Nachhaltigkeit
Good News

Supermarkt: Aldi kündigt ab 2024 wichtige Änderung bei Milch an

Eingang ALDI Süd, Einzelhandelskette, Lebensmittelladen, Logo auf Schild, blaue Stunde, Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland Einzelhandel *** Entrance ALDI South, retail chain, grocery store, l ...
Aldi krempelt sein Sortiment um.Bild: IMAGO/Michael Weber
Good News

Supermarkt: Aldi kündigt ab 2024 wichtige Änderung bei Milch an

07.08.2023, 12:38
Mehr «Nachhaltigkeit»

Viele Discounter und Supermärkte haben sich bestimmte Umweltziele gesetzt, um das Klima zu schonen, CO₂ einzusparen oder die Haltung von Nutztieren zu verbessern. So hat Rewe kürzlich gedruckte Werbeprospekte verbannt, Lidl bietet mehr Fleischalternativen an und Aldi verbannt Billig-Fleisch aus seinem Sortiment.

Nun geht der größte Discounter Deutschlands noch einen Schritt weiter – und das deutlich früher, als bisher geplant.

Discounter Aldi ändert Umweltziele deutlich

Ursprünglich hatte sich Aldi vorgenommen, bis 2030 ausschließlich Frischfleisch, Trinkmilch und gekühlte Fleisch- und Wurstwaren aus den höheren Haltungsformen 3 und 4 anzubieten.

Aktuell bezieht der Discounter rund 20 Prozent des Frischfleisches und 60 Prozent der Milch aus den höheren Haltungsformen. Das soll sich aber jetzt ändern, vor allem bei der Milch. Denn, die Nachfrage steigt – und darauf will Aldi reagieren.

Wie Aldi in einer Pressemitteilung am Montag verkündet, will das Unternehmen bereits im Frühjahr 2024 ausschließlich Milch aus den höheren Haltungsformen 3 und 4 in den Märkten anbieten. Diese Änderung gilt sowohl für Aldi Süd als auch für Aldi Nord.

Aldi Süd und Aldi Nord wollen ab 2024 nur noch Milch aus den höheren Haltungsstufen anbieten.
Aldi Süd und Aldi Nord wollen ab 2024 nur noch Milch aus den höheren Haltungsstufen anbieten.Bild: Unternehmensgruppe Aldi Süd

Das bedeutet: Bei der Trinkmilch erreichen die beiden Discounter dieses Ziel bereits sechs Jahre früher als ursprünglich geplant.

Wie erkenne ich die Haltungsform und was bedeutet sie?

Seit 2022 sind Milch-Produkte mit einer einheitlichen "Haltungsform"-Kennzeichnung ausgezeichnet. Sie soll Verbraucher:innen die Orientierung beim Einkauf erleichtern.

Die Kennzeichnung besteht aus vier Stufen. Dabei bietet 1 die schlechtesten und 4 die besten Tierhaltungsbedingungen. In die Bewertung geht beispielsweise ein, wie viel Platz die Tiere haben und ob sie Auslauf im Freien haben.

Geprüfte Qualität Lebensmittel Milch Weidemilch Kuhmilch Trinkmilch Molkereiprodukt Lebensmittel-Informationsverordnung Nährwertbewertung Nutri-Score-Emblem Nutri-Score Nutri-Score-Kennzeichnung Nährw ...
Die Haltungsform-Kennzeichnung soll Verbraucher:innen Orientierung beim Einkauf bieten.bild: IMAGO / teamwork

Die Milch, die künftig bei Aldi erhältlich sein wird, erfüllt die Kriterien der Haltungsformen 3 und 4. Diese bedeuten der Verbraucherzentrale zufolge jeweils:

  • Haltungsform 3: Die Kühe haben Kontakt mit dem Außenklima, zum Beispiel durch eine nach außen offene Stallseite oder einen ganzjährig nutzbaren Laufhof. Wenn beides nicht gegeben ist, muss den Tieren mindestens an 120 Tagen pro Jahr Weidegang gewährt werden. Außerdem sind ab Haltungsform 3 die Anbindehaltung verboten und Futter ohne Gentechnik vorgeschrieben.
  • Haltungsform 4: Alle Kühe haben tatsächlich Auslauf im Freien. Hier ist ein ganzjährig nutzbarer Laufhof und zusätzlicher Weidegang an mindestens 120 Tagen pro Jahr vorgeschrieben. Das Futter muss nicht nur gentechnikfrei sein, sondern auch überwiegend vom eigenen Betrieb oder aus der Region stammen.
Neu: dein Watson-Update
Jetzt nur auf Instagram: dein watson-Update! Hier findest du unseren Broadcast-Channel, in dem wir dich mit den watson-Highlights versorgen. Und zwar nur einmal pro Tag – kein Spam und kein Blabla, versprochen! Probiert es jetzt aus. Und folgt uns natürlich gerne hier auch auf Instagram.
Auto-Verkehr in deutschen Großstädten wird immer weniger

Die Verkehrswende ist in Sachen Klimaschutz ein wichtiger Aspekt. Schon lange hören wir, dass es weniger Verbrennermotoren auf den Straßen braucht, ein besseres Angebot an Bus- und Bahnverbindungen, sowie mehr und vor allem sichere Fahrradwege.

Zur Story