Budapest, Hungary, 24th September 2020. David ALABA, FCB 27 sad in the Final UEFA Supercup match FC BAYERN MUENCHEN - FC SEVILLA 2-1 in Season 2019/2020, FCB, Munich,

Bleibt er oder geht er? Die Alaba-Frage beim FC Bayern bleibt ungeklärt. Bild: imago images / ActionPictures

Verhärtete Fronten im Alaba-Poker beim FC Bayern: Berater-Provision wird zum Problem

Der FC Bayern hat etwa eine Woche nach dem Ende der Sommer-Transferperiode seinen Kader zusammen. Mit der Ausbeute können Sportvorstand Salihamidzic und die Club-Bosse durchaus zufrieden sein. Neben Top-Transfer Leroy Sané konnte sich der deutsche Rekordmeister am letzten Tag noch die Dienste von Bouna Sarr, Douglas Costa, Eric Maxim Choupo-Moting und Marc Roca sichern.

Eine andere Baustelle bereitet dem Verein allerdings weiterhin Kopfschmerzen. Der Vertragspoker um Abwehrspieler David Alaba zieht sich nach wie vor wie zäher Honig. Mit fortschreitender Zeit könnte aber erzwungenermaßen Bewegung in die Sache kommen.

Transferfenster zu, Alaba-Frage ungeklärt

Aktuell ist der Stand, dass der FC Bayern dem Alaba-Management ein Angebot vorgelegt hat, das der Verein selbst für angemessen hält. Der Verein soll runde elf Millionen Euro Jahresgehalt und bis zu sechs Millionen Euro an möglichen Prämien bieten, berichtet "Sport1".

Allerdings liegt das nach wie vor unter den Forderungen von David Alaba und Berater Pini Zahavi, die am liebsten 25 Millionen Euro pro Jahr im Vertrag sehen wollen. Sie wiederum sind noch nicht bereit, an ihren Forderungen Korrekturen vorzunehmen.

Jetzt wird Zahavis Millionen-Provision zum Problem

Wie "Sport 1" berichtet, glaubt die Alaba-Seite, dass die Bayern zuerst einknicken werden. Doch heikel soll demnach nicht mehr nur sein, dass ein deutlich höheres Grundgehalt für den Verteidiger gefordert wird.

Mittlerweile wird dem Bericht zufolge auch die Zahlung an Alaba-Berater Zahavi zum Problem. Der berüchtigte Spielerberater verlangt demnach eine Provision in Millionenhöhe, wenn Alaba weiter beim FC Bayern bleiben soll und er den Vertrag dafür vermittelt.

Das erfordert die Verhandlungen noch mehr, berichtet "Sport". Kein Wunder, schließlich ist den Bayern ja schon das gewünschte Gehalt von Alaba deutlich zu hoch. Und dann auch noch Millionen an einen Berater zahlen, der die Bayern-Bosse ohnehin schon viele Nerven gekostet hat?

Ab dem 1. Januar darf Alaba mit anderen Klubs verhandeln, die den Bayern-Star dann nach der Saison ablösefrei verpflichten könnten. Die Schlange der interessierten Klubs ist lang. Und sie wird länger mit jedem Tag, der in den chaotischen Vertragsverhandlungen verstreicht.

Bis zu diesem Tag hat der FC Bayern noch 83 Tage Zeit. Eine nervenaufreibende Mammut-Aufgabe, weil Uli Hoeneß mit seinen Aussagen über Alaba-Berater Zahavi nicht gerade für gute Stimmung zwischen den Vertretern beider Parteien gesorgt hat.

Ein ablösefreier Abgang des Münchener Defensiv-Allrounders wäre für die Bayern eine Katastrophe, doch mit jedem Tag wird er wahrscheinlicher. Auch, weil sich die Fronten mittlerweile extrem verhärtet haben.

(vdv)

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