Nachhaltigkeit
Two Jar of refreshing dietary water with cucumber and with metal straws on wooden table on neutral background. Concept detox drink. Copy space.

Schilf, Nudelteig, Metall, Glas, Papier: Inzwischen gibt es zahlreiche Alternativen zum Plastikstrohhalm. Bild: iStockphoto / Alexthq

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Schilf-Strohhalme und essbare Löffel: Das sind die Alternativen zu Einweg-Plastik

Strohhalme, Besteck, Teller, Becher, Wattestäbchen, Warmhalteboxen: Das alles ist bald verboten, zumindest in der Variante aus Plastik. Ab dem 3. Juli 2021 ist der Verkauf von Einwegplastik eine Ordnungswidrigkeit. So hat es die EU bereits beschlossen und nun auch das deutsche Kabinett abgestimmt. Wer sich nicht daran hält, muss künftig eine Strafe zahlen.

Dabei ist Einwegplastik zurzeit noch weit verbreitet, ob beim Picknick im Park, beim spontanen Essen zum Mitnehmen oder beim Cocktailschlürfen am Strand. Doch es gibt zum Glück nachhaltige Alternativen zu Plastikstrohhalmen und Styroporboxen. Welche das sind, haben wir hier für euch zusammengetragen:

Essbares Besteck

Beim Picknick im Park oder einem Eisbecher to go ist es mehr oder weniger unmöglich, komplett auf Besteck zu verzichten. Wie praktisch, wenn man dieses nach der Benutzung gleich mitessen kann – und so keinerlei Abfall anfällt. Bei den Löffeln von Kulero funktioniert das jedenfalls. Sie sind vegan, schmecken nach Kakao oder Minze und bestehen aus natürlichen Inhaltsstoffen. Watson hat sie bereits getestet und festgestellt: Die Löffel halten einiges aus – und schmecken wie ein fester Keks.

Kompostierbares Geschirr

Nicht essbar aber immerhin kompostierbar ist Geschirr aus natürlichen Rohstoffen – und die können ganz schön vielfältig sein. So gibt es beispielsweise Einweg-Geschirr aus abgefallenen Palmblättern, aus Zuckerrohr oder aus Mais- und Kartoffelstärke. Sie alle sollen biologisch abbaubar sein – hier lohnt es sich auf das Zertifikat der europäischen Norm für kompostierbare Verpackungen EN-13432 zu achten. Sie garantiert, dass die Produkte in industriellen Kompostierungsanlagen bei optimalen Bedingungen – also bei 60 °C und 95 Prozent Luftfeuchtigkeit – innerhalb von 45 bis 60 Tagen vollständig abgebaut werden. Im eigenen Garten dürfte das aber deutlich länger dauern.

Vorsicht geboten ist bei Geschirr oder Bechern aus Bambus. Denn die sind oft nicht so umweltfreundlich, wie sie es gerne wären: Viele von ihnen bestehen zu einem großen Teil aus Kunststoff. Zudem kritisiert Stiftung Warentest, dass bei mehr als der Hälfte der getesteten Bambus-Becher sehr hohe Mengen von potenziell gesundheitsgefährdendem Melamin ins Getränk übergehen und rät deshalb: Finger weg von Bambusbechern!

Strohhalme aus Schilf

Die Erkenntnis, dass es auch ohne Plastik-Strohhalme geht, hat sich schon vor dem Verbot immer mehr durchgesetzt. Schließlich gibt es haufenweise Alternativen aus umweltfreundlicheren Materialien. Da gibt es die Strohhalme aus Papier, die allerdings mit der Zeit aufweichen und nach einmaliger Benutzung weggeworfen werden müssen. Und da gibt es Strohhalme aus Metall, aus Glas, Nudelteig, Bambus oder Schilf – die zumindest teilweise mehrfach verwendet werden können. Und wenn wir ehrlich sind: So ein Strohhalm sieht zwar nett aus, in der Regel lässt es sich aber auch gut ganz auf ihn verzichten.

Plastik-Alternative aus Zucker

Ein Plastik-Doppelgänger aus Zucker? Die Niederländer zeigen, dass das geht. Dort werden schon seit 2018 Folien, Tüten und Schalen hergestellt, die wie Plastik aussehen, tatsächlich aber aus Milchsäure und Zucker bestehen. Die sollen genauso luftdicht verpacken wie echtes Plastik, nach sechs bis zwölf Wochen aber wieder abgebaut sein, sagt der Hersteller im RTL-Interview. Der Haken: In Deutschland ist das Bio-Plastik noch nicht zugelassen.

To-Go-Boxen zum Ausleihen

Noch besser als auf nachhaltigere Einweg-Produkte zu setzen, die letztendlich aber auch in der Tonne landen, ist es natürlich, Mehrwegbehälter zu benutzen. Aber nicht immer, wenn wir uns spontan ein Thai-Curry to go holen, haben wir einen passenden Behälter dabei. Mehrere Start-ups haben deshalb ein Pfandsystem für Mehrwegboxen entwickelt. Unter anderem gibt es bereits in einzelnen Restaurants in Berlin, München und Köln gegen eine Pfandgebühr eine Mehrwegbox zum Essen obendrauf.

(ftk)

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