Cuvier's beaked whale (Ziphius cavirostris), in the Gulf of Genoa, Ligurian Sea.

Bislang sind 23 Arten des Schnabelwals bekannt. Einige von ihnen wurden allerdings noch nie lebend gesehen. Bild: iStockphoto / HeitiPaves

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Forscher gehen merkwürdigen Lauten nach – und entdecken neue Walart

Nördlich der mexikanischen San-Benito-Inseln vernehmen Forscher merkwürdige Laute. Seltsam klingen sie, anders als alles, was die Wissenschaftler je zuvor gehört haben. Sie gehen der Sache auf den Grund und fahren aufs offene Meer hinaus. An einem Morgen im November tauchen plötzlich drei Wale neben ihrem Boot auf – die den Experten gänzlich unbekannt sind. Sie haben damit nicht nur das Rätsel um die fremdartigen Geräusche gehört, sondern offenbar auch noch eine neue Walart entdeckt.

Die Meeresbiologen der US-amerikanischen Naturschutzorganisation Sea Shepherd Conservation Society filmten die Tiere und ihren Gesang und nahmen Gewebeproben. Auch wenn die letzten Tests noch ausstehen, sind sie laut einer Mitteilung überzeugt, eine neue Art des Schnabelwals entdeckt zu haben. Denn nicht nur die Rufe der nun entdeckten Wale unterscheidet sich von denen anderer Schnabelwale, auch ihre Zähne sind anders angeordnet.

"Wir haben etwas Neues gesehen. Etwas, was wir in dieser Region nicht erwartet hatten. Etwas, das weder visuell noch akustisch mit etwas Bekanntem übereinstimmte", schreibt der beteiligte Walforscher Jay Barlow.

"Es läuft mir eiskalt den Rücken herunter, wenn ich daran denke, dass wir das erreicht haben könnten, von dem die meisten Menschen sagen würden, dass es absolut unmöglich ist: Eine große Säugetierart auf dieser Erde zu entdecken, die der Wissenschaft völlig unbekannt ist."

Viele Arten noch nie lebend gesehen

Über die bereits bekannten Arten des Schnabelwals – 23 an der Zahl – ist relativ wenig bekannt, verwunderlich ist das aber nicht. Die Säugetiere schwimmen normalerweise in rund 1000 Metern Tiefe. Viele Arten wurden noch nie lebend gesehen und nur anhand von an den Strand gespülten Kadavern identifiziert.

"Sea Shepherd ist davon überzeugt, dass Wissenschaft eine wichtige Rolle für Schutzmaßnahmen spielt. Um etwas wirklich zu beschützen, musst du es lieben, und du kannst nichts lieben, was du nicht kennst", schreibt Peter Hammarstedt, Kampagnenleiter bei Sea Shepherd. "Die Entdeckung einer neuen Spezies des Schnabelwals zeigt, wie viele Geheimnisse es noch zu enthüllen gibt in den Ozeanen, die unsere Kapitäne, Beatzungen und Forschungspartner kämpfen."

(ftk)

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