Eine dichte Bewaldung und gute Bewässerungssysteme: Das verspricht der neue Aktionsplan der Mongolei zum Klimaschutz (Symbolbild).
Eine dichte Bewaldung und gute Bewässerungssysteme: Das verspricht der neue Aktionsplan der Mongolei zum Klimaschutz (Symbolbild).
Bild: iStockphoto / kav38
Gute Nachricht

Aktionsplan gegen Klimawandel: Mongolei will eine Milliarde Bäume pflanzen

11.10.2021, 12:0311.10.2021, 19:24

Eine Milliarde Bäume sollen in der Mongolei gepflanzt werden. Das kündigte Präsident Uchnaagiin Chürelsüch in der vergangenen Woche an. Die Maßnahme ist Teil eines Aktionsplans, der Abhilfe beziehungsweise eine Linderung beim Klimawandel schaffen soll. Dafür sollen bis zum Jahr 2030 eine Milliarde Bäume gepflanzt werden. Der Bau von Brunnen und Bewässerungsanlagen ergänzt den Aktionsplan, um eine Wüstenbildung der Böden vorzubeugen.

Mit der Aktion setzt sich die Mongolei das Ziel, den Treibhausgasausstoß um 600.000 Tonnen zu verringern. Zudem wird an einem rechtlichen Rahmen gearbeitet, der es erlaubt, jährlich mindestens ein Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) für den Klimaschutz auszugeben.

Die Böden in der Mongolei laufen Gefahr, auszutrocknen und zur Wüste zu werden

Die Mongolei ist mit drei Millionen Einwohnern und zwei Einwohnern pro Quadratkilometer der Staat der Welt, der am dünnsten besiedelt ist. Mehr als Dreiviertel des Staates sind von Desertifikation betroffen. Das bedeutet, dass die Böden austrocknen und zu Wüste werden. Dieser Umstand macht den erstellten Aktionsplan dringend notwendig.

Bäume können neben den Wassersystemen, die vor dem Austrockenen schützen, die Bodenerosion verlangsamen. Sie halten Feuchtigkeit im Boden und binden Stickstoff. Da Bäume nicht nur für Sauerstoff sorgen, sondern auch das Treibhausgas CO2 binden, spielen sie eine relevante Rolle bei der Verlangsamung des Klimawandels.

Eine solche Aufforstung benötigt viel Wasser. Die Bodenbeschaffenheit in der Mongolei ist von Natur aus bereits so trocken, dass kaum Ackerbau betrieben werden kann. So gibt es vorwiegend Steppen mit wenig Graslandschaft, Berge sowie die Wüste Gobi im Süden des Landes. Die zukünftige Aufgabe des Landes: Die Aufforstung muss gelingen, ohne den Wasserverbrauch zu stark in die Höhe zu treiben.

(lmk)

Exklusiv

"Durch und durch weiß": Was an Rassismus-Vorwürfen gegen Fridays for Future dran ist

Die Diskussion um Rassismus in der Gesellschaft berührt in Deutschland auch Fridays for Future. Der Klimaschutzbewegung wird in diesen Wochen vorgeworfen, sie habe ein Rassismusproblem. Wir haben mit allen Beteiligten gesprochen und analysieren, was dahinter steckt, wie berechtigt die Vorwürfe sind – und was die Klimaschützer jetzt tun wollen.

Es war ein Foto, schon wieder. 20. Mai 2020: Vor dem Steinkohlekraftwerk Datteln IV, das wenige Tage später in Betrieb gehen wird, protestieren …

Artikel lesen
Link zum Artikel