Burge King Schild
Bei einer Undercover-Recherche bei Burger King deckte der Journalist Günther Wallraff auf, dass fünf vegane Fastfood Alternativen nicht vegan hergestellt werden. bild: imago
Nachhaltig leben

Burger King verliert nach RTL-Enthüllung Vegan-Label

05.10.2022, 09:1005.10.2022, 10:06

Mit einem neuen Angebot an veganen Fastfood-Alternativen sorgte Burger King in den letzten Monaten für viel positives Aufsehen. Eine Undercover-Recherche des "Teams Wallraff" konnte jetzt aber nach Angaben von RTL aufdecken, dass offenbar nicht alle Produkte, die als vegan und veggie ausgezeichnet werden, dies auch wirklich sind. Als Reaktion entzieht nun der Lizenzgeber "V-Label" deutschlandweit den Burger-King-Filialen das Label für fünf vegane Produkte.

Die beiden Reality-TV-Diven Desirée Nick und Claudia Obert präsentieren für die Fastfood-Kette Burger King in Hamburg Mundsburg die neue komplette Veggie Palette unter dem Namen Plant-Base. Neuerdings ...
Noch vor Kurzem waren Désirée Nick und Claudia Obert Botschafterinnen für den "veganen" Plant-based Chickenburger. Bild: IMAGO / Andre Lenthe

Das V-Label soll Veganer:innen eigentlich die Sicherheit geben, dass entsprechende Lebensmittel bei der Produktion von fleischhaltigen Lebensmitteln getrennt sind. Ist das nicht der Fall, sind die Voraussetzungen für das Siegel nicht korrekt erfüllt.

Produkte wie das "Plant-based Long Chicken", das noch in diesem Jahr von der Tierschutzorganisation Peta mit dem "Vegan Food Award 2022" ausgezeichnet worden war, oder pflanzenbasierte Nuggets dürfen nun nach Erkenntnis der Wallraff-Recherche vorerst nicht mehr das Vegan-Label tragen.

Auch Mängel bei Hygiene und Arbeitsbedingungen

Bei Burger King waren zudem auch Mängel bei Hygiene, Lebensmittelsicherheit und den Arbeitsbedingungen festgestellt worden. Als Reaktion auf die Aufdeckungen reagierte das Unternehmen jetzt mit einer vorübergehenden Schließung von fünf Filialen und stoppte die Etikettierung von fünf veganen Produkten.

Man wolle jetzt die "Zubereitungsprozesse optimieren und Mitarbeiterschulungen rund um das vegane und vegetarische Angebot intensivieren", gab die Unternehmenskommunikation der Fast-Food-Kette an.

(mcm)

Wölfe breiten sich in Deutschland weiter aus

Ehemals vom Aussterben bedrohte Wölfe breiten sich in Deutschland weiter aus. Im Untersuchungszeitraum 2020/2021 wurden bundesweit 161 Wolfsrudel bestätigt und damit drei mehr als ein Jahr zuvor, wie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn bekannt gab. Zudem wurden 43 Wolfspaare nachgewiesen, nach 35 im Jahr davor. Die Zahl der gesichteten Einzelwölfe blieb mit 21 nahezu konstant.

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