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E-Rezept, Maestro-Funktion, Geld vom Amt: Änderungen für Verbraucher im Juli

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Der Juli verspricht Sommergefühle und viele Neuerungen.Bild: imago images / Cavan Images
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Das geht ab im Juli: Frauen-WM, Ferienstart und mehr Geld vom Staat

30.06.2023, 14:5821.09.2023, 10:06
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Nach dem bunten Pride-Monat Juni folgt einer der wohl beliebtesten Monate des Jahres: der Juli! Er kommt einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov auf den zweiten Platz im Beliebtheits-Ranking. Nur der Mai ist laut der Umfrage beliebter als der Juli.

Für viele Schüler:innen und Studierende bedeutet der Juli vor allem eins: endlich Ferienstart. Außerdem gibt es gibt einige Änderungen, die auf die Verbraucherinnen und Verbraucher zukommen werden. Unter anderem winkt mehr Geld, an anderer Stelle wird es aber auch – total überraschend – teurer.

Watson zeigt dir, was im Juli wirklich wichtig wird.

Sommerferien und Reisechaos

Endlich! Das Pauken hat, zumindest vorerst, ab diesem Monat ein Ende und Schüler:innen in Deutschland starten in die Sommerferien! Für die einen beginnt die freie Zeit früher, ab dem 6. Juli, für die einen später (Liebe Menschen aus Bayern, haltet noch bis zum Monatsende durch!). Faulenzen, mal ausschlafen und viel Zeit für Freunde, Familie und die schönsten Seiten des Lebens sind dann angesagt. Oder so.

Wo sich die einen freuen, ist das Jammern meist nicht weit. Der Ferienstart bedeutet nämlich auch: überteuerte Hotels, Züge und Flüge. Und: Chaos, so weit das Urlaubsauge reicht.

Ob es da nicht besser ist, einfach in der Region zu bleiben? Auf Balkonien zum Beispiel. Je nach Standort kann es da schon mal gut abgehen. Ist jedenfalls auch nachhaltiger.

Mehr Geld vom Staat

Ab Juli gibt es für Bürgergeldempfänger:innen einige positive Veränderungen. Insbesondere die Freibeträge für Erwerbstätige werden angehoben. Wenn das Einkommen zwischen 520 und 1000 Euro liegt, dürfen sie nun 30 Prozent davon behalten. Für junge Menschen, die einen Schüler- oder Studentenjob haben, gilt eine Einkommensgrenze von maximal 520 Euro. Zusätzlich werden die Möglichkeiten zur Weiterbildung erweitert.

Mehr Geld auch für Familien und Rentner

Da die Kosten steigen, wird der Pflegebeitrag um 0,35 Prozentpunkte angehoben. Leute ohne Kinder werden ein bisschen stärker belastet, während Familien mit mehreren jungen Kindern eine Entlastung erfahren sollen. Gegenwärtig beträgt der Beitrag 3,05 Prozent des Bruttolohns, während Kinderlose 3,4 Prozent zahlen. Zu Beginn des nächsten Jahres ist geplant, das Pflegegeld anzuheben. Gute Nachrichten auch für die etwa 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner: Zum zweiten Mal in Folge erhalten sie eine spürbare Erhöhung ihrer Bezüge.

Apotheken werden digitaler

Mit dem E-Rezept gehen nun auch Apotheken einen Schritt weiter in Richtung Digitalisierung. Bis zum Ende des Monats Juli ist geplant, dass voraussichtlich 80 Prozent der Apotheken in das System integriert sind. Ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens können gesetzlich versicherte Personen ihr E-Rezept in Apotheken mithilfe ihrer Versichertenkarte abrufen.

Total überraschend: höhere Preise, diesmal bei DHL

Die DHL hat sich ein besonderes Sommergeschenk ausgedacht und an der Preisschraube gedreht. Als wäre die ganze Inflationssache nicht genug, wird nun auch das Versenden von Paketen teurer: Ab dem 1. Juli werden die Preise angehoben. Das 10-Kilo-Paket kostet dann statt 9,49 Euro satte 10,49 Euro. Auch Zusatzleistungen wie Nachnahme und Sperrgut kosten dann mehr.

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Mastercard schafft Maestro-Funktion ab

Banken in Deutschland sind nun zum Handeln gezwungen. Denn: Die Maestro-Funktion von Mastercard auf Girokarten ist bald nicht mehr verfügbar. Sie ermöglichte bisher etwa das Bezahlen und Geldabheben im Ausland (weil die Banken selbst es in der Vergangenheit irgendwie nicht hinbekommen haben. Aber: no offense!). Jetzt müssen die Bankinstitute eine Lösung für die Kundschaft finden.

Zwar können Bankkund:innen, die eine Karte mit Maestro-Symbol haben, diese noch normal weiter nutzen. Allerdings nur, bis diese generell nicht mehr gültig ist. Danach gibt es neue Karten und die sind ohne Maestro.

TV-Formate verabschieden sich, Witcher-Fans jubeln

Diejenigen, die tatsächlich noch TV gucken, müssen sich im Juli von gewohnten Formaten verabschieden. Zumindest für einige Wochen. So gehen etwa Sandra Maischberger (am 12.), Maybrit Illner (20.) und Markus Lanz (23.) in die Talk-Ferien.

Zum Glück gibt es Streaming.

Fans von "The Witcher" haben etwa allen Grund zur Freude. Nicht mehr lange und es wird wieder weiter gezaubert, gekämpft und geliebt: Am 27. Juli geht die zweite Ausgabe der dritten Staffel der beliebten Serie auf Netflix weiter.

Hohe Temperaturen und Sommergefühle

Eigentlich ist es im Sommer aber eh schöner, draußen etwas zu unternehmen. Herumgammeln zu Hause und ohne schlechtes Gewissen ist bekanntlich schwierig, wenn draußen strahlender Sonnenschein herrscht. Alle Gammler und Gammlerinnen müssen jetzt stark sein: Laut Prognosen gibt es im Juli wenig Ausreden-Potenzial. Demnach soll der siebte Monat des Jahres nämlich auch wieder warm werden, laut "daswetter.com" etwa 1 bis 2 Grad Celsius wärmer als der Durchschnitt von 1991 und 2020.

Auch der Regen soll sich Prognosen zufolge im Juli zurückhalten, es bleibt größtenteils trocken. Perfekt für schöne Tage am See, laue Sommernächte mit Freunden und dem einen oder anderen Cocktail. Wäre da nur nicht die Klimakrise, die die ungetrübte Freude über sonnig-heiße Sommertage vermiest. Verdammt!

Transferpoker nimmt Fahrt auf und Frauen-WM beginnt

Im Juli steigen nicht nur die Temperaturen, es wird auch heiß am Transfermarkt. Ab dem 1. Juli ist das Transferfenster geöffnet und Spieler dürfen offiziell den Verein wechseln. Die Spekulationen und Gerüchte werden sich damit noch einmal enorm intensivieren. Die größten Fragen sind dabei natürlich, wie sich der FC Bayern und Borussia Dortmund verstärken und welche Stars die Bundesliga verlassen. International wird es vor allem spannend, ob Kylian Mbappé eventuell doch schon diesen Sommer Paris Saint-Germain verlässt oder bleibt.

DFB-Frauen fiebern der WM entgegen

Am 20. Juli beginnt die Frauen-WM in Neuseeland und Australien. Und die deutsche Mannschaft? Die ist Mitfavorit. Auch wenn lange nicht klar war, ob das Turnier überhaupt im deutschen TV gezeigt wird, einigte sich die Fifa schlussendlich mit ARD und ZDF, die die Spiele nun zeigen werden. Dass darüber überhaupt diskutiert wurde ...

CSD 2023: Pride-Parade in Berlin

Gut, dass es einen Hoffnungsschimmer am Gleichberechtigungs- und Diversitätshimmel gibt. Im siebten Monat des Jahres steht die Pride-Parade in Berlin an. Am 22. Juli gehen wieder rund eine Million Menschen in der Hauptstadt auf die Straße, um für die Rechte von Schwulen, Lesben, Transsexuellen, Transgendern, Inter- und Bisexuellen einzustehen.

Der CSD erinnert an das legendäre Aufbegehren von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizei in der Christopher Street im New Yorker Greenwich Village am 27. Juni 1969. Das Ganze hat in der Bar Stonewall Inn stattgefunden und danach gab es tagelang wilde Straßenschlachten zwischen Homosexuellen und den Cops. Heftige Geschichte, die aber auch ein wichtiger Meilenstein für die LGBTQ+ Community ist.

Und ein super Grund, um dieses offene Lebensgefühl gemeinsam zu feiern.

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Sicherheitsgefühl der Deutschen hat laut einer Umfrage abgenommen
Dinge, über die Deutschland jetzt spricht: Jeden Tag findest du bei watson, natürlich laufend aktualisiert, die kompakten Top-News – in wenigen Minuten weißt du, was abgeht.

Das Sicherheitsgefühl der Bürger:innen ist laut ARD-Deutschlandtrend deutlich gesunken. 40 Prozent gaben in der Befragung von Infratest Dimap an, dass sie sich eher unsicher oder sehr unsicher fühlen, wenn sie sich etwa auf öffentlichen Plätzen, in Parkanlagen oder öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen. Das seien laut ARD 17 Prozentpunkte mehr als im Januar 2017. Dagegen fühlen sich jetzt 56 Prozent der 1.294 Befragten sehr oder eher sicher.

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