Copenahgen /Denmark/01 OIctober 2022/ Americna chain fst food restaurant Burger king in danish capital. Photo. Francis Joseph Dean/Dean Pictures.
Die Fastfood-Kette Burger King macht einen Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit.Bild: www.imago-images.de / imago images
Nachhaltig leben

Burger King: Fastfood-Kette bringt Neuheit zum Plastiksparen in Filialen

16.12.2022, 16:25

Die Müllberge, die bei Fastfood-Ketten wie Burger King durch Burger-Kartons, Plastikbecher und Servietten entstehen, ist unvorstellbar groß. Dem will Burger King etwas entgegensetzen – und führt deutschlandweit zum 1. Januar 2023 ein Mehrweg-Angebot ein.

Durch Burger-Kartons und Plastikbecher fällt tagtäglich viel Müll an.
Durch Burger-Kartons und Plastikbecher fällt tagtäglich viel Müll an. bild: pexels / momo@land

In allen 750 Burger-King-Filialen sollen Gäste ihre Getränke, Milchshakes oder Eis künftig im Mehrwegbecher von Recup bestellen können – ob im Restaurant oder für unterwegs. Das Praktische: Den Recup-Becher können die Kund:innen in allen deutschlandweit teilnehmenden Recup-Ausgabestellen gegen ihre Pfandgabe von einem Euro wieder zurückgeben. Und das sind mittlerweile immerhin über 16.500 Cafés, Restaurants und Bäckereien in ganz Deutschland.

Mehrweg-Pilotprojekt im Raum Köln verlief erfolgreich

Durch die Kooperation mit Recup will Burger King jährlich Millionen Einwegbecher einsparen. Von März bis November hatte Burger King den Einsatz der Mehrweggetränkebecher bereits in ausgewählten Filialen im Raum Köln in einem Pilotprojekt getestet.

"Mehrweg muss so komfortabel wie möglich sein", erklärte Daniel Polte, Manager Public Relations bei der Burger King Deutschland GmbH, nach Abschluss des Pilotprojekts. Das bedeute, dass die Mehrwegbecher an möglichst vielen Standorten genutzt und wieder zurückgegeben werden könnten.

Das erwartet Burger King-Kund:innen durch das Recup-Mehrwegsystem

Getränke, Milkshakes und Eis können Burger-King-Gäste ab Januar im Recup-Becher erwerben, den Mehrwegbecher und einen dazugehörigen Deckel gibt es gegen eine Pfandgebühr von jeweils einem Euro. Zurückgegeben werden kann der Becher in jeder Burger King-Filiale sowie in allen weiteren Cafés, Tankstellen, Kiosken und Restaurants, die eine Kooperation mit der Firma am Laufen haben.

Young people having summer picnic and eating together sitting on mountain top. Happy friends on mountain top having a picnic on a summer day.
Durch den Mehrwegbecher wird auch das Picknick mit Freunden unterwegs ein bisschen klimafreundlicher.Bild: iStockphoto / jacoblund

Das spricht dafür

Die Firma Recup erleichtert einem durch ihr ausgeklügeltes System die Entscheidung, die Mehrweg-Variante zu wählen. Der Grund: Es ist nutzerfreundlich, da Becher (und Bowls) in zahlreichen Läden deutschlandweit zurückgegeben werden können. Die Produktpalette der Firma wurde von der Bundesregierung sogar mit dem Siegel "Blauer Engel" ausgezeichnet. Im Laufe seiner Nutzungsdauer soll ein Recup-Becher bis zu 1000 Einwegbecher ersetzen.

NEW YORK, NY - AUGUST 8: In this photo illustration, the new Impossible Whopper sits on a table at a Burger King restaurant on August 8, 2019 in the Brooklyn borough of New York City. On Thursday, Bur ...
Selbst wenn der Becher wegfällt – das Müllspar-Potenzial bei Burger King bleibt hoch.Bild: Getty Images North America / Drew Angerer

Das spricht dagegen

Warum weitet Burger King das Mehrweg-System nicht auch auf die Burger-Pappkartons und Pommes-Papiertüten aus? Von der Firma Recup gibt es auch eine Bowl, in der der Burger transportiert werden könnte. Dazu kommt: Viele Kund:innen werden aus Bequemlichkeit, oder weil sie das System nicht kennen, nicht freiwillig auf die Mehrweg-Variante umsteigen. Burger King könnte die Anzahl der Mehrweg-Variante mit einem einfachen Trick erhöhen: Den Gästen automatisch diese Variante reichen, es sei denn, sie fordern ausdrücklich die Einweg-Variante. Ein einfacher Trick mit großer Wirkung.

Niedersachsen verbietet Schottergärten: Behörden können Beseitigung anordnen

In Niedersachsen können die zuständigen Behörden die aus ästhetischen und ökologischen Gründen umstrittenen Schottergärten verbieten und deren Beseitigung anordnen. Das stellte das niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg nach Angaben in seinem ersten Verfahren zu diesem Thema klar. Es lehnte die Klage von Hauseigentümern aus Diepholz ab, die sich gegen einen entsprechenden Verwaltungsakt gewehrt hatten.

Zur Story