Das Biosphären-Siegel kann einen hohen Profit für Mensch und Natur bedeuten (Symbolbild).
Das Biosphären-Siegel kann einen hohen Profit für Mensch und Natur bedeuten (Symbolbild).
Bild: iStockphoto / Chan2545
Gute Nachricht

Für mehr Artenvielfalt: UNESCO erkennt 20 neue Biosphärenreservate an

23.09.2021, 11:2323.09.2021, 11:24

Die UNO-Wissenschafts- und Kulturorganisation UNESCO hat bekannt gegeben, dass 21 neue Länder in die Liste der UNESCO-Schutzgebiete aufgenommen wurden. Zum ersten Mal sind nun auch Reservate in Lesotho, Libyen und Saudi-Arabien benannt. Weitere nun anerkannte neue Reservate befinden sich in Frankreich, Italien, Spanien, Kanada und Russland. In Lesotho ist nun das Matseng-Reservat mit seinen seltenen Vogelarten aufgenommen, in Saudi-Arabien die Farasan-Inseln mit Tieren wie Gazellen und Reptilien und in Kanada die überfischte Küstenregion Howe Sound.

Die Bezeichnung Biosphärenreservat steht wortwörtlich dafür, den Lebensraum (Biosphäre) zu erhalten, beziehungsweise zu bewahren (von lateinisch: reservare). Lebensräume, die sich durch besondere Ökosysteme auszeichnen oder vulnerabel sind, gilt es demnach zu schützen. Seit 1976 werden von der UNESCO Landschaften ausgezeichnet, welche den Leitlinien des internationalen Programms "Der Mensch und die Biosphäre" entsprechen. Die Reservate tragen zum Erhalt von Artenvielfalt und Landschaften bei.

Farasan-Inseln in Saudi-Arabien

Bild: iStockphoto / Felix Friebe
"Biosphärenreservate stehen für einen Paradigmenwechsel: Naturschutz mit und durch den Menschen. Sie bieten Rahmen für langfristige Nachhaltigkeitsprozesse und halten eine Landschaft somit ›lebensfähig‹."
UNESCO

Beim Projekt der UNESCO-Biosphärenreservate geht es darum, die spezifischen Gebiete zu erhalten und eine wirtschaftliche und menschliche Entwicklung zu fördern, die ökologisch und sozial nachhaltig ist. Im Rahmen von Demonstrationsprojekten, Umweltausbildung und Umweltbeobachtungen spielen weltweiter, nationaler und regionaler Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Natur die primäre Rolle. Konkret kann damit zum Beispiel eine gift- und pestizidfreie Landwirtschaft gemeint sein.

Biosphärenreservate unterstehen der Nominierung durch nationale Regierungen. Aktuell machen die Reservate 5 Prozent der Erde aus. Das sind 727 Reservate in 131 Ländern. Jährlich kommen neue Gebiete dazu, um den Naturschutz weiter zu fördern.

(lmk)

Exklusiv

"Durch und durch weiß": Was an Rassismus-Vorwürfen gegen Fridays for Future dran ist

Die Diskussion um Rassismus in der Gesellschaft berührt in Deutschland auch Fridays for Future. Der Klimaschutzbewegung wird in diesen Wochen vorgeworfen, sie habe ein Rassismusproblem. Wir haben mit allen Beteiligten gesprochen und analysieren, was dahinter steckt, wie berechtigt die Vorwürfe sind – und was die Klimaschützer jetzt tun wollen.

Es war ein Foto, schon wieder. 20. Mai 2020: Vor dem Steinkohlekraftwerk Datteln IV, das wenige Tage später in Betrieb gehen wird, protestieren …

Artikel lesen
Link zum Artikel