Wer den Klimawandel leugnet, soll nicht mehr durch Werbeeinnahmen auf Google oder Youtube zu Geld kommen.
Wer den Klimawandel leugnet, soll nicht mehr durch Werbeeinnahmen auf Google oder Youtube zu Geld kommen.Bild: www.imago-images.de / Artur Widak
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Google und Youtube schließen Klimawandel-Leugner von Einnahmen aus

15.10.2021, 12:23

Google und Youtube schließen Inhalte von Werbeeinnahmen aus, die den menschengemachten Klimawandel leugnen. Rund um Inhalte, die "dem fundierten Konsens rund um die Existenz und die Gründe des Klimawandels widersprechen", dürften keine Werbeanzeigen mehr geschaltet werden, teilte der Google-Konzern vergangenen Donnerstag mit. Auch auf andere Weise, etwa durch Bezahlung von Inhalten, solle mit solchen Falschinformationen kein Geld mehr verdient werden.

Die neue Regelung richtet sich nach Konzernangaben etwa gegen Behauptungen, dass es sich bei Angaben zum Klimawandel um Betrug handele. Auch die Leugnung der Erderwärmung und des Anteils der Menschheit an dieser Entwicklung soll demnach sanktioniert werden.

"Werbekunden wollen ihre Werbung einfach nicht neben solchen Inhalten sehen", erklärte Google seine Entscheidung, das die Nummer eins bei Werbung im Internet ist. Der Ausschluss von Leugnern des Klimawandels von Einnahmen steht laut Google auch im Zusammenhang mit seinen eigenen Bemühungen, nachhaltiger zu werden und so zum Kampf gegen die Erderwärmung beizutragen.

Forderung: Andere Plattformen sollen nachziehen

Die "wichtige Entscheidung" von Google, Produzenten von Klima-Falschinformationen den Geldhahn zuzudrehen, könne "eine Wende einleiten bei der Klima-Leugner-Industrie", erklärte der Kampagnenleiter der Nichtregierungsorganisation Avaaz, Fadi Quran. Drei Wochen vor der UN-Klimakonferenz in Glasgow hätten Fake News zum Klimawandel Hochkonjunktur.

"Jahrelang haben Klima-Falschinformationen die öffentliche Meinung verwirrt und politisches Handeln gegen den Klimawandel behindert, und Youtube war die Waffe ihrer Wahl", kritisierte Quran. Er forderte andere Online-Plattformen wie Facebook auf, es Google und dessen Videoportal gleichzutun.

(sb/afp)

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