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Hessen: Kfz-Mechatroniker weigert sich, E-Autos zu reparieren

E-Autos haben einen schweren Stand in Deutschland.
E-Autos haben einen schweren Stand in Deutschland. Bild: dpa / Julian Stratenschulte
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Kfz-Mechatroniker weigert sich, E-Autos zu reparieren

14.05.2024, 16:58
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E-Autos befinden sich in Deutschland derzeit in der Krise. Der Anteil an Neuzulassungen von Pkws mit batterieelektrischem Antrieb ist weiterhin rückläufig, der Absatz stockt. Nachdem die Bundesregierung im vergangenen Jahr zunächst die Kaufprämie für gewerbliche und im Herbst auch jene für private Elektrofahrzeuge gestrichen hatte, ist die Nachfrage zu Jahresbeginn eingebrochen.

Laut einer aktuellen Allensbach-Umfrage, die im Auftrag der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften veröffentlicht wurde, wollen nur 17 Prozent der Befragten ein E-Auto kaufen. 2021 waren es 24 Prozent, das ist der dritte Rückgang in Folge.

Hinzu kommt, dass sich die deutsche Automobilbranche von China bedroht fühlt. Chinesische E-Auto-Hersteller expandieren massiv auf den europäischen Markt und machen den hiesigen Marken mit Dumping und Überkapazitäten Konkurrenz. Vor dem Hintergrund prüft die EU-Kommission Strafmaßnahmen gegen chinesische Hersteller.

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Die Zeiten für Elektrofahrzeuge könnten also durchaus bessere sein. Sinnbildlich dafür steht ein KfZ-Mechatroniker, der aktuell mit einem Tiktok-Video für Aufsehen sorgt.

Kritik an E-Autos: "Fahrende Bohrmaschine mit Tablet-Cockpit"

Eugen Becker, Inhaber eines gleichnamigen Meisterbetriebs im hessischen Immenhausen, erklärt in besagtem Video, warum sie als Betrieb keine E-Autos reparieren.

"Ich habe meine Ausbildung damals als KfZ-Mechatroniker gemacht, um Motoren zu reparieren, um als Jugendlicher Löcher in den Auspuff hereinzubohren, damit er lauter ist", sagt Becker. "Und nicht dafür, um eine fahrende Bohrmaschine mit Tablet-Cockpit zu haben." Das sei für ihn "moralisch nicht vertretbar".

Er wolle nur folgende Punkte betrachten und nicht "auf private Gründe" eingehen, was allerdings bereits naheliegt, dass Becker im Allgemeinen kein großer Fan der E-Mobilität sein dürfte:

"Ich als Werkstattinhaber mit meiner Verantwortung, mit dem Schulungsaufwand für meine Mitarbeiter, dem Werkzeug für Elektrofahrzeuge und mit den Kosten, die dazugehören, vom Arbeitsablauf her in der Werkstatt – das ist nicht vertretbar für mich."

Alles sei möglich, "es gibt bestimmt auch viele, die sagen, das ist genau mein Ding", meinte Becker. In den Kommentaren ruft er dazu auf, abzustimmen. "Seid ihr für die Elektromobilität oder dagegen?"

Verbrenner-Aus ab 2035 bereits beschlossen

In den Kommentaren schlägt Becker geteiltes Feedback entgegen. Vielfach wird der Spruch bemüht: "Geh mit der Zeit, oder geh‘ mit der Zeit" und sich für E-Autos ausgesprochen. "Man wird leider nicht darum herumkommen; mal sehen, wie es in zehn Jahren aussieht", schreibt ein User.

ARCHIV - 29.09.2023, Niedersachsen, Hannover: Neuwagen vom Elektrobus Volkswagen ID.Buzz stehen auf einem Hof am Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge. (zu dpa:
Ab 2035 dürfen in der EU nur noch Fahrzeuge zugelassen werden, die keine Emissionen ausstoßen. Bild: dpa / Julian Stratenschulte

Andere wiederum unterstützen das Vorgehen Beckers und meinen, dass sie "nur auf der Kirmes" elektrisch fahren würden.

Unterdessen hat sich die EU bereits darauf verständigt, ab 2035 nur noch Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, die keine klimaschädlichen Treibhausgase mehr ausstoßen. Am E-Auto wird also mittelfristig kein Weg vorbeiführen.

Schlägerei auf Mallorca: Besoffene Briten attackieren Kellner – Polizisten schockiert

Neben Deutschen Urlauber:innen sind es vor allem Briten, die auf der Urlaubsinsel Mallorca ihr Unwesen treiben. Nach Angaben des Nationalen Statistikinstituts sind im Jahr 2023 rund 60 Prozent der Besucher:innen auf den Baleareninseln Deutsche und Briten gewesen. Beide genießen aber nicht den besten Ruf.

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