Nachhaltigkeit
Broken laptop on work desk property released PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY JOSF00408

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Alte Laptops enthalten häufig viele wertvolle Teile, die man wiederverwerten kann. Bild: imago/Westend61

Gute Nachricht

Muss nicht alles in den Müll: Start-up verwandelt alte Laptops in Powerbanks

Sie begleiten uns über mehrere Jahre, speichern unsere Arbeiten, Fotos oder Musik. Laptops sind für viele ein essenzieller Bestandteil des Lebens, zumindest, bis sie ausgedient haben. Nicht selten landen sie dann auf dem Elektroschrott. Keine Beerdigung, kein Trauerzug, keine Träne. Und noch wesentlich schlimmer: Zum Teil enthalten die Geräte Schadstoffe, die die Umwelt gefährden.

Natürlich gibt es Wege, seine Laptops so zu entsorgen, dass nicht viel Müll dabei aufkommt. Die Umweltorganisation Germanwatch veröffentlichte dazu einen Leitfaden. Wir können ihn etwa gebraucht verkaufen oder auch für Hilfsprojekte spenden. Landet der Laptop trotzdem im Elektromüll, ist es ebenfalls möglich, einen Nutzen aus ihm zu ziehen, etwa aus den Akkus.

Das Start-up Nunam kauft diese von Schrotthändlern auf, um sie darauf zu Powerbanks umzubauen. Ein simples Prinzip mit großem Nutzen: Im Rahmen eines Projekts, Chatterje, will Nunam die umgebauten Akkus Ländern zur Verfügung stellen, in denen die Energieversorgung besonders schlecht ist. Die Pilotphase wird derzeit von der Audi Stiftung für Umwelt finanziert und der Technischen Universität Berlin methodisch unterstützt.

Tests verliefen erfolgreich

Nun werden sich viele die Frage stellen, wie nützlich die Akkus von ausrangierten Laptops sind. Sind die Energiespeicher doch dafür bekannt, nach ein paar Jahren einiges an Leistung einzubüßen. Das ist wahr, allerdings werden sie häufig nicht so lang genutzt, um die Lebenszeit der Batteriezellen voll auszureizen. In Testdurchläufen stellte sich heraus, dass bei den Akkus in der Regel noch zwei Drittel der ursprünglichen Ladekapazität vorhanden sind.

Geräte mit geringem Stromverbrauch können also mit ihnen über einen längeren Zeitraum versorgt werden. Ventilatoren oder Lampen wären da Beispiele. Für Länder wie Indien, in denen Millionen Menschen keinen regelmäßigen Zugang zu einer Stromquelle haben, wäre das eine große Hilfe. Die Akkus können übrigens via Solarstrom wieder aufgeladen werden. Rüdiger Recknagel, Geschäftsführer der Stiftung Audi für Umwelt sagt dazu in einer Pressemitteilung:

"Am umweltfreundlichsten ist Technik, wenn sie möglichst lange im Einsatz bleibt. Wenn wir sie nach ihrem Ersteinsatz noch für andere Zwecke verwenden können, sparen wir Energie und Rohstoffe und reduzieren die Menge von Elektroschrott. Effektive Kreisläufe sind ein wichtiger Stellhebel, um Ressourcen zu schonen."

Akkus mit Internetverbindung

Dennoch gibt es eine Voraussetzung, damit Nunam die Akkus umbaut, mindestens 60 Prozent der Leistung müssen noch vorhanden sein. Die Prototypen stattet das Start-up mit einer Sim-Karte aus. Die soll eine Internetverbindung ermöglichen und diene der Datensammlung. Damit sollen Informationen zur Wiederverwertbarkeit, Performance und Lebensdauer der Powerbanks erfasst werden. Sobald sie ausgedient haben, können sie dem Start-up zurückgegeben werden, damit es sie an ein regionales Batterie-Recyclingunternehmen weiterreicht.

Nunam hat bisweilen rund 1000 Laptop-Akkus zerlegt. Aus den gewonnen Batteriezellen sollen mehr als 25 Energiespeichersysteme entstehen. In Anbetracht der jährlich wachsenden Elektroschrottberge, scheint das ein notwendiger Schritt in Richtung Recycling zu sein – sofern die Prototypen auch halten, was Nunam verspricht.

(tkr)

Gute Nachricht

Statt aus Erdöl: Forscher entwickeln Bio-Plastik aus Bakterien

Die Erde ist geradezu verseucht von Plastikmüll – trotzdem wird immer weiter Kunststoff produziert, pro Jahr sind es derzeit ungefähr 370 Millionen Tonnen. Dass das nicht so weitergehen kann, ist klar. Forscher arbeiten deshalb auf Hochtouren an verschiedenen Möglichkeiten, Plastik zu ersetzen oder nachhaltige Alternativen zu dem umweltschädlichen Erdöl zu finden, das seine Grundlage darstellt.

Mikrobiologen der Universität Tübingen ist das jetzt gelungen, denn sie haben Bakterien derart …

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