A man drinks a coke and eats a Big Mac burger at a branch of fast food franchise McDonalds in Cologne, Germany, 25 May 2015. Photo: Oliver Berg/dpa
McDonald's will sein Image in Sachen Nachhaltigkeit aufpolieren.Bild: dpa / Oliver Berg
Nachhaltig

McDonald's plant große Änderung – noch für 2022

05.12.2022, 18:10

McDonald's gilt in der allgemeinen Wahrnehmung nicht nur als ungesund, sondern auch als Umweltsünder. Der Fast-Food-Riese hat seit Jahren mit Imageproblemen zu kämpfen. Zumindest in Ländern, in denen Umweltbewusstsein weit verbreitet ist – etwa in Deutschland, Österreich oder Dänemark. In Sachen Nachhaltigkeit hat der Konzern schon einiges getan. Nun kündigt McDonald's eine weitere große Veränderung an, die das Image aufpolieren soll.

McDonald's-Umsätze wachsen auch 2022

Trotz seines schlechten Rufes in Sachen Nachhaltigkeit ist der Umsatz im ersten Quartal 2022 auf bestehender Fläche um fast 12 Prozent gewachsen. Damit erreichte McDonald's verglichen mit anderen Fast-Food-Ketten wie Domino's Pizza oder Starbucks erneut ein überdurchschnittliches Wachstum. Die Kritik tut dem Konzern also offenbar keinen Abbruch. Ob das auch an den Maßnahmen liegt, die der Fast-Food-Gigant in den vergangenen Jahren getroffen hat?

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Jeder Kunde produziert im Durchschnitt 46 Gramm Müll während einer Mahlzeit. Bild: IMAGO/ZUMA Wire

McDonalds verändert für grüneres Image einiges

McDonald's hat auf das steigende weltweite Klima-Bewusstsein reagiert und mehrere Schritte in Richtung mehr Nachhaltigkeit getan: So sind Dessert-Verpackungen seit 2020 fast plastikfrei – mit Löffeln aus Holz und Strohhalmen aus Pappe. Bis zum Ende des Folgejahres konnte McDonald's damit laut eigenen Angaben 815 Tonnen Plastik einsparen. Allein bei den Softeis-Desserts wie McFlurry oder McSundae.

Burger werden teilweise in Graspapier verpackt und Salate in Papierboxen ausgegeben. Damit spart das Unternehmen auch hier nach eigenen Angaben ungefähr weitere 25 Tonnen Plastik im Jahr ein.

Auch beim Happy Meal versuchte der Konzern, weniger Müll zu produzieren. Seit Ende 2020 sind die Spielzeuge nicht mehr in Plastik, sondern überwiegend in Papier verpackt. Und: Auch Batterien kommen in den bei Kindern beliebten Spielzeugen wegen der Giftstoffe nicht mehr zum Einsatz.

Nächster Schritt: McDonald's führt Mehrweg-Pfandsystem ein

Maßnahmen mit großer weltweiter "Plastik-Wirkung". Doch der Konzern möchte noch nachhaltiger werden. So plant McDonald's die Einführung eines Mehrweg-Pfandsystems für Eis und Getränke noch im Jahr 2022.

Offenbar kommt das Getränkt oder das Eis nicht automatisch in einem Mehrwegbecher. Laut McDonalds-Webseite muss man als Kunde vorher angeben, dass man gerne einen Mehrwegbecher nutzen möchte. Pro Becher werden so zwei Euro Pfand fällig. Die bekommt man wieder, sobald man den Becher wieder im Restaurant oder am Drive-in wieder abgibt.

Konzern hat sich verbessert – ökologischer Mehrwert trotzdem fraglich

Wie nachhaltig diese Veränderungen tatsächlich sind, darf infrage gestellt werden. Dass das Schnellrestaurant versucht, sich ein grünes Image zu verpassen und "der negativen Konnotation von To-Go-Müll in der Öffentlichkeit entgegenzuwirken", sieht auch der Bundesverband der Verbraucherzentrale (vzbv). Watson hatte recherchiert, wie nachhaltig der Konzern wirklich ist. Elke Salzmann, Referentin Ressourcenschutz beim vzbv, ordnete die Veränderungen bereits 2021 ein:

"Tatsächlich hat McDonald´s in den letzten Jahren – auch vor dem Hintergrund der EU-Richtlinien zu Einwegplastik – seine Verpackungen auf Pappe und Papier umgestellt"

Zumindest vermindern die Umstellungen "Littering von Kunststoffmüll, der dann als Mikroplastik in der Umwelt verbleibt". Dennoch: Zur Herstellung von Verpackungen aus Pappe und Papier benötige es viel Energie, Wasser und Chemikalien. Salz mann urteilte über diesen Umstand: "Der ökologische Mehrwert ist insofern fraglich." Auch in Sachen Tierwohl und Fleischproduktion gerät der Konzern regelmäßig in die Kritik von Umweltschützer:innen.

Wie zeitgemäß ist das Dschungelcamp in Zeiten der Klimakrise noch?

Seit 18 Jahren heißt es für zehn bis zwölf Prominente in fast jedem Jahr seit 2004: Ab ins Dschungelcamp! Unter ständiger Beobachtung durch Fernsehkameras und ein Millionenpublikum leben die Stars bis zu zwei Wochen am Rande des australischen Dschungels. Ihr Ziel: Möglichst lange im Camp zu bleiben, um zur Dschungelkönigin oder zum Dschungelkönig gewählt zu werden.

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