dpatopbilder - 14.12.2022, Bayern, München: Zwei Klimaaktivisten nehmen an einer Protestaktion der Gruppe "Letzte Generation" teil, indem sie versuchen sich auf einer Strasse trotz Nieselreg ...
Mit der Selbstanzeige reagieren die Klimaaktivist:innen auf die Hausdurchsuchungen vor zwei Wochen.Bild: dpa / Peter Kneffel
Top-News kompakt

Mehr als 1300 Klimaaktivisten zeigen sich selbst an ++ Bahn mit Fahrgastrekord zu Weihnachten

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27.12.2022, 16:38

Deutsche Bahn meldet Fahrgastrekord an Weihnachten

Noch nie waren an und um Weihnachten so viele Menschen im Fernverkehr der Deutschen Bahn unterwegs wie in diesem Jahr. Im Buchungszeitraum vom 22. bis zum 28. Dezember werde von 3,2 Millionen Reisenden ausgegangen, erklärte die Bahn am Dienstag. Das sei doppelt so viele wie im vergangenen Jahr und auch deutlich mehr als der bisherige Spitzenwert aus dem Jahr 2019 (2,8 Millionen).

Den Angaben zufolge war das Fahrgastaufkommen am 22. und 23. Dezember am höchsten. Dennoch sei es zu keinen "nennenswerten Einschränkungen" gekommen. Die Auslastung im Fernverkehr lag demnach wegen eines erweiterten Sitzplatzangebots trotz der Rekordbuchungen bei nur 52 Prozent. Über die Weihnachtstage seien 80 Sonderzüge zum Einsatz gekommen.

23.12.2022, Berlin: Zahlreiche Reisende steigen am Hauptbahnhof in einen ICE-Zug der Deutschen Bahn. Foto: Monika Skolimowska/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Das Fahrgastaufkommen war am 22. und 23. Dezember am höchsten. Bild: dpa / Monika Skolimowska

Mehr als 1300 Klimaaktivisten zeigen sich selbst an

Nach den Hausdurchsuchungen bei mehreren Mitgliedern der "Letzten Generation" Mitte Dezember haben sich nun nach Angaben der Klimaaktivisten-Gruppe 1332 Menschen selbst angezeigt. Über die Feiertage hätten sie die Staatsanwaltschaft Neuruppin darüber informiert, dass sie sich als Teil der "Letzten Generation" betrachteten, teilte die Gruppierung mit. Sie gingen davon aus, dass Grundgesetz, Menschenrechte und auch das Strafgesetzbuch auf ihrer Seite seien.

Mit den Selbstanzeigen solle die vollständige Prüfung beschleunigt werden. In mehreren Bundesländern waren vor zwei Wochen Wohnungen von Klimaaktivisten durchsucht worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen die Bildung oder Unterstützung einer kriminellen Vereinigung vor. Nun bleibe abzuwarten, ob auch bei den 1332 Menschen "Hausdurchsuchungen folgen werden", erklärte die Gruppierung.

Magdeburg-Profi Brünker bangt um seinen Vater

Der Vater von Zweitliga-Stürmer Kai Brünker vom 1. FC Magdeburg ist verschwunden. Der 28-Jährige startete am 2. Weihnachtsfeiertag in seiner Heimatstadt Villingen im Schwarzwald eine Suchaktion, bei der über 400 Menschen mitmachten. Doch noch immer fehlt von seinem Vater jede Spur. Am 23. Dezember wurde Brünkers Vater zuletzt gesehen, als er gegen 20.30 Uhr die Gaststätte "Ott" verließ.

Ampel-Politiker uneins über Pandemie-Maßnahmen

Bundesjustizminister Marco Buschmann hat nach Äußerungen des Virologen Christian Drosten über ein Ende der Corona-Pandemie für ein Auslaufen aller Schutzmaßnahmen plädiert. "Christian #Drosten gehörte in der #Pandemie zu den vorsichtigsten Wissenschaftlern", schrieb der FDP-Politiker auf Twitter. "Nun lautet sein Befund: Die Pandemie ist vorbei. Wir sind im endemischen Zustand. Als politische Konsequenz sollten wir die letzten #Corona-Schutzmaßnahmen beenden", forderte Buschmann.

ARCHIV - 31.03.2022, Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein Aufkleber mit der Aufschrift "Bitte Mund-Nase-Bedeckung tragen. Danke." klebt auf einer Scheibe im Hauptbahnhof. Nach drei Jahren Pande ...
Die Maskenpflicht im Fernverkehr gilt aktuell noch. Aussagen des Virologen Christian Drosten entfachen nun erneut die Debatte über das Ende der Corona-Maßnahmen. Bild: dpa / Marijan Murat

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen mahnte für den Winter noch Vorsicht an. "Zurzeit spricht vieles dafür, dass sich das Coronavirus kaum noch verändert und seine zurzeit noch starke Verbreitung mit dem Ende dieses Winters endlich deutlich zurückgehen wird", sagte er dem "Tagesspiegel".

Mindestens 50 Tote nach extremer Kälte in den USA

In den USA sind in den vergangenen Tagen bei extremer Kälte und starkem Schneefall mindestens 50 Menschen gestorben. Allein im Bezirk Erie County im Bundesstaat New York kamen 27 Menschen ums Leben, wie Marc Poloncarz, der Verantwortliche des Bezirks, auf Twitter mitteilte. "Mein Herz ist bei denjenigen, die an diesem Feiertagswochenende geliebte Menschen verloren haben», schrieb Präsident Joe Biden auf Twitter. Kathy Hochul, die Gouverneurin des Bundesstaats New York, warnte vor weiteren Schneefällen in der Stadt Buffalo, wo bereits Dutzende Menschen gestorben sind. "Der Sturm lässt nach, aber wir sind noch nicht über den Berg", schrieb sie auf Twitter. Sie rief die Menschen auf, kein Risiko einzugehen und zuhause zu bleiben.

"Elliott" hatte großen Teilen der USA am Weihnachtswochenende meterhohen Schnee, Temperaturen im zweistelligen Minusbereich und orkanartigen Wind gebracht. Besonders betroffen war die Region rund um die Großen Seen im Nordosten der USA und an der Grenze zu Kanada.

China beendet Quarantäne-Pflicht

China hat ein Ende der Quarantänepflicht für Reisende in die Volksrepublik angekündigt. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, werde die Gefahrenstufe des Coronavirus ab dem 8. Januar herabgesenkt. Damit einhergehend müssen Reisende nach ihrer Ankunft keine Hotel-Quarantäne mehr über sich ergehen lassen, wie aus der Mitteilung hervorging. Zuletzt wurden Reisende noch für mindestens fünf Tage in einem Hotelzimmer isoliert und streng überwacht. Künftig müssen Reisende nach Angaben der Kommission nur noch einen negativen Corona-Test vor dem Abflug nach China vorlegen.

Die Ankündigung führte zu einem Ansturm auf Flugbuchungen. Die Online-Suchen nach Flügen ins Ausland stiegen rasant an, wie die Staatsmedien am Dienstag berichteten. Die Reise-Plattform Tongcheng verzeichnete demnach eine Zunahme der Suchanfragen nach Flugreisen um 850 Prozent sowie zehnmal so viele Suchen nach Visa-Vorschriften.

(Mit Material von dpa/AFP)

NRW: Polizei überführt Rinder-Schänder – es war nicht das erste Mal

Es waren erschreckende Szenen, die sich am vergangenen Samstag im circa 11.500 Personen großen Stadtteil Methler im östlichen Ruhrgebiet ereignet haben. Für gewöhnlich steht die nordrhein-westfälische Kleinstadt nicht in den Schlagzeilen. Das hat sich nun geändert.

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