Mitarbeiter verfolgen im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in einem Kontrollzentrum den Start des Umweltsatelliten EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program). EnMAP startet an Bo ...
Mitarbeiter verfolgen im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in einem Kontrollzentrum den Start des Umweltsatelliten EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program).Bild: dpa / Sven Hoppe
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Erster Umweltsatellit hilft beim Management von Naturkatastrophen

08.04.2022, 12:2631.05.2022, 17:56

Der Klimawandel verstärkt das Ausmaß und die Häufigkeit von Naturkatastrophen. Damit bedrohliche Umweltereignisse wie die Überschwemmung im Ahrtal zukünftig weniger verheerend sind, leistet ein Satellit jetzt Abhilfe: Wissenschaft und Behörden liefert er wichtige Informationen, um Naturkatastrophen früher zu erkennen und ein besseres Krisenmanagement zu etablieren.

Der deutsche Umweltsatellit "EnMap" wird nun nach 20 Jahren der Planung und Entwicklung die Erde von oben untersuchen: Er startete am 1. April 2022 an Bord einer US-amerikanischen Falcon-9-Rakete vom Kennedy Space Center der NASA in Florida ins All. Von hier soll er in den nächsten fünf Jahren die Wasserqualität von Seen kontrollieren, die Mineralien in Böden ermitteln, sowie Nährstoffmangel und Schädlingsbefall bei Pflanzen aus der Ferne erkennen.

"EnMap" analysiert die Qualität der Böden

Bei "EnMap" handelt es sich um einen Hyperspektralsatelliten, der besonders exakt Farbspektren wahrnehmen kann. Er kann die Welt in 242 Farbtönen erkennen und so sogar Farben des für das menschliche Auge nicht erkennbaren Infrarotbereichs wahrnehmen. Dadurch liefert er Wissenschaftlern und Behörden wichtige Informationen über die Beschaffenheit von Böden und Gewässern und kann im Krisenmanagement von Naturkatastrophen helfen.

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Der Umweltsatellit scannt und analysiert die Erdoberfläche und geben Auskunft über die Beschaffenheit der Böden.Bild: dpa / Hauke-Christian Dittrich

Die Vielfalt der Farbtöne, die "EnMap" erkennt, entsteht durch die Reflektion von einfallendem Sonnenlicht auf Pflanzen, Böden oder Gewässer. Der Satellit fängt die Reflektionen auf und zerlegt sie in die 242 Farbtöne. Dabei werden Sensoren angesprochen, die je nachdem, wie stark sie ausschlagen, Auskunft über die Beschaffenheit der Materialien am Boden geben.

Wichtige Innovation für die Klimaforschung

In einer Höhe von 650 Kilometern überfliegt der Satellit alle 27 Tage alle Regionen der Erde. Hierbei erkennt er, ob Pflanzen an Nährstoffmangel leiden, ob sie genug Wasser bekommen und wie sehr ihnen die Luftverschmutzung zusetzt. Genauso soll der Satellit auch frühzeitig Schädlingsbefall oder Wasserstress von Bäumen aus dem All entdecken können. Bei Gewässern wie Seen oder in Küstenregionen kann "EnMap" erkennen, wie es um die Schadstoffbelastung des Wassers bestellt ist oder ob es eine Belastung durch Algen und Schwebstoffe gibt. So erspart der Satellit das Entnehmen etlicher Proben.

(sp/ mit Material von dpa)

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