FILE PHOTO: Silhouettes of users are seen next to a screen projection of the Youtube logo in this picture illustration taken March 28, 2018. REUTERS/Dado Ruvic/Illustration/File photo
Google und Youtube stellen Faktencheck-Organisationen zusätzliche finanzielle Mittel zur Bekämpfung von Fake-News zu Verfügung.Bild: X02714 / Dado Ruvic
Top-News kompakt

Google und Youtube verstärken Kampf gegen Fehlinformationen ++ Inflation schwächt sich leicht ab

Dinge, über die Deutschland jetzt spricht: Jeden Tag findest du bei watson, natürlich laufend aktualisiert, die kompakten Top-News – in wenigen Minuten weißt du, was abgeht.
29.11.2022, 14:1329.11.2022, 15:04
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Google und Youtube bauen Kampf gegen Fehlinformationen aus

Der Internetriese Google verstärkt sein Engagement gegen Fehlinformationen im Internet und stellt Faktencheck-Organisationen zusätzliche finanzielle Mittel zur Bekämpfung von Fake-News zu Verfügung. Zusammen mit dem Google-Videodienst Youtube werde man einen neuen globalen Fonds des International Fact-Checking Network (IFCN) am gemeinnützigen Poynter Institute mit umgerechnet 12,73 Millionen Euro fördern, kündigte Google am Dienstag in Brüssel an.

Der neue Fonds werde ein Netzwerk von 135 Faktencheck-Organisationen aus 65 Ländern in 80 Sprachen unterstützen, hieß es auf dem Kongress "Fighting Misinformation Online Summit". Für Google und Youtube sei dies die bislang größte Einzelförderung im Bereich Faktenchecks. Der neue Fonds wird Anfang 2023 eröffnet.

Auf dem Kongress wies die Chefin der Google-Tochter Jigsaw, Yasmin Green, darauf hin, dass im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine die Aktivitäten von russischen Propaganda-Einheiten stark zugenommen haben. Dabei werde unter anderem versucht, rassistische Vorurteile zu verstärken und die politische Stimmung anzuheizen.

Katar liefert jetzt doch Gas an Deutschland

Der Energieriese Qatar Energy hat laut Katars Energieminister Saad Scharida al-Kaabi Abkommen über Flüssiggaslieferungen nach Deutschland geschlossen. Das Gas solle an das US-Unternehmen Conoco Phillips verkauft werden, das es weiter nach Brunsbüttel liefere, sagte der Minister am Dienstag bei der Vertragsunterzeichung in der katarischen Hauptstadt Doha. Die Lieferung soll 2026 beginnen und mindestens 15 Jahre laufen. Jährlich sollen bis zu 2 Millionen Tonnen geliefert werden.

ARCHIV - 20.05.2022, Berlin: Saad Sherida Al-Kaabi (l), Staatsminister für Energie in Katar steht neben Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, bei der Un ...
Saad Sherida Al-Kaabi, Staatsminister für Energie in Katar steht neben Wirtschaftsminister Robert Habeck bei der Unterzeichnung einer katarisch-deutschen Energiepartnerschaft.Bild: dpa / Michael Kappeler

Qatar Energy sei zudem mit deutschen Unternehmen über weitere Gaslieferungen im Gespräch, erklärte Al-Kaabi weiter. "Wir haben gute Beziehungen zu deutschen Unternehmen und zur deutschen Regierung", sagte er. Das Gas für das jetzt geschlossene Abkommen kommt von den beiden katarischen Gasfeldern North Field East and North Field South, die vor der Küste des Golfstaates liegen.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte erst in der vergangenen Woche erklärt, der Kauf von verflüssigtem Erdgas (LNG) in Katar sei nicht vom Tisch. "Deutsche Unternehmen sind in sehr konkreten Gesprächen, über die ich Ihnen mehr erzählen könnte, als ich werde", sagte Scholz in einem "Focus"-Interview.

Deutschland versucht, ausbleibende Gaslieferungen aus Russland unter anderem mit LNG-Lieferungen zu ersetzen, für die an Nord- und Ostsee mehrere Terminals gebaut werden. Katar ist einer der weltweit größten Exporteure von Flüssiggas. Das reiche Emirat verfügt nach Russland und dem Iran über die drittgrößten Gasreserven weltweit.

Inflation schwächt sich im November leicht auf 10 Prozent ab

Die Inflation in Deutschland hat sich im November leicht abgeschwächt. Die Verbraucherpreise legten gegenüber dem Vorjahresmonat um 10 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Im Oktober hatte die Jahresteuerungsrate bei 10,4 Prozent gelegen.

WM-Organisationschef: Zwischen 400 und 500 tote Gastarbeiter insgesamt

Der Generalsekretär des Organisationskomitees, Hassan al-Thawadi, hat in einem Interview von mehreren Hundert toten Gastarbeitern im Zusammenhang mit der WM in Katar gesprochen. "Die Schätzung ist bei 400, zwischen 400 und 500. Ich habe die exakte Zahl nicht", sagte al-Thawadi in dem Gespräch mit Piers Morgan für den britischen TV-Sender "Talk TV". Morgan hatte nach der realistischen Zahl der Gastarbeiter gefragt, die durch ihre Arbeit für die Fußball-Weltmeisterschaft insgesamt ums Leben gekommen sind.

Auf den Stadionbaustellen sind vorherigen offiziellen Angaben zufolge drei Menschen gestorben. Zahlen zu den insgesamt im Zusammenhang mit der WM gestorbenen Gastarbeitern hatte das Organisationskomitee bislang nicht genannt. Ein aufsehenerregender Bericht des britischen "Guardian" von Anfang 2021 hatte von mehr als 6500 toten Arbeitern aus fünf asiatischen Ländern auf den Baustellen des Emirats in den vergangenen zehn Jahren gesprochen. Diese Zahlen hatte Katar stets zurückgewiesen.

49-Euro-Ticket kommt womöglich erst im Mai

Die Verkehrsministerinnen und -minister von Bund und Ländern beraten heute um 15 Uhr in einer Sondersitzung erneut über das geplante Deutschlandticket für 49 Euro und die Finanzierung des ÖPNV. Das Deutschlandticket soll eigentlich bereits Anfang 2023 eingeführt werden. Allerdings streiten Bund und Länder seit Monaten über die Finanzierung; die Länder wollen deutlich mehr Geld vom Bund.

ARCHIV - 19.10.2022, Berlin: Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales, stellt den Masterplan zur Ladeinfrastruktur im Haus der Bundespressekonferenz vor. (Zu dpa "Funklöcher ...
Bundesverkehrsminister Volker Wissing drängt auf eine schnelle Umsetzung des 49-Euro-Tickets.Bild: Deutsche Presse-Agentur GmbH / Kay Nietfeld

Nach Ansicht der Branche wird das 49-Euro-Ticket aber nicht Anfang des Jahres kommen, sondern deutlich später – nämlich erst zum 1. Mai. "Der Zeitpunkt des Beginns wird der 1. Mai sein", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Oliver Wolff, der "Frankfurter Allgemeinen" am Dienstag. Viel früher sei es nicht möglich. Es gebe noch viel zu tun, bis alles administrativ geregelt sei. Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies etwa geht davon aus, dass das Ticket sicher nicht vor dem 1. März und eher am 1. April starten wird. Bundesverkehrsminister Volker Wissing dringt unterdessen darauf, das Ticket trotz Bedenken rasch einzuführen.

Volle Bahnsteige am Hauptbahnhof in Hamburg DEU, Deutschland, Hamburg: Zahlreiche Reisende warten an einem vollen Bahnsteig am Hamburger Hauptbahnhof auf ihren Zug. Das 49-Euro-Ticket soll kommen. Auf ...
Das 9-Euro-Ticket im Sommer sorgte für mächtiges Gedränge auf den Bahnsteigen. Ob das mit dem 49-Euro-Ticket auch so sein wird, bleibt abzuwarten.Bild: www.imago-images.de / imago images

Krefeld: Radfahrer in Innenstadt erschossen

In der Krefelder Innenstadt wurde ein Mann von einem Unbekannten erschossen. Augenzeugen berichteten laut "Focus Online", die Tat am Dienstagabend um kurz vor 20 Uhr beobachtet zu haben. Demnach starb der Mann, der mit einem Fahrrad unterwegs gewesen sein soll, noch am Tatort in der Garnstraße.

Polizisten stehen auf einem Geweg neben dem Toten in der Krefelder Innenstadt.
Polizisten stehen auf einem Geweg neben dem Toten in der Krefelder Innenstadt.Bild: dpa / Alex Forstreuter

Der Todesschütze sei unmittelbar geflüchtet. Wie die "Bild" berichtet, soll der Täter seinem Opfer aus kurzer Entfernung in den Hinterkopf geschossen haben. Augenzeugen sprachen von einer Tat, die einer Hinrichtung ähnelte. Dabei seien mehrere Schüsse abgegeben worden.

Die Polizei spricht von einem Tötungsdelikt. Weitere Details sind noch unbekannt. Auch die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Eine Großfahndung nach dem Todesschützen läuft. Am Dienstag will die Polizei weitere Details bekanntgeben.

China: Massive Polizeipräsenz verhindert neue Proteste

Nach Aufrufen in sozialen Medien zu neuen Protesten am Montagabend hatte die Polizei ihre Präsenz massiv verstärkt. In der Hauptstadt wurde die Uferpromenade des Liangma-Flusses in der Nähe des Diplomatenviertels besonders gesichert, nachdem dort am Sonntagabend Hunderte demonstriert hatten. Auch im Universitätsviertel Haidian waren überall Polizisten auf den Straßen zu sehen.

Das hat ein mögliches Wiederaufflammen der Proteste gegen die harte Null-Covid-Politik der Regierung verhindert. In der Hauptstadt Peking und in Metropolen wie Shanghai, Guangzhou und Hangzhou waren seit Montag verstärkt Sicherheitskräfte auf den Straßen zu sehen. Vielfach wurden Passanten angehalten, mussten sich ausweisen und ihre Handys zeigen, die auf verdächtige Inhalte oder Programme wie Tunneldienste (VPN) zur Umgehung der chinesischen Zensur untersucht wurden.

(nik/ast/jab/ mit Material von dpa und afp)

Studie beweist: Männer mit kleinem Penis stehen eher auf Protz-Autos

Seit das Internet fester Bestandteil des Alltags der meisten Menschen ist, sind auch sie nicht mehr wegzudenken. Es gibt sie auf Instagram, es gibt sie auf Facebook und auf Youtube ebenso wie auf Tiktok. Ganz besonders häufig tummeln sie sich aber auf Dating-Apps: Die Rede ist von Männern, die sich in cooler Pose vor ihren Autos zeigen. Besonders begehrt bei besagten Exemplaren sind Sportwagen. Je teurer und schneller, desto besser. Ein Status-Symbol, das die Männlichkeit unterstreichen soll.

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