Nachhaltigkeit
 Jennifer Baum-Minkus aus Berlin  präsentiert mit

Gründerin Jennifer Baum-Minkus: Ihr Produkt kam besonders gut an. Bild: TVNOW/ Stefan Gregorowius

Nachhaltiger Nagellack sorgt bei "Die Höhle der Löwen" für Rekord-Bieterei – Deal platzt trotzdem

Die letzte Gründerin der Auftaktfolge sorgte bei "Die Höhle der Löwen" für großes Aufsehen. Jennifer Baum-Minkus schaffte es auf Anhieb, alle Löwen von sich zu überzeugen. Sie stellte zu Beginn klar: "Wir nehmen den Lack aus dem Nagellack und mit eurer Hilfe stellen wir die Kosmetikbranche auf den Kopf. Ich brauche 300.000 Euro für acht Prozent Firmenanteile." Ihre Erfindung: eine sogenannte vegane Nagelfarbe, die ohne schädliche Inhaltsstoffe und Tierversuche auskommt, sowie nahezu geruchsneutral sein soll.

Die Löwen überschlagen sich mit Komplimenten

In der Sendung erklärte die Gründerin, dass der Großteil der Nagellacke am Markt im Verdacht stehen würde, krebserregend zu sein. Dies sei im Körper nachweisbar. Der herkömmliche Geruch würde zudem Kopfschmerzen und Schwindel verursachen. Bei ihrer Farbe sei das nicht mehr der Fall. Das Produkt bestehe nämlich aus 55 Prozent Wasser. Zudem gebe es noch eine Variante, bei dem die Nagelfarbe aus bis zu 77 Prozent Pflanzen bestehen würde.

Bild

Jennifer Baum-Minkus: Die Gründerin sorgte für große Begeisterung mit ihrem Produkt. Bild: screenshot vox

Zwei Stunden, nachdem sie ihr Produkt erstmals online verkauft hatte, sei es bereits vergriffen gewesen. Nun möchte Baum-Minkus die Industrie revolutionieren. Die Formel sei bereits patentiert. Mittlerweile seien sie ein Team von acht Frauen und hätten mit der Nagelfarbe einen regelrechten Hype kreiert. Maschmeyer zeigte sich begeistert: "Sie sind ein Gründertraum. Von mir können sie die 300.000 Euro haben, ich finde sie Weltklasse." Georg Kofler pflichtete bei: "Das Produkt passt in unsere Strategie rein. Ich sehe eine Weltmarke. Ihre Bewertung ist fair."

Die Investoren Dr. Georg Kofler und Dagmar Wöhrl nehmen den wasserbasierten und geruchsneutralen Nagellack von

Georg Kofler und Dagmar Wöhrl: Die beiden testen das Produkt. Bild: TVNOW/ Stefan Gregorowius

Ralf Dümmel fügte hinzu: "Ich würde das von Herzen mit Ihnen machen, was Sie sich wünschen." Judith Williams formulierte es dann so: "Wenn du glaubst, dein Herz klopft, meins umso mehr. Ich überlege mir, wie ich mich noch besser verkaufen kann. Mein Herz schlägt für dich. Ich biete dir 300.000 für acht Prozent." Auch Dagmar Wöhrl wollte ins Geschäft einsteigen – zu den gleichen Konditionen wie die anderen Löwen. Das hat es noch nie gegeben! Die Gründerin entschied sich schließlich für das Angebot von Judith Williams. Als "Trostpreis" bekam Dagmar Wöhrl am Ende aber doch noch 1,3 Prozent Firmenanteile für 50.000 Euro.

Warum der Deal trotzdem platzte

Wie der "Stern" nun berichtet, ist der Mega-Deal, um den alle Löwen buhlten, am Ende doch noch geplatzt. Der Grund: Judith Williams machte nach der Show doch noch einen Rückzieher. Die Gründerin sagte dazu: "Nach regem Austausch mit Judith Williams ist dieser Deal mit ihr aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zustande gekommen. Auch der Gesamtdeal, bei dem auch Dagmar Wöhrl beteiligt gewesen wäre, ist nicht umgesetzt worden."

 Investorin Judith Williams nimmt den wasserbasierten und geruchsneutralen Nagellack von

Judith Williams: Die Unternehmerin sprang doch noch vom Mega-Deal ab. Bild: TVNOW/ Stefan Gregorowius

Williams äußerte sich ebenfalls zu dem geplatzten Deal und erklärte dem "Stern" ihre Entscheidung: "Nach unserem Deal vor der Kamera wollte die Gründerin Jenni Baum-Minkus bei den anschließenden Gesprächen eine vielfach höhere Bewertung durchsetzen. Das ist absolut legitim, aber mein Team und ich haben uns dagegen entschieden."

(iger)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0

Meinung

Mit Kleiderspenden helfen wir oft nur unserem Gewissen

Wenn für das neue Sommerkleid im Kleiderschrank kein Platz mehr ist, bedeutet das in der Regel: ausmisten. Im Müll landen sollen die Bluse aus dem vorletzten Sommer oder der zu enge Rock aber natürlich nicht – also werden sie zum Altkleidercontainer gebracht. In Hamburg warteten bislang 120 Container auf ausgemusterte Kleider, die an Bedürftige weitergeleitet oder zumindest recycelt werden sollten. Doch bis Ende des Monats werden sie allesamt verschwinden.

Der Grund: "Es ist viel zu viel …

Artikel lesen
Link zum Artikel