Scholz besuchte mit der Umwelt-Ministerin der Vereinigten Arabischen Emiraten, Mariam bint Mohammed Saeed Hareb Almheirim, einen Mangrovenwald.
Scholz besuchte mit der Umwelt-Ministerin der Vereinigten Arabischen Emiraten, Mariam bint Mohammed Saeed Hareb Almheirim, einen Mangrovenwald.Bild: dpa / Kay Nietfeld
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Deutschland erhält Flüssiggas aus den Emiraten ++ Kipchoge läuft Marathon-Weltrekord in Berlin

Dinge, über die Deutschland jetzt spricht: Jeden Tag findest du bei watson, natürlich laufend aktualisiert, die kompakten Top-News – in wenigen Minuten weißt du, was abgeht.
25.09.2022, 09:3825.09.2022, 16:39

Deutschland erhält Flüssiggas aus den Emiraten

Als Ersatz für ausbleibende Energielieferungen aus Russland erhält Deutschland Flüssiggas (LNG) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Während des Besuchs von Bundeskanzler Olaf Scholz in dem Golfstaat schloss der Essener Energiekonzern RWE am Sonntag einen Vertrag über eine erste Lieferung von 137.000 Kubikmetern LNG ab. Es soll die erste Lieferung sein, die im Dezember 2022 am neuen LNG-Terminal in Brunsbüttel bei Hamburg eintreffen soll. Laut RWE wurde ein Memorandum über mehrjährige Lieferungen ab 2023 unterzeichnet.

Zum Vergleich: Vor dem Angriffskrieg auf die Ukraine floss allein am 1. Februar nach Angaben des Betreibers Gas mit einer Energiemenge von 1,7 Millionen Kilowattstunden durch die Pipeline Nord Stream 1. Die jetzt vereinbarte erste Lieferung von 137.000 Kubikmetern Flüssiggas für RWE per Schiff aus den Vereinigten Arabischen Emiraten entspricht 1,37 Millionen Kilowattstunden.

Kipchoge läuft Marathon-Weltrekord in Berlin

Marathon-Olympiasieger Eliud Kipchoge ist in Berlin zu seinem nächsten Weltrekord gestürmt. Der 37-jährige Kenianer lief die 42,195 Kilometer am Sonntag in 2:01:09 Stunden, für die bisherige Bestmarke hatte Kipchoge 2018 an gleicher Stelle in 2:01:39 Stunden gesorgt. Das Frauen-Rennen gewann die Äthiopierin Tigist Assefa hat mit der drittbesten je gelaufenen Zeit in 2:15:37 Stunden. Insgesamt hatten sich rund 45.000 Läuferinnen und Läufer für das Rennen durch die Berliner Innenstadt angemeldet.

Berlin-Marathon 2022, Eliud Kipchoge Kenia erhält Verpflegung von Betreuer Claus-Henning Schulke bei km 17,5. *** Berlin Marathon 2022, Eliud Kipchoge Kenya food supply by Claus-Henning Schulke at km  ...
Kipchoge verbesserte in Berlin seine eigene Bestmarke von 2018.Bild: Imago images / Hanel

Lindner stellt Gasumlage infrage

Finanzminister Christian Lindner (FDP) stellt einem Bericht zufolge die geplante Gasumlage infrage. Laut "Bild am Sonntag" (BamS) betrachtet Lindner die damit verbundenen Mehrkosten angesichts der konjunkturellen Lage als nicht sinnvoll. "Es stellt sich mir bei der Gasumlage weniger die Rechtsfrage, sondern immer mehr die wirtschaftliche Sinnfrage", sagte Lindner der "BamS". "Wir haben eine Gasumlage, die den Preis erhöht. Aber wir brauchen eine Gaspreisbremse, die den Preis senkt", sagte Lindner der Zeitung. Bis die Hilfen der Bundesregierung für Haushalte, Handwerk, Sportvereine oder Kultur stehen würden, werde schließlich noch Zeit vergehen, erklärte Lindner. Eine Gaspreisbremse müsse aber "allen Menschen in einer Volkswirtschaft schnell helfen".

54. Bundestagssitzung und Debatte Aktuell,22.09.2022 Berlin, Finanzminister Christian Lindner FDP im Portrait bei seiner Rede bei der Debatte zum Thema Inflationsausgleichsgesetz bei der 54. Sitzung d ...
Christian Lindner stellt bei der geplanten Gasumlage die "wirtschaftliche Sinnfrage".Bild: imago images / Political-Moments

An der Schuldenbremse will der Finanzminister dem Bericht zufolge trotz der abzusehenden Mehrausgaben festhalten: "Eine Gaspreisbremse muss mit langfristig stabilen Staatsfinanzen verbunden werden. Die Schuldenbremse für den Bundeshaushalt steht", betonte er. Als Bedingung nannte Lindner eine "Kombination mit Maßnahmen wie der Verlängerung der Kernenergie", "damit wir die beste Wirkung haben".

Wirbelsturm sorgt in Kanada für Verwüstung

Mit heftigen Regenfällen und Sturmfluten hat Wirbelsturm "Fiona" entlang Kanadas Ostküste schwere Schäden angerichtet. In einigen Gebieten wurde der Notstand ausgerufen. Hunderttausende Menschen waren ohne Strom. Stark betroffen war etwa der Küstenort Port aux Basques in der Provinz Neufundland und Labrador, wo mehrere Häuser von hohen Wellen weggerissen wurden. Die Polizei hatte die Bewohner zuvor angewiesen, Gefahrenzonen zu verlassen. Der Bürgermeister des Ortes, Brian Button, sprach in einem Facebook-Video von einer "Kriegszone". Überall gäbe es Bilder der Zerstörung.

September 24, 2022, les-de-la-Madeleine, Que, CANADA: Youth hostel Paradis Bleu is surrounded by high water caused by post-tropical storm Fiona is shown on the Les les-de-la-Madeleine, Que., Saturday, ...
An der Ostküste Kanadas richtete "Fiona" schwere Schäden an.Bild: imago images / zuma press

Auch in der Provinz Nova Scotia deckte der Sturm Dächer ab, ließ Strommasten und Bäume einknicken und überflutete Straßen. Der Premierminister von Nova Scotia, Tim Houston, sprach am Samstagnachmittag (Ortszeit) von einer "unglaublichen Zahl" umgeknickter Bäume. Fast drei Viertel der Bewohner seien ohne Stromversorgung. Es sei noch zu früh, um das Ausmaß der Schäden zu beziffern, sagte Houston. Nach Angaben der Webseite "Poweroutage.com" waren am Samstagabend (Ortszeit) mehr als 400.000 Kunden in den betroffenen Provinzen ohne Strom.

Nordkorea feuert erneut Rakete ab

Nach der Ankunft eines US-Flugzeugträgers in Südkorea hat Nordkorea eine ballistische Rakete abgefeuert. Die Testrakete von mutmaßlich kurzer Reichweite sei nach dem Abschuss im Westen Nordkoreas etwa 600 Kilometer weit in Richtung offenes Meer geflogen, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte am Sonntag mit. Sie stürzte demnach vor der Ostküste des Landes ins Meer.

Südkoreas Militär warf dem weithin abgeschotteten Nachbarland provokatives Verhalten vor. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea die Erprobung jeglicher Art von ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch einen oder mehrere Atomsprengköpfe tragen können. Es handelt sich in der Regel um Boden-Boden-Raketen.

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Flick verkündet DFB-Aufgebot für WM in Katar ++ Suche nach Atommüll-Endlager verzögert sich
Dinge, über die Deutschland jetzt spricht: Jeden Tag findest du bei watson, natürlich laufend aktualisiert, die kompakten Top-News – in wenigen Minuten weißt du, was abgeht.

Bundestrainer Hansi Flick hat am Donnerstagmittag in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main die 26 Spieler, mit denen die deutsche Nationalmannschaft an der umstrittenen WM in Katar teilnimmt, verkündet. Viele Entscheidungen des Bundestrainers waren bereits vor der offiziellen Bekanntgabe an durchgesickert.

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