Penny Markt, Filiale *** Penny Market, Branch Office PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY 1065517218
Penny hat ab sofort die vegane Eigenmarke "Food for Future" in ihren Filialen.Bild: www.imago-images.de / CHROMORANGE
Supermarkt

"Steigende Nachfrage": Auch Penny startet vegane Eigenmarke

28.09.2020, 16:51

Veganer Fleischersatz wird immer beliebter und ist für Veganer, Vegetarier, aber auch für Fleisch-Esser zu einer echten Alternative geworden. Einige Discounter, wie Lidl und Aldi Nord bieten bereits vegane Fleischersatz-Produkte verschiedener Hersteller an.

Nun prescht Penny mit veganen Produkten von "Food for Future" vor und stellt somit nach eigenen Angaben als "erster Discounter eine Warengruppen-übergreifende vegane Eigenmarke vor", wie es in einer Presseerklärung heißt. Laut dem Unternehmen sollen die Produkte auf Pflanzenbasis nach und nach bundesweit in die Filialen kommen. Ab sofort sind schon die Produkte "veganes Hack" für 2,99 Euro und "vegane Burger Patties" für 2,49 Euro auf Basis von Erbsenproteinen erhältlich.

Für Oktober kündigt Penny dann mit "Pea Burger" und "Rice Nuggets" weitere vegane Produkte im Tiefkühl-Bereich an. Außerdem können sich Penny-Kundinnen und Kunden schon "zeitnah über wechselnde Aktionsprodukte wie vegane Pizzen, Mini-Schnitzel oder Schokolade freuen", teilt das Unternehmen mit. "Mit unserer neuen Marke Food for Future greifen wir den Trend zu veganen Ersatzprodukten auf – ganz gleich, ob als Milchalternative, Ei-, Fleisch- oder Fisch-Ersatz", erklärt Marcus Haus, Marketing-Bereichsleiter bei Penny.

Auf Anfrage von watson teilt Penny mit, man beobachte "eine steigende Nachfrage im Bereich vegetarischer und veganer Produkte, auf die wir uns natürlich einstellen." Mit der Bio-Eigenmarke "Naturgut" habe man außerdem weitere vegane Artikel "dauerhaft im Sortiment".

Auch Aldi und Lidl bieten veganen Fleischersatz an – Qualitäts-Bedenken bei einigen Produkten

Doch die vegane Alternative zum Fleischprodukt hat auch Nachteile. Immer wieder wurden Stimmen laut, die die Qualität der pflanzlichen Lebensmittel kritisch hinterfragen. So schnitt beispielsweise der vegane Burger von "Beyond Meat", der in den Regalen bei Lidl zu finden ist, im Öko-Test schlecht ab. Denn die Burger-Patties wiesen einen "stark erhöhten Gehalt an Mineralölbestandteilen" auf. Zudem setze der Hersteller einen geschmacksverstärkenden Hefeextrakt ein. "Nein, wir können den Beyond Meat Burger im Test 'Vegane Burger' nicht empfehlen", lautet das harte Urteil der Tester.

Beyond Meat Burger in einem Tiefkuehlregal in einem ALDI Discounter,Supermarkt. Vegam,veganer Burger,vegane Ernaehrung,Lebensmittel *** Beyond Meat Burger in a deep-freeze shelf in an ALDI discount st ...
Das vegane Burger-Patty von Beyond Meat hat es bereits in die Tiefkühltruhe der Discounter geschafft, fiel im Test jedoch durch.Bild: www.imago-images.de / Frank Hoermann/SVEN SIMON

Der Wonder Burger, der bei Aldi Süd erhältlich ist, fiel beim Öko-Test ebenfalls durch. Auch hier wurden die im Labor nachgewiesenen Mengen an Mineralölbestandteilen als "stark erhöht" beurteilt. Ebenfalls wird kritisiert, dass die veganen bzw. vegetarischen Fleisch-Alternativen oftmals mehr zusätzliche Zutaten aufweisen als herkömmliche Fleischprodukte.

Fleisch-Alternativen lassen sich auch selbst machen – ohne Zusatzstoffe

Britta Schautz von der Verbraucherzentrale Berlin e.V. sagte im großen Burger-Check bei "ZDFzeit": "Diese Produkte sich hoch verarbeitet. Man kann jetzt nicht davon ausgehen, dass ich ein tolles, naturbelassenes Produkt kaufe. Denn um so eine Fleischkonsistenz herzustellen, brauche ich viel Technologie und viel Know-how."

Fleischersatzprodukte können deswegen auch selbstgemacht werden. Somit ist sichergestellt, dass keine Zusatzstoffe enthalten sind. Als Basis eignen sich beispielsweise gebratene Pilze, Kichererbsen, Kidneybohnen oder weich gekochte Linsen sowie Haferflocken.

(lau)

Aufbackbrötchen im Öko-Test: Beliebter Klassiker schlechter als erwartet

Wer am Wochenende Zeit für ein ausgiebiges Frühstück hat, bei der eisigen Kälte aber nicht bis zur nächsten Bäckerei laufen will, greift schon mal zu Aufbackbrötchen. Immerhin kosten sie in der Regel weniger als frische Brötchen und sie sind innerhalb von ein paar Minuten im Backofen fertig aufgebacken. Spricht eigentlich nichts dagegen – oder doch?

Zur Story