Durch die im Koalitionsvertrag festgehaltenen Klimaschutzmaßnahmen entstehen auch viele neue Arbeitsplätze, prognostiziert eine neue Studie.
Durch die im Koalitionsvertrag festgehaltenen Klimaschutzmaßnahmen entstehen auch viele neue Arbeitsplätze, prognostiziert eine neue Studie. Bild: Fotostand / Fotostand / K. Schmitt
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Studie: Wirtschaft und Arbeitsmarkt profitieren von Klimavorhaben der Ampel

18.03.2022, 11:13

Die Vorhaben der Ampelkoalition zum Klimaschutz und sozialen Wohnungsbau kurbeln auch die Wirtschaft an und sorgen so für viele neue Jobs. Zu diesem Schluss kam das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer Studie. Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2030 um rund 1,2 Prozent höher liegen als ohne die Klimaschutzmaßnahmen. Außerdem werden ab 2025 etwa 400.000 zusätzliche Erwerbstätige benötigt.

Für die Studie hatten die Fachleute auf Basis von Modellrechnungen zwei Szenarien simuliert und verglichen: ein Szenario ohne und eins mit den Maßnahmen des Koalitionsvertrags zum Klimaschutz und Wohnungsbau. Dazu zählen etwa die Erhöhung des E-Auto-Anteils und der Wasserstoffproduktion, der Bau von zusätzlichen 100.000 Wohnungen pro Jahr, die Abschaffung der EEG-Umlage, der höhere Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix, der Ausbau des Ökolandbaus sowie der Austausch von Gasheizungen.

Fachkräftemangel könnte Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen erschweren

"Die Ergebnisse zeigen, dass die Maßnahmen bis 2030 positive ökonomische Impulse erzeugen", schreiben die Autorinnen und Autoren der Studie. Auch für den Arbeitsmarkt zeigten sich positive Wirkungen. "Die klimapolitische Wende ist möglich, ohne in Summe Beschäftigung zu verlieren", so der IAB-Ökonom Enzo Weber.

Allerdings könnte ein möglicher Fachkräftemangel die Umsetzung der ambitionierten Ziele erschweren. Bereits heute gibt es in vielen Schlüsselbereichen wie Bau, Handwerk und Energietechnik Engpässe. "Fachkräftesicherung ist deshalb klimapolitisch zentral", betonte Weber. "Zusätzliche Bedeutung erhält das angesichts der besonderen Dringlichkeit des Ersatzes fossiler Energieträger infolge des Ukraine-Kriegs."

(joe/dpa)

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