Sport
Bild

Basketballnationalspieler Dennis Schröder steht laut Medienberichten vor einem Trade innerhalb der US-Profiliga NBA. Demnach wird er bald für die Los Angeles Lakers auflaufen. Aktuell spielt er für Oklahoma City Thunder. Bild: www.imago-images.de / Tilo Wiedensohler

Dennis Schröder vor Wechsel zu NBA-Champion L.A. Lakers: Magic Johnson freut sich

Die Vorfreude auf Dennis Schröder ist beim amtierenden NBA-Champion schon vor der offiziellen Bekanntgabe des Wechsels groß. Der Basketball-Nationalspieler aus Braunschweig als Teil der Los Angeles Lakers: Diese Aussicht führte zu einem ausdrücklichen Lob von Lakers-Legende Magic Johnson für Manager Rob Pelinka und einer optimistischen Analyse in Richtung der Fans auf Twitter: "Dieser Tausch bringt uns in eine Position, das zu wiederholen." Gemeint war: Die Meisterschaft auch 2021 zu gewinnen und die Lakers mit dem dann 18. Titel zum alleinigen Rekordmeister der besten Basketball-Liga der Welt zu machen.

Schröder wäre in diesem Fall der erst zweite Deutsche nach Dirk Nowitzki, der in der NBA die große Trophäe in die Höhe recken darf. Dass er zuletzt den Eindruck erweckte, die Oklahoma City Thunder gar nicht verlassen zu wollen, spielt wegen der Gesetze im US-Sport gar keine Rolle. Denn sind sich zwei Klubs einig, müssen Spieler das Trikot wechseln. Nur wenige Profis haben Klauseln in ihren Verträgen, die das ausschließen. "Ja, ich habe Angebote bekommen", hatte Schröder erst vor wenigen Tagen im Podcast von Magenta Sport "Abteilung Basketball" zu Anfragen aus der Vergangenheit gesagt. "Aber ich wollte nie zu den Lakers, zu den Clippers, oder zu den ganzen Namen, die meinen Agenten angerufen haben."

Bild

Der 27-jährige Dennis Schröder ist gebürtiger Braunschweiger. Die Lakers wären nach den Atlanta Hawks (Debüt 2013) und OKC sein dritter Klub in der NBA. Bild: www.imago-images.de / Brian Rothmuller/Icon Sportswire

Nach übereinstimmenden Berichten von US-Medien haben die Lakers und Schröders bisheriger Klub aber bereits die Grundlagen für das Geschäft gefunden und Schröders Zukunft liegt an der Westküste in Kalifornien. Die Lakers schicken im Gegenzug Danny Green nach Oklahoma und geben zudem bei der anstehenden Rechtevergabe an den Nachwuchstalenten am Mittwoch Zugriffsrecht Nummer 28 ab. Nach Angaben der "Los Angeles Times" haben die Lakers allerdings schon ihren Erstrunden-Pick für 2022 abgegeben und dürfen das nicht in mehreren Jahren tun - deswegen werde der Deal erst während des Drafts finalisiert werden können. Daran, dass Schröder zukünftig in Kalifornien spielt, gibt es aber keinen Zweifel mehr.

Für den in der NBA sehr respektierten 27-Jährigen ist es der dritte Klub seit seinem Debüt für die Atlanta Hawks 2013. Nach fünf Jahren in Georgia ging er zu den Thunder, war fortan kein Startspieler mehr, lernte aber viel von Chris Paul und verbesserte seine Werte in allen Bereichen. In Oklahoma besaß Schröder, der seit dieser Saison in Deutschland alleiniger Besitzer des Bundesligisten Löwen Braunschweig ist, noch einen Vertrag bis 2021, der ihm ein Gehalt in Höhe von 15 Millionen US-Dollar (rund 12,7 Millionen Euro) garantiert hat. Das übernehmen die Lakers und wollen ihm dem Vernehmen nach im Anschluss einen großen neuen Vertrag anbieten.

Bild

Schröder, Spitzname DS17, ist alleiniger Besitzer des Bundesligisten Löwen Braunschweig. Bild: www.imago-images.de / Swen Pförtner

Alles in allem wirkt der Wechsel für Schröder vor allem wie eine große Chance. In der Glamour-Metropole ist er willkommen, wird gebraucht und ist wieder ein Mann für die Startaufstellung neben den Stars LeBron James und Anthony Davis. "Laker Nation, das einzige Problem daran, dass wir LeBron, AD und jetzt auch Dennis Schröder haben ist, dass wir nicht zu den Spielen im Staples Center gehen werden können", schrieb Magic Johnson. Er scheint keinen Zweifel daran zu haben, dass es sich lohnen würde.

(as/dpa)

"Wir haben es satt": Boykott der Milwaukee Bucks löst Protestwelle im US-Sport aus

Am Jahrestag des ersten Anti-Rassismus-Protests von Colin Kaepernick haben US-Sportler ihre Wut und Enttäuschung über die Polizeigewalt im Land deutlich gemacht wie nie zuvor. Erst traten die Basketballer der Milwaukee Bucks nicht an, dann zog fast der komplette US-Sport nach.

Die Basektballprofis der Milwaukee Bucks hatten endgültig genug von Polizeigewalt und brachten damit eine riesige Protestwelle ins Rollen. Nachdem die Mannschaft um den griechischen Superstar Giannis Antetokounmpo am Mittwoch nicht zu ihrem Play-off-Viertelfinalspiel in der Basketball-Profiliga NBA auf dem Feld in Orlando/Florida erschienen, zogen Major League Baseball (MLB), Major League Soccer (MLS), die Frauenbasketball-Profiliga WNBA sowie die Tennis-Vereinigungen ATP und WTA in New York …

Artikel lesen
Link zum Artikel