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Das Green-Building von Rewe vereint verschiedene nachhaltige Aspekte. bild: rewe-group.com

Supermarkt und Gewächshaus in einem: Rewe eröffnet Green Farming Markt

Im Ortsbezirk Erbenheim der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden hat ein neuer Pilotmarkt der Rewe-Gruppe eröffnet: Er soll durch und durch nachhaltig und der europaweit erste Supermarkt mit einer ressourcenschonenden Lebensmittelproduktion auf dem Dach sein. Sieht so der Supermarkt der Zukunft aus?

Insgesamt 1500 Quadratmeter groß ist der neue "Green Farming Markt", welcher sich bereits von außen durch seine Holzverkleidung und die gläserne Dachfarm von herkömmlichen Supermärkten unterscheidet. Holz bildet das Kernelement des neuen Designs: Es wurden rund 1100 Kubikmeter heimisches Nadelholz im neuen Markt verbaut, das einer Pressemitteilung zufolge über 700 Tonnen CO2 einspeichert.

"Mit dem Green Farming in Erbenheim leiten wir eine neue Generation grüner Märkte bei Rewe ein, denn Ganzheitlichkeit beim Thema Nachhaltigkeit schließt für uns nicht nur Sortimente, sondern auch die Bauweise und Betreibung ein. Hier ist ein in Deutschland und Europa einzigartiger Neubau entstanden, der Supermarkt, Basilikumfarm und Fischzucht unter seinem gläsernen Dach vereint – ein Green Building der neuesten Generation", sagt Peter Maly, Bereichsvorstand Rewe Group.

Auf der Dachfarm wird Basilikum mit Fischausscheidungen gedüngt

Besonders spannend: Auf der Dachfarm wachsen mittels Aquaponik zahlreiche Basilikumpflanzen, die mit den Ausscheidungen von Fischen gedüngt werden, welche ebenfalls vor Ort gezüchtet werden. Durch dieses Kreislaufsystem wird 90 Prozent weniger Wasser verbraucht als bei herkömmlicher Landwirtschaft.

Was bedeutet "Aquaponik"?

Aquaponik bezeichnet ein Verfahren, das Techniken der Aufzucht von Fischen in Aquakultur und der Kultivierung von Nutzpflanzen mittels Hydrokultur miteinander kombiniert. Zu den Vorreitern der Aquaponik in Deutschland zählt das Forschungsprojekt "Tomatenfisch" des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Wissenschaftler haben dort eine Pilotanlage entwickelt, in der sie Buntbarsche und Tomaten gemeinsam aufziehen.

Auch das Sortiment soll etwas grüner sein: Eine Unverpackt-Ecke lässt die Herzen von Öko-Fans höher schlagen und an zahlreichen Theken werden Produkte frisch vor den Augen der Besucher zubereitet. Vollkommen nachhaltig ist das Markt-Angebot jedoch nicht: Denn natürlich werden trotzdem Obst und Gemüse vom anderen Ende der Welt verkauft – und nicht nur aus der Region. Jürgen Scheider, Vorsitzender der Geschäftsleitung Rewe Region Mitte, ist trotzdem "ein bisschen stolz darauf", dass dieses Projekt in Zusammenarbeit mit über 100 regionalen und lokalen Lieferanten realisiert werden konnte.

(sb)

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