Beim bestellen kein Plastik mehr verbrauchen? In Berlin testet Lieferando jetzt eine Lösung dafür.
Beim bestellen kein Plastik mehr verbrauchen? In Berlin testet Lieferando jetzt eine Lösung dafür.Bild: IMAGO / Bildgehege

Plastikmüll durch Lieferdienste: Wie Lieferando künftig nachhaltiger sein will

17.09.2021, 15:3708.10.2021, 14:49

Pattformen für Essenslieferungen sind in Zeiten des Lockdowns beliebt geworden. Ein häufig genannter Kritikpunkt an Bringdiensten wie Wolt oder Lieferando ist der hohe Plastikverbrauch. Obwohl viele Restaurants ihre Gerichte mittlerweile in Papiertüten verschicken, sind besonders die Verpackungen noch häufig aus Plastik oder Aluminium.

Lieferando testet Mehrweg-Liefersystem

Lieferando setzt an diesem Punkt an und testet in Berlin Mehrweg-Liefersystem, das Einmal-Verpackungen durch wiederverwendbare ersetzen soll. Dafür kooperiert der Marktplatz für Essensbestellungen mit dem Mehrwegsystem Rebowl.

Wie Lieferando mitteilt, soll das Pilotprojekt zunächst mehrere Monate laufen. 30 Berliner Restaurants nehmen an der Testphase teil. "2019 haben wir Einwegplastik aus unserem Webshop für Gastronomen verbannt. Nun erleichtern wir esihnen gemeinsam mit Rebowl, ihre Kunden in wiederverwendbaren Schalen zu beliefern und sichdamit besonders nachhaltig zu positionieren", heißt es vonseiten des Unternehmens.

Eine Umstellung auf wiederverwendbare Verpackungen ist großflächig nur mit einem "zirkulären System" für Verbraucher und Gastronomen umsetzbar, "in dem sie geeignete Mehrwegbehälter einfach leihen und zurückgegeben können", erklärt Lieferando-Geschäftsführerin Katharina Hauke. Dafür habe man mit Rebowl "den perfekten Partner".

In der Lieferando App selbst soll demnach die Möglichkeit vorgesehen sein, die Rebowl-Verpackung zu bestellen. Die Schalen können bei allen Rebowl-Partnern abgegeben werden.

(vdv)

Autobahn aus gebrauchtem Altpapier: Spanien startet umweltfreundliches Straßenbauprojekt

Nach Angaben des Marktforschungsportals Statista misst das deutsche Autobahnnetz 2020 an die 13.200 Kilometer. Nur das Autobahnnetz Spaniens übertrifft das noch, mit einer Gesamtlänge an betonierten Straßen von 15.300 Kilometern. Diese hohen Kilometerwerte bedeuten im Umkehrschluss, dass viel Fläche unter einer dicken Zementdecke verschwindet, um Autos oder Lastkraftwagen den Weg zu ebnen. Um dem umweltfreundlich entgegenzuwirken, wird in Spanien aktuell an einer Autobahn aus verbranntem Recyclingpapier gebaut. Das Pilotprojekt "Paperchain" ist damit nicht nur ein klimafreundlicherer Baustoff als Zement, sondern senkt auch die CO2 -Emissionen um 75 Prozent.

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