"Fridays for Future" soll ein geschützter Name werden.
"Fridays for Future" soll ein geschützter Name werden.Bild: ap

Greta Thunberg will Markenrechte an "Fridays for Future": "Leider müssen wir es tun"

29.01.2020, 17:2129.01.2020, 17:22

Greta Thunberg und ihre Familie wollen sich den Namen "Fridays for Future" offenbar als Marke schützen lassen. Ein enstprechender Antrag ging bereits im Dezember beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum ein. Antragstellerin ist eine Stiftung namens "Stiftelsen The Greta Thunberg and Beata Ernman Foundation".

Die Wochenzeitung "Die Zeit" hatte zuerst über den Antrag berichtet. Ein Sprecher Thunbergs sagte der Zeitung: "Das Ziel der Stiftung ist die Förderung ökologischer, klimatischer und sozialer Nachhaltigkeit, sowie psychischer Gesundheit." Sie sei ein wichtiges Mittel, um transparent Geld zu spenden.

Greta Thunberg reagiert: "Leider müssen wir es tun"

Greta Thunberg äußerte sich am Mittwochnachmittag auf Instagram zu dem Bericht und erklärte, was hinter der Markenrechte-Aktion steckt. Ein Auszug aus ihrem Statement im Wortlaut:

"Mein Name und die Fridays-for-Future-Bewegung werden ohne jegliche Zustimmung ständig für kommerzielle Zwecke verwendet. Dies geschieht zum Beispiel beim Marketing, beim Verkauf von Produkten und beim Sammeln von Geld im Namen meiner und der Bewegung. Aus diesem Grund habe ich mich angemeldet, um meinen Namen, 'Fridays For Future', 'Skolstrejk för klimatet' usw. als Marken zu registrieren. Diese Aktion dient dem Schutz der Bewegung und ihrer Aktivitäten."

Greta versicherte, dass weder sie noch andere Aktivisten finanzielles Interesse an der Marke hätten. "Aber leider muss es gemacht werden. Fridays for Future ist ist eine globale Bewegung, die von mir gegründet wurde. Es gehört jedem, der daran teilnimmt, vor allem den jungen Leuten. Es darf und darf nicht für individuelle oder kommerzielle Zwecke verwendet werden."

Hier der ganze Instagram-Post von Greta:

Greta verkündet, dass sie eine Stiftung gründet

Außerdem kündigte Greta an, gemeinsam mit ihrer Familie eine Stiftung zu gründen, die bereits registriert sei. Diese sei "streng gemeinnützig" und werde "nur benötigt, um mit Geld (Lizenzgebühren, Spenden, Preisgeld usw.) auf völlig transparente Weise umzugehen", schrieb die Klimaaktivistin. "Ziel der Stiftung ist es, die ökologische, klimatische und soziale Nachhaltigkeit sowie die psychische Gesundheit zu fördern. "

Auch ein zweiter Antrag soll den Namen schützen

Neben Greta und ihrer Familie versucht auch die Umweltaktivistin Janine O'Keeffe, bestimmte Produkte unter dem Namen "Fridays for Future" markenrechtlich schützen zu lassen. Dabei handelt es sich unter anderem um Rucksäcke und Mützen.

O'Keeffe sagte der "Zeit": "Es gibt keine Absicht, daraus Geld zu machen." Sie wolle mit dem Antrag den Namen "Fridays for Future" vor Missbrauch schützen lassen.

O'Keeffe ist eine Elektroingenieurin, die den Social-Media-Auftritt von "Fridays for Future" mitbetreut und unter anderem über die Website fridaysforfuture.org Öffentlichkeitsarbeit für die Bewegung betreibt.

(pcl)

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