Bei einer Explosion in Beirut soll der stellvertretende Leiter des Politbüros der islamistischen Hamas, Saleh al-Aruri, ums Leben gekommen sein. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Hisbollah-Miliz nach der Explosion am Dienstagabend. Auch der Hisbollah-nahe Fernsehsender Al-Manar berichtete, dass Al-Aruri tot sei. Insgesamt wurden mindestens drei Menschen getötet, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete.
Die Explosion ereignete sich vor einem Büro der Hamas und Polizeikreisen zufolge in einem südlichen Stadtteil Beiruts, in dem die Hisbollah stark vertreten ist. Die genauen Hintergründe der Explosion blieben zunächst unklar. Die Hamas gab Israel die Schuld am Tod des stellvertretenden Leiters ihres Politbüros. Israels Militär wollte die Berichte auf Anfrage nicht kommentieren.
Nach der mutmaßlichen Tötung sind indes die Verhandlungen über ein mögliches neues Geisel-Abkommen zwischen Israel und der Hamas einem Bericht zufolge zum Stillstand gekommen. Die Gespräche konzentrierten sich nun darauf, eine Eskalation zwischen Israel und dem Libanon zu verhindern, meldete die israelische Zeitung "Haaretz" unter Berufung auf arabische Diplomatenkreise. Das "Attentat" habe die Situation verändert. Fortschritte, um einen weiteren Geisel-Deal zu erreichen, seien derzeit nicht mehr möglich.
Angesichts des Dauerregens bleibt die Hochwasserlage vor allem im Nordwesten Deutschlands kritisch. Nach einer Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sollte es bis in den Donnerstag hinein verbreitet kräftigen sowie langanhaltende Regen geben, der in Staulagen der Mittelgebirge besonders ergiebig ausfallen kann.
In einigen Kommunen ist weiterhin ein sogenanntes außergewöhnliches Ereignis festgestellt. Dadurch können Landkreise oder Städte beispielsweise einfacher auf Hilfskräfte zugreifen. Diese Stufe gilt den Angaben zufolge weiterhin in sechs Landkreisen sowie der Stadt Oldenburg. Betroffene Regionen sind demnach die Landkreise Celle, Oldenburg, Emsland, Osterholz, der Heidekreis sowie Verden.
Auch in der vom Hochwasser bedrohten Gemeinde Lilienthal bei Bremen ist die Lage weiter angespannt. "Es regnet schon den ganzen Tag, das ist sehr unglücklich", sagte die Sprecherin der Gemeinde am späten Dienstagvormittag. Glücklicherweise seien die Pegelstände in der Nacht gesunken.
Angespannt bleibt die Lage auch im Hochwassergebiet an der Landesgrenze von Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Landkreis Mansfeld-Südharz wird die Schulpflicht in einigen Orten ausgesetzt. Eine Notbetreuung werde eingerichtet. Seit dem vergangenen Samstag gilt im Landkreis im Süden Sachsen-Anhalts der Katastrophenfall. Entlang der Helme sind derzeit Hunderte Einsatzkräfte im Dienst, um die Deiche zu verstärken, zu sichern und aufzubauen
Nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Flugzeug auf dem internationalen Flughafen Tokio-Haneda ist eine japanische Linienmaschine in Flammen aufgegangen. Fernsehbilder zeigten das Flugzeug der Gesellschaft Japan Airlines am Dienstagnachmittag (Ortszeit) über das Rollfeld fahren, bevor orangefarbene Flammen hervorschießen und die Maschine abbremst.
Medienberichten zufolge war der Airbus zuvor mit einem Flugzeug der Küstenwache zusammengestoßen. Fünf der sechs Insassen der Küstenwachenmaschine sind tot, der Pilot schwer verletzt. Die rund 400 Passagiere des Airbus sind laut der Fluggesellschaft Japan Airlines in Sicherheit.
Fernsehbilder zeigten das lichterloh brennende Flugzeug, während Feuerwehrleute die Maschine zu löschen versuchten. Auf dem Rollfeld lagen brennende Trümmer.
Im Fall einer mutmaßlichen Entführung zweier Kinder einer Steakhausketten-Erbin hat sich die Mutter jetzt zu Wort gemeldet. Christina Block sagte gegenüber dem NDR: "Ich darf mitteilen, dass sich meine Kinder Klara und Theodor bei mir befinden. Die Kinder sind wohl auf. Ich bitte um Verständnis, dass ich vor allem aus Fürsorge um das Wohl meiner Kinder zur Zeit keinerlei weitere Erklärungen abgebe." Die deutschen Behörden waren schon zuvor nicht von einer Gefahrenlage ausgegangen.
Zuvor hatten die Behörden in Dänemark und Deutschland nach den beiden Kindern gefahndet. Wie die dänische Polizei berichtete, befanden sich die Kinder in der Silvesternacht bei ihrem Vater im dänischen Gravenstein in der Nähe der deutschen Grenze. Der 49-Jährige habe in einem Restaurant mit seinen Kindern ein Silvester-Feuerwerk angesehen, als er kurz nach Mitternacht von unbekannten Tätern zu Boden gestoßen worden sei. Die beiden Kinder wurden dann den Angaben der dänischen Polizei zufolge in ein Auto gezwungen. Die Täter fuhren schließlich mit zwei Autos samt der Kinder davon. Beide Autos sollen deutsche Kennzeichen gehabt haben.
Die Serie schwerer Erdstöße an der Westküste Japans hat mindestens 48 Menschen in den Tod gerissen und erhebliche Zerstörungen angerichtet. Mindestens 137 Menschen erlitten am Neujahrstag in Folge eines ersten besonders heftigen Bebens der Stärke 7,6 im Raum der Halbinsel Noto Verletzungen, wie die Zeitung "Mainichi Shimbun" am Dienstag berichtete.
"Die Suche und Rettung der vom Beben betroffenen Menschen ist ein Kampf gegen die Zeit", sagte Regierungschef Fumio Kishida vor dem Krisenstab. Eine am Vortag für Japans gesamte Westküste ausgegebene Warnung vor Tsunami-Flutwellen hob die nationale meteorologische Behörde am Dienstag wieder auf.
Das starke Beben hatte kurz vor Einbruch der Dunkelheit zugeschlagen, es folgten Dutzende weitere. Flutwellen von rund einem Meter Höhe trafen auf die Küste. Bei Tagesanbruch lagen am Dienstag mancherorts dicke braune Schlammschichten auf den Straßen. Seither erschüttern weitere Beben die Region, während der Einsatz der Rettungskräfte durch beträchtliche Schäden zusätzlich erschwert wurde. Zahlreiche Häuser wurden zerstört oder fielen Bränden zum Opfer. Straßen wurden aufgerissen oder teils durch Erdrutsche blockiert, Bäume stürzten um.
(mit Material von dpa und afp)