Anders als zum Beispiel Rucola- und Alfalfasprossen wird Kresse nicht im Glas gezüchtet.
Anders als zum Beispiel Rucola- und Alfalfasprossen wird Kresse nicht im Glas gezüchtet.
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Gute Nachricht

Kresse, Rucola, Alfalfa: So ziehst du Sprossen einfach zu Hause selbst

13.01.2021, 11:1418.01.2021, 16:15

Es ist kalt und matschig draußen, die Sonne siehst du fast gar nicht mehr und deine Motivation ist im Keller. Manchmal ist der Winter echt anstrengend – umso wichtiger, gerade jetzt auf die eigene Ernährung zu achten und sich mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen einen Extra-Kick Energie zu holen.

Super leicht und ökologisch geht das mit Sprossen, die du zu Hause auf der eigenen Fensterbank ziehen kannst. Die kleinen Samenkörner sind wahre Wunder der Natur, schmecken frisch und beliefern dich mit zahlreichen Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweißen. Wenn du dich vegan ernährst oder es im Zuge des Veganuarys zumindest ausprobierst, sind die Sprossen für dich eine einfache Art, notwendige Nährstoffe zu bekommen.

Zutaten: Luft, Wasser, Licht und Zeit

Für die Sprossenzucht Zuhause braucht man eigentlich nichts weiter als ein sauberes Schraubglas mit luftdurchlässiger Abdeckung. Dazu kann man in den Deckel viele kleine Löcher bohren oder eine mit einem Gummiband festgezurrte Mullbinde anstatt des Deckels verwenden. Die Hauptsache ist, dass Luft an die Keimlinge kommt und das Wasser, mit denen du die Sprossen abspülst, abfließen kann. Außerdem sollte das Glas genug Tageslicht bekommen.

So sehen die Sprossen nach wenigen Tagen aus: Sie haben einen kleinen weißen Flaum gebildet.
So sehen die Sprossen nach wenigen Tagen aus: Sie haben einen kleinen weißen Flaum gebildet.
bild: privat

Natürlich kannst du auch spezielle Sprossengläser online oder in Biomärkten kaufen. Der Vorteil: Sie haben eine Halterung, die sie in eine schräge Position bringen. So kann das überschüssige Wasser abfließen und staut sich nicht an. Wenn du verschiedene Sorten gleichzeitig züchten willst, eignet sich auch ein Etagenglas oder Sprossenhaus.

Wenn du ein geeignetes Glas gefunden hast, brauchst du nur noch die Samen deiner Wahl. Es gibt zahlreiche Keimsaaten, die sich für die Zucht in den eigenen vier Wänden eignen: Alfalfa, Bockshornklee, Mungobohnen, Radieschen, Senfsaat, Rucola und Brokkoli sind nur eine Auswahl.

Sprossen ziehen in wenigen Schritten

Und so geht’s: Spüle einen Esslöffel Samen in einem Sieb gut durch und fülle sie in dein Keimglas. Bedecke sie dann mit der doppelten Menge Wasser und weiche sie ein – die Einweichzeit variiert je nach Samenmischung zwischen einer und acht Stunden. Gieß das Wasser ab und schraube den Deckel drauf. Stelle jetzt das Glas in Schrägstellung über Kopf auf einen Unterteller, damit das überflüssige Wasser abfließen kann.

Die Sprossen werden immer größer und fester.
Die Sprossen werden immer größer und fester.
bild: privat

Ab jetzt musst du das Glas nur noch zwei- bis dreimal täglich mit Wasser durchspülen und wieder zum Abtropfen aufstellen. Schon nach ein paar Tagen siehst du erste Ergebnisse und wirst schon bald leckere Sprossen ernten können – sie peppen sowohl deinen Salat als auch dein Frühstücksbrot auf! Die Sprossen lassen sich auch im Kühlschrank aufbewahren, allerdings nicht länger als zwei bis drei Tage. Du solltest sie also essen, solange sie frisch sind.

Wichtige Tipps und Hinweise

Beim Keimen entstehen, je nach Sorte, Faserwurzeln, die manchmal einen weißen Flaum bilden. Er mag vielleicht wie Schimmel aussehen, ist aber bei Radieschen und Rettich zum Beispiel völlig normal. Generell gilt: Vertraue deinen Sinnen. Wenn die Sprossen modrig riechen oder ihr Aussehen dich irritiert, starte lieber nochmal von vorn, anstatt ein unsicheres Lebensmittel zu genießen.

So sieht das tolle Endergebnis der Sprossenzucht aus! Auf dem Bild zu sehen sind Brokkoli-Sprossen.
So sieht das tolle Endergebnis der Sprossenzucht aus! Auf dem Bild zu sehen sind Brokkoli-Sprossen.
bild: privat

Wer ein geschwächtes Immunsystem hat, sollte bei den Sprossen auf Nummer sicher gehen und sie vor dem Verzehr blanchieren: Dafür legst du die Sprossen in ein Sieb, tauchst es für eine halbe Minute in einen Topf kochendes Wasser und spülst sie danach kalt ab. So werden etwaige beim Keimen entstandene gesundheitsschädliche Substanzen unschädlich gemacht.

Nach einem Durchgang des Sprossenzüchstens solltest du das Keimglas unbedingt heiß ausspülen und – wenn möglich – in den Geschirrspüler stellen.

Kresse braucht kein Sprossenglas

Der absolute Klassiker aus der Sprossenwelt ist die Gartenkresse. Viele von uns haben vielleicht bereits in der Grundschule das leicht scharfe Gewächs gezüchtet. Anders als ihre Kollegen, braucht die Kresse kein Sprossenglas, sondern lediglich Küchenpapier oder Watte. Streue die Kressekeime darüber und besprühe das Ganze einmal täglich mit Wasser. Schon nach wenigen Tagen ist die Kresse reif für die Ernte.

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