Weltmeisterkapitän Dennis Schröder ist während des dritten EM-Vorrundspiels gegen Litauen von gegnerischen Fans rassistisch beleidigt worden. "Zur Halbzeit haben sie leider Affengeräusche gemacht. Das kann ich nicht akzeptieren", sagte der Spielmacher der deutschen Basketballer nach dem 107:88 (55:47)-Sieg in Tampere/Finnland bei Magentasport, "Rassismus sollte nicht hierhin gehören."
Grundsätzlich habe eine "geile Atmosphäre" geherrscht, "die Fans reisen immer mit", sagte Schröder über die Litauer. Aber zwei fielen aus der Rolle und wurden nach Hinweisen des deutschen Staffs aus der Halle geworfen. "Es gehört einfach nicht zu diesem Sport. Ich kriege das zum ersten Mal heute mit", so Schröder, "das ist traurig."
Präsident Ingo Weiss vom Deutschen Basketball Bund (DBB) reagierte entsetzt auf die Vorkommnisse. "Das ist für uns in keinster Weise akzeptabel. So etwas hat nirgendwo etwas zu suchen und ganz sicher nicht im bunten, vielfältigen und offenen Basketball. Wir stehen voll hinter Dennis, können seine große Bestürzung verstehen und werden nachhaltig beim Veranstalter intervenieren, dass solche Vorkommnisse hier nicht mehr passieren", sagte er in seinem Statement des Verbandes.
Der ehemalige ukrainische Parlamentspräsident Andrij Parubij ist in der westlichen Stadt Lwiw erschossen worden. Ein zunächst nicht identifizierter Mann habe "mehrere Schüsse" auf den Politiker abgefeuert und "tötete Andrij Parubij auf der Stelle", erklärte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft am Samstag. Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Tat als "schrecklichen Mord" und versprach, "alle notwendigen Kräfte und Mittel" für dessen Aufklärung bereitzustellen.
Nach Polizeiangaben erlag der 54-Jährige "noch am Tatort seinen Verletzungen". Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar, es werde nach dem geflüchteten Schützen gefahndet.
Es ist ein weiterer juristischer Dämpfer für den US-Präsidenten: Ein Berufungsgericht hat einen Großteil der von Donald Trump verhängten Einfuhrzölle für rechtswidrig erklärt. Der Präsident sei nicht dazu befugt, derart weitreichende Zölle zu verhängen, sondern lediglich der Kongress in Washington, erklärte das Bundesberufungsgericht zur Begründung der am Freitag (Ortszeit) getroffenen Entscheidung.
Die Richter beließen die Zölle jedoch vorerst bis Mitte Oktober in Kraft. Die Trump-Regierung will den Fall vor den Obersten Gerichtshof bringen.
Betroffen von dem Richterspruch sind die Strafzölle, die Trump ab Anfang April in mehreren Schritten gegen zahlreiche Staaten verhängt hatte – und die grundsätzlich auf jede Art von importierten Waren angewendet werden. Für branchenspezifische Zölle wie beispielsweise die Aufschläge auf Aluminium-, Stahl- und Autoimporte gilt das Urteil des Berufungsgerichts nicht.
In einer der zahlreichen juristischen Auseinandersetzungen um die Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump hat darüber hinaus eine Richterin der Regierung einen Riegel vorgeschoben: Sie blockierte am Freitag (Ortszeit) eine Praxis, bei der seit Januar im ganzen Land Migranten unter einem vereinfachten Verfahren ohne vorherige Gerichtsanhörung abgeschoben werden. Das "beschleunigte Abschiebung" genannte Verfahren galt ursprünglich nur für Menschen, die nach dem Grenzübertritt in die USA in der Nähe von Mexiko gefangen halten wurden.
Der Wechsel von Fußball-Nationalspieler Nick Woltemade vom VfB Stuttgart zu Newcastle United für eine Ablöse von bis zu 90 Millionen Euro ist perfekt. Wie der englische Premier-League-Club mitteilte, erhält der 23 Jahre alte Offensivspieler dort einen langfristigen Vertrag.
Der FC Bayern steht kurz davor, den senegalesischen Stürmer Nicolas Jackson vom FC Chelsea per Leihe unter Vertrag zu nehmen. Das berichten die Transferjournalisten Fabrizio Romano und Florian Plettenberg. Laut Romano falle für den deutschen Rekordmeister eine Leihgebühr von 15 Millionen Euro für eine Saison an. Das ist die vierthöchste Leihsumme, die bis dato im Fußball gezahlt wurde.
Die US-Regierung hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wenige Wochen vor der UN-Vollversammlung in New York mit Visa-Sanktionen belegt. Aus dem US-Außenministerium wurde der Deutschen Presse-Agentur bestätigt, dass Abbas und etwa 80 weitere Repräsentanten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) von den Sanktionen betroffen seien. In ihren Fällen werden bestehende Visa widerrufen und keine neuen mehr erteilt.
Die von dem 89-Jährigen geführte Autonomiebehörde verwaltet Teile des Westjordanlandes. Die PLO ist die offizielle Vertretung des palästinensischen Volkes auf internationaler Ebene. Die islamistische Hamas als zweitgrößte Palästinenserorganisation gehört weder zur PLO noch zur Autonomiebehörde. Mit den nun verhängten Einschränkungen ist ein Besuch Abbas' bei den UN äußerst unwahrscheinlich geworden.
Mehrere Staaten, darunter Frankreich, Kanada und Australien, hatten zuletzt angekündigt, bei der UN-Generalversammlung einen palästinensischen Staat anzuerkennen. Die Vereinten Nationen hoffen, dass die USA die Einreiseverbote für Palästinenser zur UN-Generalversammlung in New York zurücknehmen.
Polizei und Staatsanwaltschaft suchen nach der verurteilten Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist sie weiterhin flüchtig. Liebich sollte bis Freitag in der Justizvollzugsanstalt in Chemnitz ihre Haft antreten. Nachdem sie sich jedoch dort nicht gemeldet hatte, hatte die Staatsanwaltschaft Halle Vollstreckungshaftbefehl gegen sie erlassen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft führt sie die Fahndung in Absprache mit der Polizeiinspektion Halle durch. Zu den Einzelheiten gab die Behörde keine Auskunft. Liebich war im Juli 2023 wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt 18 Monaten ohne Bewährung verurteilt worden, damals noch als Sven Liebich.
(mit Material von dpa und afp)