ort – der typische Rundgang entfallen und stattdessen etwas entstehen, das Ikea "Home Experience of Tomorrow" nennt. Dabei sollen "emotionale und ermutigende Kundenerlebnisse" im Mittelpunkt stehen.

Bild: Costfoto / Xing Yun / Costfoto

Der traditionelle Ikea-Aufbau mit der Laufstrecke durch simulierte Wohnräume soll demnach ersetzt werden mit einer Mischung aus offenen Räumen, in denen Kunden miteinander in Kontakt treten können, und Rückzugsorten, wo sich erholen können sollen. Dem Bericht zufolge soll es in sogenannten "Community Hubs" Workshops zu Themen wie Kreislaufwirtschaft, nachhaltigem Wohnen und Einrichtungstrends geben. Auch Erfahrung und Wissen, etwa zu Reparaturen von Gegenständen, soll hier mit anderen geteilt werden können.

Darüber hinaus soll es ein Sendezentrum geben, wo Angestellte zusammen mit Influencern Inhalte produzieren sollen. Das Ganze klingt also eher nach modernem Event-Zentrum statt Einkaufsladen – und so ist es auch gedacht. Natürlich trotzdem, um Menschen zum Einkaufen bei Ikea zu bewegen.

Bild: Costfoto / Xing Yun / Costfoto

Die neue Ladenidee wird nun als erstes im chinesischen Shanghai an getestet. Anna Pawlak-Kuliga, die Landesgeschäftsführerin und Nachhaltigkeitsbeauftragte für Ikea in China, sagt dazu: "Die Menschen haben höhere Ansprüche an ihr Zuhause und ein größeres Bedürfnis, zur sozialen Gemeinschaft zu gehören." Mit der Einführung des neuen Konzeptes hoffe sie, "die Verbraucher weiterhin zu einem sinnvollen Leben zu Hause sowie außerhalb des eigenen Heims zu inspirieren".

In Europa soll das Konzept in diesem Jahr auch in London und Wien starten.

(drob)

watson-Story

"Erschöpft, aber unheimlich erleichtert": Helfer berichtet von der Stimmung unter afghanischen Geflüchteten

An einem Freitag um 4.30 Uhr endete die lange Flucht der ersten rund 60 afghanischen Ortskräfte, die Deutschland aus Afghanistan evakuierte, in Brandenburg. Bilder zeigen die Menschen im nächtlichen Dunkel des 20. Augusts, wie sie erschöpft und mit nur wenigen Habseligkeiten in der Erstaufnahmeeinrichtung einziehen. Inzwischen leben hier, in Doberlug-Kirchhain, 263 gerettete Menschen aus Afghanistan.

Sie und ihre Kinder sind vorerst sicher. Doch zahlreiche Menschen konnten nicht mehr aus …

Artikel lesen
Link zum Artikel