Das Projekt wurde bereits in Großbritannien erfolgreich umgesetzt.
Das Projekt wurde bereits in Großbritannien erfolgreich umgesetzt.bild: ubitricity
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Start-up baut Straßenlaternen in Ladestationen für E-Autos um

06.04.2022, 11:5006.04.2022, 11:52

Das Berliner Start-up Ubitricity baut insgesamt 200 Straßenlaternen in Ladestationen für Elektroautos um. Dafür hat das Start-up, welches seit 2021 zum Shell-Konzern gehört, einen Zuschlag vom Land Berlin bekommen. Im Rahmen des durch den Bund geförderten "Saubere Luft"-Projekts sollen schon im nächsten Quartal 200 Laternen in den Bezirken Steglitz, Zehlendorf und Marzahn-Hellersdorf umgebaut werden.

Ladestationen in Laternen als Platzsparer

Sie werden mit dem Ladepunkt "Heinz" ausgestattet, das Unternehmen für den deutschen Markt entwickelt hat. Mit einem dazu passenden Ladekabel können Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos dort Strom aus erneuerbaren Energien beziehen. Die Ladestationen werden durch das Einbauen in Laternen platzsparend in der Hauptstadt eingerichtet.

In Großbritannien hat Ubitricity ein ähnliches Projekt umgesetzt, nun soll es auch in Deutschland losgehen. Sollte es zu einer Bewilligung der bereits vom Land Berlin beantragten Projektverlängerung kommen, können bis zu 800 weitere Laternenladepunkte installiert werden.

Bessere Klimabilanz als herkömmliche Autos

Wie viele umweltschädliche Gase durch die Benutzung von E-Autos eingespart werden können, belegen zahlreiche Studien. Erst kürzlich hat eine Untersuchung der Universität der Bundeswehr München gezeigt, dass Elektroautos im Vergleich zu herkömmlichen Pkw über ihre gesamte Lebensdauer bis zu 89 Prozent weniger Emissionen verursachen – sie weisen damit die deutlich bessere Co2-Bilanz auf.

Damit mehr Menschen vom klassischen Pkw auf Elektroautos umsteigen, müssten allerdings auch deutschlandweit genügend Ladestationen vorhanden sein, um diese zu betreiben. Die zusätzlichen Ladestationen in den Straßenlaternen erweitern vorerst schonmal das bestehende Netz der Ladestationen in Berlin.

(sb)

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