Wie stark sich die Feuer ausbreiten, lässt sich auf der Karte des DLR erkennen.
Wie stark sich die Feuer ausbreiten, lässt sich auf der Karte des DLR erkennen. bild: dlr
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Waldbrände: Online-Service macht Feuer-Überwachung einfacher

25.08.2022, 11:58

Waldbrände werden in Deutschland immer häufiger und heftiger. Erst im Juli hat in Brandenburg eine Fläche von insgesamt 400 Hektar gebrannt. Somidh Saha vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sagt gegenüber der dpa, Deutschland sei jetzt ein "Waldbrandland".

Forschende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben jetzt einen Online-Service entwickelt, über den sich Vegetationsbrände via Satellit tagesaktuell und im zeitlichen Verlauf beobachten lassen. Die Satellitendaten helfen dabei, das Ausmaß der Feuer zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen so schnell wie möglich ergreifen zu können.

Der Online-Dienst "ZKI Fire Monitoring System" ist kostenfrei und bezieht seine Daten von den beiden Sentinel-3-Satelliten, die mit unterschiedlichen Instrumenten zur Beobachtung der Land- und Ozeanoberflächen ausgestattet sind. Über ihre optischen Systeme erfassen sie die Erdoberfläche mit einer Bodenauflösung von etwa 300 Metern.

Außerdem wertet das DLR für das System Informationen der beiden NASA-Satelliten Aqua und Terra aus, die diese mehrmals täglich an Empfangsstationen entsenden. Die Forschenden verfeinern die Daten kontinuierlich und prüfen sie immer wieder nach.

Alle Brände seit 2016 wurden analysiert

"Wir können nicht nur sagen, wo es gebrannt hat, sondern auch, wie sehr die Vegetation betroffen ist", erläutert Gruppenleiter Torsten Riedlinger vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) die Vorteile der Plattform gegenüber "Heise". "Dies ist unter anderem für die Abschätzung der entstandenen Emissionen wichtig."

Die Wissenschaftler:innen haben nachträglich alle Brände in Europa seit 2016 analysiert. Sie haben herausgefunden, dass sich die meisten Brände nicht im Wald, sondern auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ereigneten.

(sb)

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